Törnvorschlag: Mallorca’s Ostküste in sieben Tagen – „Blu Charter“ gibt Insidertipps

Einfach mal im Osten bleiben

Mallorca. Törntipp, Blu Charter

Palma | © Martin Muth

Statt der großen Runde lieber auf eine Küstenseite konzentrieren – das empfehlen Kenner der mallorquinischen Reviere all den Chartercrews, die nicht im Eiltempo von Spot zu Spot hetzen wollen. 

Rund Mallorca klingt verlockend, aber für einen 7-tägigen Törn ist solch ein Routing doch auch ein anspruchsvolles Unterfangen. Denn nicht selten laufen Chartercrews aufgrund der Wind- und Wetterverhältnisse entweder gerade so rechtzeitig wieder im Heimathafen ein oder schaffen es zeitlich nicht und müssen gegen teuer Geld die Yacht vom Vercharterer an der Ost- oder Westküste abholen und nach Palma zurückführen lassen.

Wer 7 Tage Yachtcharter Mallorca plant, ist daher gut beraten, sich entweder auf die West- oder Ostküste der Insel zu konzentrieren und mit einem Schlag über Cabrera wieder in den Heimathafen zurückzukehren. Blu Charter stellt seine Hot-Spots und Restaurantempfehlungen für einen 7-Tages-Törn entlang der Ostküste vor und gibt darüberhinaus Ausflugs- und Insidertipps.

Schnell ankommen, schnell wieder weg?

Gerade bei einem einwöchigen Törn ist es für viele Crews wichtig, schnell anzukommen und auch schnell wieder wegzukommen – und zwar raus aus dem Hafen und hinaus auf’s Wasser! Wehe dem, der da noch unendlich viel Zeit mit Einkäufen verliert. Für alle diejenigen, die keine kostbare Zeit verlieren und noch am Anreisetag den ersten Schlag in Richtung Ostküste segeln wollen, empfiehlt sich eine Vorabbestellung und Lieferung der gewünschten Lebensmittel direkt an Bord der gebuchten Charteryacht.

Mallorca. Törntipp, Blu Charter

S’Estanyol © Martin Muth/portbook Mallorca

Bestellen Sie bequem von zu Hause aus Ihre Einkäufe entweder direkt online im Supermarkt oder bei engagierten Lieferservices, die Ihnen das Schieben von Einkaufswagen durch volle Supermarktgänge und das Warten in langen Schlangen an der Kasse abnehmen. Die Supermarktkette Mercadona beliefert Kunden sowie ausgesuchte Vercharterer zuverlässig mit qualitativ hochwertigen Produkten. Ebenso empfehlenswert ist in Palma der Lieferservice von Foodcrewser, deren Einkaufslisten in Papierform oder online von Ihrer Agentur zur Verfügung gestellt werden. Auch wenn man damit rechnen muss, dass Lieferungen etwas teurer sind als ein eigenständiger Einkauf, sparen Sie so in jedem Fall kostbare Zeit und Ihr Proviant ist meist bereits vor Ihnen an Bord. Übrigens bieten auch viele Vercharterer gegen einen geringen Aufpreis ein early-check-in an. Lassen Sie sich hierzu unbedingt beraten.

Entspannt Proviant bunkern

Für diejenigen, die sich den Einkauf doch nicht abnehmen lassen und eine ausgedehnte Shopping-Tour in Kauf nehmen wollen, empfiehlt sich in jedem Fall ein Besuch der Wochenmärkte. Unsere Empfehlung für Crews die in Palma starten ist die Markthalle Santa Catalina, 15 Minuten zu Fuss von den Marinas am Paseo Maritimo entfernt, im gleichnamigen Stadtviertel von Palma. Dort finden Sie frische Produkte wie Fleisch, Fisch, Gemüse. Den großen Einkauf erledigt man dann am besten in der Shoppingmall Porto Pi, wo die Supermarktkette Carrefour das gesamte Untergeschoss einnimmt und keine Wünsche offen lässt.

Ist die Übernahme der Charteryacht erledigt, der Einkauf verstaut und die Crew in Position, kann es los gehen. Der Klassiker für 99% aller Chartergäste ist der erste Schlag nach Sa Rapita. Aber wir segeln gar nicht so weit, sondern laufen bereits zwei Seemeilen vorher in eine sichere Marina ein! Unser Tipp ist die kleine private Marina Club S’Estanyol! Diese wurde ausgebaggert und bietet nun Platz für Gastlieger bis zu einer Länge von 20 Metern und 5 Metern Tiefgang. Der Liegeplatz kann direkt online beim Hafen gebucht werden. Hier liegen Sie zum einen deutlich preisgünstiger und zum anderen lockt das Marinarestaurant mit einer großartigen Küche. Abends bietet sich ein entspannter Spaziergang zum Leuchtturm an, von dem aus Sie einen herrlichen Blick über die Bucht von Palma und bei klarer Sicht bis nach Cabrera genießen. Neben dem Hafenrestaurant in S’Estanyol empfehlen wir auch einen Besuch im Restaurant Mirador de Cabrera und für Freunde von kürzeren Wegen das Fisch und Fleisch lastige Restaurant El Bodegon de Sa Rapita.

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Portopetro | © Martin Muth

Von S’Estanyol aus geht es weiter in Richtung Nord-Ost, nach Portopetro. Der kleine Hafen verfügt kaum über Gastliegeplätze, aber diese machen einen Besuch hier auch gar nicht aus! Viel idyllischer liegt man in Portopetro ohnehin an einer Boje vor der lieblichen Kulisse des Ortes. Aber Achtung: Egal ob Gastliegeplatz oder Boje, Sie sollten sich in jedem Fall vorab einen Platz reservieren, denn die Verfügbarkeiten sind begrenzt und begehrt. Eine Reservierung ist problemlos über den Reial Club Nautic per eMail möglich. Wer das freie Ankern liebt, für den haben wir noch eine ganz idyllisches Plätzchen in dem „Naturhafen“.

Zwischendurch abtauchen

Tag 3 führt uns nach Portocolom. Wie in Portopetro stehen auch in Portocolom nur wenige Gastliegeplätze in der Marina zur Verfügung, dennoch lohnt sich ein Besuch des Hafens in jedem Fall! Wer nicht nur gerne segelt sondern auch unter Wasser aktiv ist, sollte sich einen Besuch der Piratenhöhlen nicht entgehen lassen. Die Tauchschule East Coast Divers bietet für kleine Gruppen ab 4 Personen geführte Touren zu den Höhlen an. Die Kosten sind mit ca. 60 EUR / pro Person überschaubar und beinhalten neben einem Führer auch die Ausrüstung, die man zum Tauchen in die imposanten Höhlen benötigt. Der Ausflug dauert ca. 4 Stunden und wird in den frühen Mittagsstunden angeboten, um dem Gedränge größerer Touristengruppen zu entgehen.

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Portocolom | © Martin Muth

Wer im Anschluss seinem leeren Magen etwas Gutes tun will, speist in Portocolom in Mallorcas bestem Steak-Restaurant. Das Por que No befindet sich direkt an der Mole, 50 Schritte von einem Gastliegeplatz am Beton-Steg entfernt. Gastlieger, die an einem der neuen Schwimmstege im vorderen Bereich des Hafens festgemacht haben, laufen ca. 5 Minuten. Fisch- und Paellaliebhaber die ihren Restaurantbesuch gleich noch mit einem Abendspaziergang kombinieren möchte, kommen im Restaurant Can Bernat, auf der anderen Seite der Bucht, ganz auf ihre Kosten. Die Spezialität des Hauses ist die Black Paella!

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Porto Cristo | © Martin Muth

Eine Tagesetappe von Portocolom entfernt findet sich Porto Cristo. Wer einen Besuch der Cuevas del Drach in Porto Cristo auf seinem Törnplan hat, sollte dringend einen Gastliegeplatz im Club Nautic meiden. Der Hafen ist nicht nur der teuerste der Ostküste, sondern auch für fussläufige Restaurantbesuche nicht zu empfehlen. Crews die kurze Wege wünschen und Ihre Bordkasse nicht überstrapazieren wollen, sind mit einem Gastliegplatz im Komunalhafen besser beraten. Aber auch hier ist Achtung geboten, denn auch diese Gastliegeplätze sollten im Vorfeld reserviert werden. Da das ausschließlich über eine Webseite erfolgen muss, die die katalanische Sprache voraussetzt, sollten Sie sich hier von ihrem Vercharterter helfen lassen! Als Ausflugsalternative zu den Cuevas del Drach empfehlen wir auch einen Besuch der Cuevas dels Hams etwas ausserhalb des Ortes auf der Strecke nach Manacor.

Eine der schönsten Mittelmeerbuchten

An Tag 5 segeln wir von Porto Cristo aus nach Cabrera. Je nachdem wie schnell oder langsam man vorangekommen ist oder ob man bereits Samstag oder erst am Sonntag seinen ersten Schlag nach S’Estanyol gesegelt ist, hat man auf Cabrera die Möglichkeit, 1-2 Nächte zu verbringen. Die Bucht von Cabrera gehört für uns zu einem der schönsten Plätze im Mittelmeer. Weitläufig erscheint die Bucht im Frühjahr und eng im Hochsommer! Dennoch liegt man hier windgeschützt und ruhig an der Boje. Einen Spaziergang an Land sollte man sich nicht entgehen lassen, auch wenn man sich auf den abgesteckten Wegen fortbewegen muss.

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Cabrera | © Martin Muth

Für Naturliebhaber und Wanderlustige werden auch geführte Touren angeboten, denen man sich auf Voranmeldung anschließen kann. Aber wie erwähnt darf man sich auch eigenständig auf der Insel bewegen – wenn auch nur im gewissen Rahmen. Das nimmt aber der Faszination, welche dieses kleine Eiland ausübt, keinen Abbruch. Von der Kantine sollten Sie allerdings nicht zu viel erwarten! Kulinarische Köstlichkeiten wird man Ihnen hier nicht auftischen, weswegen Sie in jedem Fall den Vorrat in der Bordküche prüfen sollten, bevor Sie Porto Cristo verlassen. Der Bojenplatz auf Cabrera ist genehmigungs- und kostenpflichtig. Wann genau Sie die Bucht ansteuern, sollten Sie bereits im Vorfeld wissen, damit die Genehmigung für die Nacht früh- und rechtzeitig beantragt werden kann. Hierbei ist Ihnen Ihr Vercharterer selbstverständlich gern behilflich.

Es geht zurück in den Heimathafen! Der Weg von Cabrera nach Palma bedarf bei günstigem Wind ca. 4 Stunden. Freitagabend geben Sie Ihre Charteryacht zurück, erledigen die letzten Formalitäten und genießen einen letzten Abend in Palmas Altstadt. Beenden Sie ihre Segelwoche bei einem leckeren Abendessen mit Ihrer Crew z.B. im Restaurant Monolisto. Für uns das beste Fischrestaurant der Stadt. Ihnen ist eher nach Tapas und spanischem Flair? Auch kein Problem! In der Bar Dia werden Sie fündig. Wählen Sie aus einer reichhaltigen Speisekarte Ihre Lieblingstapas und trinken Sie dazu ein ordentliches Glas Bier in ungezwungener Gesellschaft einheimischer Marineros. 

Machen Sie im Anschluss einen Spaziergang durch Palmas Gassen zurück zum Schiff und lassen Sie den Törn entlang der mallorquinischen Ostküste Revue passieren! Sie werden wieder kommen! Und dann segeln Sie nach Westen… Oder nach Menorca…

Website Blu Charter

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Ein Kommentar „Törnvorschlag: Mallorca’s Ostküste in sieben Tagen – „Blu Charter“ gibt Insidertipps“

  1. avatar langalex sagt:

    ich fänd’s gut wenn das etwas deutlicher als werbung gekennzeichnet wäre.

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