Überfall: Maskierte Männer töten deutschen Segler in der Karibik

Fluch der Karibik

In St. Vincent ist es zu einem bewaffneten Angriff auf eine Deutsche Yacht gekommen, bei dem ein Mann getötet wurde. Die Täter sind offenbar noch auf freiem Fuß.

Wallilabou

Die Ankerbucht von Wallilabou, wo der Überfall auf die deutsche Yacht passierte.

Wallilabou Bay ist eine romantische Ankerbucht an der Küste des karibischen Inselstaates St. Vincent und die Grenadinen. Sie liegt im Südwesten der Hauptinsel St. Vincent und hat an Popularität gewonnen, seit viele Szenen des ersten Teils von “Fluch der Karibik” hier gedreht wurden.

Aber nun hat sich an diesem Ort ein Verbrechen ereignet, dem ein deutscher Segler zum Opfer gefallen ist.  Eine lokale Zeitung berichtet, dass zwei maskierte Angreifer eine Yacht gegen 1:35 am Morgen überfallen und einen etwa 40 Jahre alten Deutschen getötet haben.  Ein weiterer Segler wurde verletzt, aber es ist noch nicht klar, wie schwer.

Premier-Minister nimmt Stellung

Der Premier-Minister Ralph Gonsalves hat in einer Radio-Ansprache Stellung zu dem Überfall genommen. Er habe sich mit weiteren Mitgliedern der Besatzung getroffen und im Namen seines Landes sein Mitgefühl ausgedrückt.

“Das ist ein schrecklicher Schandfleck auf unserem Land. Dieser kriminelle Akt der beiden maskierten Eindringlinge stört den Frieden der Menschen auf ihren Yachten und kostet Millionen. Denn wir verkaufen Frieden, Sicherheit und Erholung.”

Es seien Vorkehrungen getroffen worden, um die Personen und den verletzten Skipper nach Martinique auszufliegen. Von dort werden sie nach Frankreich und schließlich nach Deutschland reisen.

Kriminelle aus Übersee

“Unsere Bevölkerung ist nicht so in ihrer Gesamtheit. Aber es gibt Kriminelle. Und einige kommen aus Übersee, die den Frieden in unserem Land in diesem Fall mit Gewalt stören.” Die Küsten werden schon von der Küstenwache gesichert, “aber sie kann nicht überall sein”. Man habe schon jetzt in der Regierung entschieden, die Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken.

Es seien ja schon einige Anstrengungen unternommen worden um die Attraktivität des Landes für Touristen zu sichern und dadurch Jobs zu schaffen. Aber solche einzelnen Kriminellen, fügen dem Land großen Schaden zu. “Ich werde der deutschen Kanzlerin Angela Merkel schreiben, um meine Trauer auszudrücken über das Geschehene.”

Für solche Angriffe sind St. Vincent und die Grenadinen eigentlich nicht bekannt. Es ist 13 Jahre her, dass  bei dem Ort Barrouallie ein Verbrechen auf einer Yacht mit Todesfolge passierte.

In den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes heißt es allerdings, dass Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie in der Ostkaribik sporadisch vorkommen. “Dies gilt insbesondere für Ankerplätze an der Leeward-Seite (Westküste) der Insel St. Vincent.” Die gesamte Region habe eine Zunahme der Gewaltkriminalität zu verzeichnen. “Es wird daher grundsätzlich zu Vorsicht bei Spaziergängen in wenig belebten Vierteln bzw. Parks und Siedlungen sowie an Stränden, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, geraten.

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7 Kommentare zu „Überfall: Maskierte Männer töten deutschen Segler in der Karibik“

  1. avatar thomas sagt:

    Zum Glück ist es 13 Jahre her, dass ein Überfall mit tödlichem Ausgang passiert ist. Aber so sicher ist es dort auch nicht. Uns wurde 2015 2x etwas vom Schiff gestohlen, siehe auch hier https://mind-storm.de/dunkle_wolken_ueber_der_karibik/

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  2. avatar TK sagt:

    Oha…das ist mal ne Nummer. Wir waren vor 5 Wochen auch gerade da…haben uns aber nie unwohl gefühlt. Klar hat man ein Auge auf seine Sachen…aber sowas?
    Mein Beileid den Angehörigen.

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  3. avatar SK sagt:

    r.i.p longo

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

  4. avatar Wolfgang B. sagt:

    Am 27.2.16 haben wir über Nacht dort geankert. Den ganzen Tag schon fühlten wir ins durch die aufdringlichen Verkäufer sehr unwohl. In der Nacht wurde und dann das Ding geklaut und dabei die Sicherungskette abgewickelt.
    Aber sowas! Entzetzlich! Unser herzliches Beileid der Crew und den Familien.
    Wirklich sicher ist es dort nirgends mehr. Die Karibik hat dort schon lange ihre Unschuld verloren. Kein Wunder bei 35% Arbeitslosigkeit.

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  5. avatar Don Pietro sagt:

    Ich habe 10 Jahre, Jahr für Jahr mehrmals dort geankert und nur Freundlichkeit erfahren. Schade, dass so etwas passiert ist. meine aufrichtige Anteilnahme den Angehörigen gegenüber.

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  6. avatar werner sagt:

    Seit Jahren besuchen wir diese Bucht, es ist dort immer möglich das man bestohlen wird, selbst wenn man vorsichtig ist. Aber an ein solchen brutalen Akt hätten wir auch nie gedacht.
    Wir lagen in der Nacht des Angriffs in der Wallilabo an Tonis Mooring. zwischen uns und dem angegriffenem Schiff lag nur der Überrest von dem verrosteten Galgen. Wir haben von dem Überfall selbst nichts mitbekommen.Erst als der Rettungswagen und das Polizeiboot da waren und es draußen sehr laut wurde haben wir mitbekommen das irgendwas passiert sein muss.Wir haben aber nur Personen gesehen keine Uniformierte Polizisten
    .Die ganze Tragweite ist uns erst über die Nachrichten klar geworden.Wir sind von niemandem Ofiziellen in der Nacht oder am nächsten Morgen befragt worden ob wir etwas verdächtiges bemerkt haben.
    Es lagen während der Nacht 5 Schiffe in der Bay. Ein sechstes Boot welches Abends noch am verrosteten Anleger des alten Galgens lag ist abends gegen 21.30 Richtung Martinique mit einem total zugekifften Skipper rausgegangen, Dieser Skipper hatte Kontakte zu durchaus zwielichtigen Lokals und hat auch in telefonischem Kontakt mit diesen gestanden.Jeder der sich dort unten auskennt sagt sofort das bei solch einem brutalen Angriff mit Guns es ziemlich wahrscheinlich ist das Drogen im Spiel waren. Wir sind sehr betroffen und haben uns auch immer wieder gefragt warum ausgerechnet dieses Boot. Aufgrund unserer Beobachtungen sind wir zu dem Schluss gekommen das dieser Angriff vielleicht eine Verwechselung der Boote war.
    Meine aufrichtige Anteilnahme gilt den Angehörigen.

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  7. avatar Isi sagt:

    Wir haben ca. 2 Woche nach diesem vorfall in der Buch festgemacht. Es war schon ein mulmiges Gefühl, vorallem da nur noch 2 andere Boot in der Bucht lagen. Aber es war alles gut und ich würde auch jeder Zeit wieder dort hingehen!

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