Umweltschaden: Paul Allens Ankerkette schleift über Korallenriff

Unfall als der Wind drehte

Microsoft Mitgründer Paul Allen, einer der reichsten Menschen der Welt, soll mit seiner 92 Meter langen Mega Yacht “Tatoosh” ein karibisches Korallenriff schwer beschädigt haben.

Paul Allen Tatoosh

Die 92 Meter Yacht “Tatoosh” soll mit ihrer Ankerkette ein Korallenriff schwer beschädigt haben. © wiki

Offizielle des Umweltministeriums auf den Cayman Inseln haben den Amerikaner Paul Allen dafür verantwortlich gemacht, einen großen Schaden am heimischen Korallenriff verursacht zu haben. Auf 1300 Quadratmetern eines geschützten Gebiets sollen 80 Prozent des Riffs zerstört worden sein.

Der Cayman News Service (CNS) berichtet, dass die mehr als 90 Meter lange Ankerkette über den Boden geschrammt sein soll. Eine Untersuchung ist eingeleitet worden, um den Vorgang zu klären.

Paul Allen

Microsoft Mitgründer Paul Allen. © wiki

Ein Sprecher von Allen weist die Schuld für den Unfall zurück. Er sagt, dass die Crew der auf einen Wert von 160 Millionen Dollar geschätzten Yacht nur den Anweisungen der Hafenbehörden für einen Liegeplatz gefolgt seien. Als sich dann der Wind drehte, habe man das Schiff aus der Gefahrenzone bewegen müssen. Es ist nicht bekannt, ob Allen selber an Bord war.

Prinzipiell sind auf den Inseln für solche Vorfälle schweren Strafen vorgesehen. Aber in jüngster Zeit waren sie laut CNS nicht immer eingetrieben worden.

Paul Allens Name ist nicht nur mit Luxusyachten in Verbindung zu bringen. Er hatte auch seinen Auftritt in der Segelszene beim America’s Cup 2003. Damals finanzierte er teilweise das US-Syndikat One World mit, das vom Australier Peter Gilmour geskippert wurde.

Ben Ainslie sammelte bei dem Team aus Seattle seine ersten negativen Erfahrungen mit dem Cup. Und die Kampagne stand unter keinem guten Stern. Nach einem Spionage-Skandal wurde dem Team schon vor dem Start der Rennen ein Strafpunkt verpasst.

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