Vermisster Katamaran: Leine gebrochen – Schiff erneut verschwunden

Unglücksyacht

Der Leopard 44 Unglückskatamaran, auf dem die dreiköpfige Besatzung das Leben verloren hat, konnte nicht gesichert werden. Es gibt immer noch viele offene Fragen.

Katamaran gekentert

Eine Bergungscrew versucht, den Unglückskat vom Typ Leopard 44 zu sichern.

Der 44 Fuß Katamaran der Charterfirma Sunsail macht seinem Ruf als Unglücksboot auch ein Jahr nach seiner Kenterung alle Ehre. So lange hatte die Familie nach dem Schiff gesucht, und sogar die Internet Community per Satellitenbildern nach Anzeichen über den Verbleib forschen lassen.

Nun wurde der Kat endlich gefunden. Aber bevor genauere Untersuchungen zu den möglichen Ursachen des Ungücks beginnen konnten, riss sich das Schiff bei Südafrika auf der Höhe von Port Elizabeth von der Schleppverbindung los.

Schweres Wetter ließen weitere Maßnahmen nicht zu. Und als das Wrack per Flugzeug gesucht wurde, war es nicht mehr aufzufinden.

Die Familie besteht dennoch auf einer Untersuchung. In einem gemeinsamen Statement betonen die Angehörigen, dass sie nicht nur Antworten auf die Frage finden wollen, was wirklich passierte. Es geht ihnen auch darum, die Bedingungen für professionelle Segler wie die drei Männer von der Überführungscrew zu verbessern. Offenbar sind sie nicht mit der Gesetzeslage und den fehlenden Sicherheitsanforderungen einverstanden, die dem Job für bezahlte Segler bei einer Überführung zugrunde liegt.

Derweil brandet wieder die Diskussion auf über die Sicherheit von Katamaranen. Auf der boot in Düsseldorf waren viele Multihulls vertreten. Gerade die großen Plattformen werden gerne als Urlaubsboote in warmen Gefilden gebucht. Kats liegen im Trend.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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