US Küstenwache: “Studie” über unnötige Rettungseinsätze sorgt für Aufregung

"Dauerkrieg gegen Vollidioten"

US Küstenwache, Studie, Idioten

US Coast Guard Rettungsschwimmer beim Training © Coast Guard

Eine Studie der US Coast Guard soll belegen, dass 83 Prozent aller Einsätze Personen gegolten haben, die aufgrund schierer Dummheit in ihre missliche Lage kamen.

Wie oft hat man sich angesichts mancher Berichte über Rettungseinsätze an den Küsten oder auf hoher See nicht schon gefragt, „wie bescheuert muss man eigentlich sein, um in solch eine Situation zu kommen?“

Diesem Thema hat sich die beliebte US Seite Duffel Blog angenommen. 83 Prozent aller Rettungseinsätze zwischen 1960 und 2014 Personen gegolten haben, die aufgrund Dummheit, Ignoranz und Besserwisserei in Not gerieten.

Die Daten werden vielfach im Netz zitiert, und nicht immer wird darauf hingewiesen, dass es sich um Satire handelt. Duffel Blog ist so etwas wie der deutsche “Postillon” und nimmt sich überwiegend militärischen Themen an.

Doch die Aussagen der Fake-Studie mögen so nahe an der Realität sein, dass ihr nur zu gerne geglaubt wird. Oft sind Rettungskräfte zu bedauern, wenn sie zum Einsatz ausrücken müssen, weil Freizeitskipper aus eigener Schuld, aus Unwissenheit und Dummheit in missliche Lagen kommen. Dass dabei die Rettungskräfte oft ihr eigenes Leben riskieren, wird meist allzu billigend in Kauf genommen.

Krieg gegen Vollidioten

US Küstenwache, Studie, Idioten

Retter im Einsatz © coast guard

Retter müssen retten, das ist ihre Aufgabe. Aber die Duffel Blog Autoren mögen hinter vorgehaltener Hand die wahren Gedanken erfahren haben und es in das Fake-Zitat  eines Offiziers gepackt haben. Darin heißt es: „Ich bin zur Küstenwache gewechselt, weil ich der Meinung war, dass dies der einzige militärische Service sei, der auch dann sinnvoll im Einsatz ist, wenn wir uns nicht im Krieg befinden. Mittlerweile habe ich begriffen, dass wir uns in einem Dauer-Krieg gegen Vollidioten auf ihren Booten befinden.“

Man kann diesen Beitrag als Aufforderung verstehen, sich umsichtig mit der Natur auseinander zu setzten. Aber möglicherweise gibt es wirklich einen Anstieg von Seenotfällen die durch Unachtsamkeit ausgelöst wurden. Denn die zunehmende Technisierung führt nicht nur zu einer tatsächlichen Verbesserung der Sicherheit, sondern verstärkt auch das Gefühl der Pseudo-Sicherheit auf dem Wasser. So trauen sich mehr Menschen trauen sich bei ungünstigen Bedingungen auf See.

Wie aktuell das Thema ist zeigt die Odyssee der beiden Amerikaner, die sich in den vergangenen Wochen schon neunmal haben retten lassen und das Sicherheitsnetz offenbar ungeniert nutzen. Robin Knox Johnston platzte schließlich der Kragen.

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Die US Coast Guard geht es wie allen Rettern weltweit. © us coast guard

 

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