Unglück: Clipper-Race-Crew zeigt auf Video, wie sie mumifizierten deutschen Segler fanden

Gruseliger Moment

Die Crew der Clipper Race-Yacht LMAX-Exchange fand die treibende Yacht mit dem toten Deutschen Skipper an Bord bereits Ende Januar. Ein Segler mit Kamera schwamm hinüber…

Der Tod des Blauwasserseglers Manfred B. erschütterte die Langfahrt-Szene. Philippinische Fischer hatten ihn am 29.2. 2016 an Bord seiner Yacht „Sayo“ im Westlichen Pazifik gefunden. Doch Yacht und mumifizierte Leiche wurden bereits am 31. Januar von der Crew einer Yacht des Clipper Race gesichtet. (SR berichtete)

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Die “Sayo” war in erbärmlichem Zustand © LMAX Exchange

Wie die Organisatoren des Clipper Race und die Crew der LMAX Exchange heute in einem offiziellen Statement bekannt gaben, informierten sie die Behörden direkt im Anschluss an den grausigen Fund auf Hoher See. Die Crew gab der US Coast Guard in Guam und der Coast Guard in Falmouth genaue Angaben zur Ortung der treibenden „Sayo“ und erhielt die Erlaubnis, ihr Rennen wieder aufzunehmen.

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Die Crew der LMAX Exchange im Race-Modus © LMAX Exchange

Clipper Race Direktor Justin Taylor informierte die Deutsche Botschaft in London, die wiederum alle Angaben der LMAX-Crew an die deutschen Polizeibehörden und deutsche Küstenwache zur Identifizierung des Toten weitergab.

Weder die Crew der LMAX Exchange noch die Organisatoren des Clipper Race wollten aus Rücksicht auf die Angehörigen des Toten die Medien über ihren Fund informieren. Zudem wünschte der Segler, der an Bord der „Sayo“ gegangen war und den Toten am Kartentisch mumifiziert gefunden hatte, anonym zu bleiben.

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Ein mutiger Segler der Clipper Race-Crew schwimmt zum treibenden Wrack hinüber © LMAX Exchange

Zum Gruseln

Was jedoch alle Beteiligten beunruhigte war der Umstand, dass seitens der Behörden in Guam offenbar nichts unternommen wurde, um die Yacht „Sayo“ mit ihrem toten Skipper zu orten. Erst einen Monat später fanden philippinische Fischer das Schiff durch Zufall und informierten auch die lokalen Medien.

Der mutige Segler, der von der „LMAX Exchange“ auf Hoher See zur „Sayo“ schwamm und dort erstmals den grausigen Fund machte, dokumentierte die Aktion mit seiner Kamera, die er an einem Stirnband trug. Auch wenn in dem Video keine verstörenden Szenen zu sehen sind, so ist er doch gruselig von der ersten bis zur letzten Sekunde. Typischer Thrillereffekt: Es wird eigentlich nichts Schlimmes gezeigt, aber die Gedanken spinnen sich ihre eigenen Bilder…

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Ist wirklich alles okay? © LMAX Exchange

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Michael Kunst

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Ein Kommentar „Unglück: Clipper-Race-Crew zeigt auf Video, wie sie mumifizierten deutschen Segler fanden“

  1. avatar Christian1968 sagt:

    Ich schätze Segelreporter sehr, insbesondere die Beiträge von Michael Kunst, aber dieser hier ist meines Erachtens einfach überfüssig und effektheischend.

    Ich finde, ihr solltet auf solche Beiträge verzichten.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 14 Daumen runter 13

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