Unglück: Wie Drohnen bei der Sicherung von Schweröl und Chemikalien helfen können – havarierter Frachter vor Taiwan

Drohne über Wrack

Dass Drohnen bei der Schadens-Ermittlung und für die Einschätzung bedrohlicher Lagen den besseren Überblick bieten, zeigt dieses Video.

Das Unglück geschah bereits am 10. März. Die TS Taipei, ein Containerschiff Taiwanesischen TS-Lines, lief in einem Sturm mit Motorschaden unweit von New Teipei City/Taiwan auf eine Untiefe.

Alle 21 Crew-Mitglieder konnten mitten im Sturm in einer aufwändigen Rettungsaktion unversehrt abgeborgen werden. Dramatisch: bei einem letzten Kontrollflug über das Wrack stürzte ein Küstenwache-Helikopter ab – zwei Piloten kamen dabei ums leben.

Mehr als zehn Tage bearbeiteten Stürme und raue See das havarierte Schiff, bis es auseinander brach. Danach wurde ein mehrere Kilometer langer Küstenstrich mit Schweröl verseucht, aber auch hochgiftige Chemikalien, die das Containerschiff transportierte, gelangten offenbar ins Wasser.

Auf der Ladeliste der TS Taipei stehen u.a. 20 Tonnen Perchlorate (Salze der Perchlorsäure), 18 Tonnen Toluol (ähnlich Benzol), 11 Tonnen Farbe, 6 Tonnen Schmiermittel…

Die Reederei, Küstenwache und Umweltschützer setzten, sobald sich der Sturm gelegt hatte, hauptsächlich Drohnen ein, um die genaue Lage der hochgiftigen (verrutschten) Ladung festzustellen. Außerdem konnte das Ausmaß des Schadens an Bord besser eingeschätzt werden, so dass erste Bergungsmannschaften sicher an Bord des entzwei gebrochenen Frachters gelangen konnten.

Mehr als 100 von der Reederei angeheuerte Personen arbeiten derzeit an der Säuberung der Strände. Seit Kurzem hat sich die See so weit beruhigt, dass auslaufendes Öl von Spezialschiffen aufgenommen werden kann.

Noch liegt die Taipai zerbrochen auf der Untiefe und es besteht weiterhin die Gefahr einer noch größeren Umweltkatastrophe. In fünf Tagen will die Reederei mit der Bergung des Frachters beginnen. Auch die soll maßgeblich mit Hilfe von Drohnen-Aufnahmen koordiniert werden.

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