Vollgas Zweikampf: Neigekieler “Black Maggy” gegen Trimaran “Dreebeen” vor Hooksiel

Ungleiches Duell

Der 32 Fuß Neigekieler “Black Maggy” duelliert sich auf der Zielgeraden der Horumregatta 2014 eindrucksvoll mit einem Dragonfly.

Black Maggy

Start zur Rekordfahrt nach Helgoland. © Spezialbootsbau

SR Leser Wolfram Heibeck aus Hooksiel schreibt: “Ich habe hier mal ein Segelvideo von der Horumregatta 2014 an der Jade. Das Video entstand auf der Zielgeraden beim Matchrace zwischen dem extrem modifizierten Dragonfly 800 ‘Dreebeen’ von Henning Gerken und unserer ‘Black Maggy’. Am Ende liegen wir hinten,  weil wir den Gennaker später nicht mehr halten können und abschmieren.

Die Horumregatta ist eine Traditionsveranstaltung des SKHS (Segelkameradschaft Horumersiel) Sie wird alljährlich 2 Wochen nach Pfingsten von Horumersiel aus auf der Außenjade und der deutschen Bucht ausgetragen. Als täglicher Leser von SegelReporter würde ich mich über so ein Video freuen.”

Das tun wir auch 🙂

Open 32 „Black Maggy“

Wolfram Heibeck 2012 hat in seiner eigenen Werft Spezialbbotsbau sein persönliches Traumschiff realisiert . Dabei handelt es sich um ein modernes Offshore-Segelboot, gebaut aus Compositmaterialien wie Carbon, Kevlar, E-Glasfaser, Holzfurnier und verarbeitet mit Epoxidharz im Vakuumverfahren. Besonders innovativ ist der erste an zwei Achsen aufgehängte, 2,9 Meter tiefgehenden 750 Kilo schwere Neigekiel. An der einen Achse kann er bis zu 45 Grad nach Luv geschwenkt werden.

Die zweite Achse dient zur Verringerung des Tiefgangs. In Häfen kann die Flosse nach hinten unter den Rumpf geklappt werden und der Tiefgang auf 0,9 Meter verringert werden. Die Segelfläche am Wind beträgt 69 Quadratmeter dabei ist„Black Maggy“ etwa 50 Prozent leichter als eine konventionelle Serienyacht. Dadurch kann das Boot sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen. 2012 brach sie den Rekord auf der Strecke Hamburg – Helgoland.

Black Maggy auf Rekordfahrt vor Helgoland © spezialbootsbau

Black Maggy auf Rekordfahrt vor Helgoland © spezialbootsbau

Alles eine Frage des Blickwinkels: von hinten sieht sie richtig gefährlich aus, die Maggy © spezialbootsbau

Alles eine Frage des Blickwinkels: von hinten sieht sie richtig gefährlich aus, die Maggy © spezialbootsbau

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8 Kommentare zu „Vollgas Zweikampf: Neigekieler “Black Maggy” gegen Trimaran “Dreebeen” vor Hooksiel“

  1. avatar WB sagt:

    Schönes Ding … das prima zeigt wie einfach ein Tri schnell zu segeln ist. Obwohl die Dreebeen stark modifiziert ist, so bleibt die Basis doch ein 26′ Boot, das zudem mindestens 27 Jahre alt ist.

    Die gerade neu vorgestellte DF 25 (siehe Interview von Carsten mit Jens Quorning auf der BOOT und unter http://dragonfly.dk/news-and-events/current-news/dragonfly-25-sea-trial-.aspx) dürfte wohl Kringel um sie fahren.

    Mit kaum einem Schiff kann man wohl annähernd entspannt Schnellsegeln und Express-Cruisen.

    Chapeau !!

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    • avatar Piet sagt:

      Super video.
      Die Dragonfly 25 wird definitiv unser nächstest Boot. 😀

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  2. avatar Backe sagt:

    Da schockt mich die Maggie mehr an!
    Es geht doch nichts über eine gepflegte Tasse Adrenalin ;.)

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 5

    • avatar Sven 14Footer sagt:

      Joh, auf nem Einrumpfer so schnell ist einfach toll!

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      • avatar WB sagt:

        Auf nem Tri is toller .. is halt als wänne fliegs 😉

        Aber im Ernst – der Dragonfly 800 ist 6 Fuß kürzer, hat sicherlich nur einen Bruchteil gekostet und die Leistung kann auch von Durchschnittsseglern mit mäßigem Einsatz und Können abgerufen werden (In dem Video segelt der Tri total kontrolliert unter Normalbesegelung, während die Black Maggy unter Gennaker im ‚Survival Mode’ versucht den Speed zu halten). Da wo es mal bei Regatten zu einem der seltenen Leistungsvergleiche zu Monos kommt, lassen sie alles stehen. Bei gemischten Regatten in Dänemark, England, Holland etc., sind sie immer weit vorne, Dabei sind es problemlose, oft trailerbare Fahrtenboote. Der neue Dragonfly 25 Sport wird vermutlich der erste Tri dieser Werft sein, der etwas anspruchsvoller zu segeln sein wird.

        Für mich gehört diesen Bootskonzepten die Zukunft, wenn es um (noch) bezahlbares, bewohnbares Schnellsegeln bei max. Unabhängigkeit geht !!!

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        • avatar Schlaufuxx sagt:

          Naja,
          es war halt genügend Druck, dass der Tri Tiefe saugen konnte.
          Lass mal 6 kn weniger sein und der Tri fährt 20° höher als der Mono.
          Was mich wirklich wundert ist der Gennaker vom Mono.
          2m offen in der Tackline, 2m im Fall, rund ohne Ende, dass Ding kann man nicht bei Druck und Welle fahren.
          Man sieht einmal ganz kurz, wie der Mono (quasi unkontrolliert 5kn beschleunigt),
          wenn der Segelmacher das Teil flacher und auf die Maße geschnitzt hätte, wären da 5kn Durchschnitt mehr drin.
          Wenn der Ofen in in einer Bö anzieht ist man halt bei 70°-80° AWA.
          Das kann mit dem Büdel und den losen Strippen nicht klappen.
          Keine Ahnung was der Segelmacher da geplant hat….
          Für mich sieht der Gennaker eher nach ner 170° TWA Sturmtüte aus.
          Und das ist kompletter quatsch.
          Man sollt dem Dude nochmal die Geschichte mit dem AWA erklären.

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          • avatar Wolfram Heibeck sagt:

            Ja, schade war´s. Das Spifall war bis zu dem Tage noch 2:1 und hatte sicht trotz Wirbel komplett verdreht. Es ging unter Druck keinen cm höher!
            Der Sturmgennaker ist , wenn man ihn richtig setzt ein Traum und schön flach! Da kann der Segelmacher nix für.
            Nun haben wir´s umgebaut

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          • avatar Super-Spät-Segler sagt:

            > Lass mal 6 kn weniger sein und der Tri fährt 20° höher als der Mono.

            Und dann zieht er selbst den Genni, fällt 10° ab und läuft dem Mono trotzdem weg 😉

            Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 1

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