Video Fundstück: Achtjähriges Mädchen erzählt von Weltumseglung mit den Eltern

Die Segelwelt der kleinen Aurora

Aurora Ulani from Christine Schmitthenner on Vimeo.

Einfühlsam gefilmt, verschafft dieses Video tiefe Einblicke in das Leben einer weltumsegelnden Familie. Dabei werden noch nicht mal Segel gesetzt – Aurora berichtet viel anschaulicher als jedes Action-Vid!

Sie ist erst acht Jahre jung und hat gemeinsam mit ihren Eltern auf einem Fahrtenkatamaran bereits die Welt umsegelt. Vater Holger ist Deutscher, Mutter Gloria Taiwanesin und entsprechend polyglott wächst Aurora auf dem Katamaran „Dharma Bum III“ (Heimathafen: Flensburg) auf: Mit dem Vater schnackt sie Deutsch, mit der Mutter Chinesisch und mit dem Rest der Menschheit Englisch. Alles fließend, selbstredend.

So lange sie sich zurück erinnern kann, ist Aurora unterwegs. Und lernt die Welt von einer anderen Seite kennen. Zwischen den Abenteuern an Land liegen die Wunderwelten der See. Vor neuen Freundschaften mit anderen Kindern gibt es lange Passagen der Innigkeit mit den Eltern.

Weltumseglung, Familie

Aurora – nachdenklich, mit der Weisheit der Kinder gesegnet © schmitthenner

Als die Drei nach sechsjähriger Weltumseglung wieder in ihrem Ausgangshafen Chaguaramas/Trinidad ankommen, treffen sie auf Christine Schmitthenner, die mit ihrem Partner Alwin ebenfalls auf einem Fahrtenkatamaran „Pearl“ um die Welt schippert.

Christine Schmitthenner ist Filmemacherin und erkennt sogleich das erzählerische Talent der kleinen Aurora und die ruhige, durchweg natürliche Art ihrer Eltern. Die wiederum befinden sich während des Drehs gerade in einer Art Entscheidungsphase – was tun nach solch einem abenteuerlichen und erfüllten Leben an Bord? Zurück nach Deutschland? Oder gleich nach Taiwan?

Also filmt Schmitthenner das Portrait der kleinen Aurora und integriert kurze Kommentare der Eltern. Alles vor Anker, mitten im Bordalltag mit Wäschewaschen, Schulaufgaben und Einkaufen– ohne romantisches Segeln in den Sonnenuntergang oder dramatische Wellenritte bei acht Beaufort.

Ein ruhiges, einfühlsames Video, das schlicht glücklich macht beim Anschauen und jeden mitnimmt in eine andere Welt, die vielleicht gar nicht so weit entfernt ist…

Prädikat: Ein „Muss“ für alle, die ahnen, dass es hinterm Horizont weitergeht…

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Michael Kunst

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4 Kommentare zu „Video Fundstück: Achtjähriges Mädchen erzählt von Weltumseglung mit den Eltern“

  1. avatar Heinrich sagt:

    Tolles Video! Vielen Dank!!!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 3

  2. avatar Backe sagt:

    Ja, tolle Bilder … aber irgendwie auch einen Touch traurig.
    Und ab Minute 12 (ca.) wird dann auch erklärt, was es ist, das da irgendwie nicht stimmt: Das Mädchen hat keine Freunde. Und wenn es mal andere Kinder trifft, dann trennen sich die Wege bald wieder. Beide Eltern sagen an einer Stelle: “I kind of feel sad for her” oder “she was sitting alone and was very sad” …
    Da können die Eltern noch so fürsorglich sein, und die mehrsprachige Erziehung, der gelebte Erdkundeunterricht und die Schulstunden durch die Eltern noch so lehrreich – in mir schnürt sich da doch irgendwas zusammen …

    Als wir unsere zweite Mittelmeer-Tour gemacht haben (die “nur” ein halbes Jahr gedauert hat), haben wir mit unserer damals 4-jährigen älteren Tochter zweimal zwei Wochen “Heimat-Urlaub” gemacht – weil wir unterwegs einfach kaum andere Schiffe mit Kindern getroffen haben.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 17 Daumen runter 3

  3. avatar Heini sagt:

    Natürlich ist sie traurig, wenn sich die Wege wieder trennen. Aber wer/welches Kind das nicht auch hier/zuhause? Besser in Deutschland in der Mietskaserne leben, Schule, Ausbildung, 45 Jahre Maloche für nichts und wieder nichts? Das Kind ist wohl eher beneidens- denn bemitleidenswert.

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  4. Mein neuer Segel-Dokumentarfilm

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