Herausgeber Herbert Grabufke in eigener Sache

„Von den Mobo-Hackfressen habe ich die Schnauze gestrichen voll!“

SR-Herausgeber Herbert Grabufke

Moin, Moin, normalerweise ist ein Editorial der Ort, an dem gute Nachrichten in eigener Sache verbreitet werden. Wir bei Segelreporter.com wollen aber nicht nur die übliche Selbstbeweihräucherung betreiben, sondern unsere Leser auch an unseren Niederlagen teilhaben lassen.

Ein solcher Fall ist mein Besuch beim Spandauer Motoryachtclub. Wie ich an dieser Stelle vor einiger Zeit schrieb, habe ich mir die Verbesserung des Verhältnisses von Motorbootfahrern und Seglern auf die Fahnen geschrieben. Unter diesen Vorzeichen habe ich beim genannten Club einen Vortrag mit dem Titel „Miteinander statt gegeneinander“ gehalten.

Der Vortrag war gut besucht und als die Rede am Ende mit stehenden Ovationen und Bravorufen bedacht wurde, war ich mir sicher, der Verständigung zwischen Motorbootfahrern und Seglern einen wertvollen Dienst erwiesen zu haben. Nun war ich an diesem Abend in Begleitung des Kollegen Röttgering, der leider seinen Hang zur Provokation nicht im Zaum halten konnte. So rief er mir in die nach dem Applaus einsetzende Stille durch den Saal zu: „Von den Mobo-Hackfressen habe ich die Schnauze gestrichen voll!“.

Die Chronologie der dann folgenden Ereignisse wird sich wohl nie mehr rekonstruieren lassen. Jedenfalls reagierten die Clubmitglieder mehr als unangemessen auf diesen an sich harmlosen Zwischenruf. Röttgering wurde von einem Pokal am Hinterkopf getroffen und fand sich im Schwitzkasten des Kassenwartes wieder.

Vor mir bauten sich einige Mitglieder der Jugendabteilung  drohend auf  und es wäre sicher noch Schlimmeres passiert, wenn ich nicht geistesgegenwärtig die Frau des Vorsitzenden als Geisel genommen hätte. Mit solchen Maßnahmen hatte ich schon anno 42 das Partisanenunwesen in der Gegend von Minsk erfolgreich eindämmen können. Im Verhandlungswege konnte ich dann die dralle Blondine gegen Röttgering und die Zusicherung freien Geleits eintauschen.

Dieser Vorfall zeigt auf anschauliche Weise, wie tief die Gräben zwischen Motorbootfahrern  und Segelsportlern sind, und dass es nur eines Funkens bedarf, um alte Gräben wieder aufzureißen. Auch wenn mir der Zeitgeist diktiert, jeder Verirrung voller Toleranz gegenüber zu stehen, muss ich bekennen, an meine Grenzen gestoßen zu sein. Ich lege mein Amt als Motorbootbeauftragter bei Segelreporter.com nieder. Das muss ich mir in meinem Alter nun wirklich nicht antun.

Ihr Herbert Grabufke (Herausgeber)

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Carsten Kemmling

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19 Kommentare zu „Herausgeber Herbert Grabufke in eigener Sache“

  1. avatar Hans Georg Will sagt:

    Was sind “Mobo-Hackfressen” ? Wer erklärt mir diesen Ausdruck. Dank dafür schon jetzt.

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    • avatar Carsten sagt:

      (ck) mobo steht für motorboot und hackfresse dürfte als beleidigung gemeint sein. ich denke, der autor will seine abneigung gegen die zunft der des segelns unkundigen PS-Protzer zum ausdruck bringen.

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  2. avatar Jörg sagt:

    Das war jetzt aber Satire, oder sind die wirklich so drauf?

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    • avatar Carsten sagt:

      (ck) stimmt, unser herausgeber ist ziemlich hart drauf, er ist bekannt für klare worte. am wahrheitsgehalt seiner erlebnisse zweifle ich sehr selten. nur manchmal… 🙂

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  3. avatar Reinhard sagt:

    Klasse!!!

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  4. avatar Jörg sagt:

    Scheinen die Spritdämpfe zu sein. Der Mobo-Verein liegt auf meinem täglichen Arbeitsweg. Muss ich mir Sorgen machen???

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  5. avatar Carlo Backhausen sagt:

    Um die Berichterstattung aus der Segel-Peripherie mache ich mir keine Sorgen. Herbert Grabufke, der als Herausgeber des “Segel-Reporter” mit dem Editorial schon mal die Duftmarke setzte, hat mit Uwe Röttgering einen kongenialen Autor im Boot, der neben seiner Segel-Kunst ein untrügliches Gespür für den Tropfen hat, der auch ein halb volles Fass zum Überlaufen bringt. Lass jucken, Kumpel !
    Carlo Backhausen

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  6. avatar Ralf Hackbarth sagt:

    Sich mit den Greultaten um Minsk zu brüsten ist wohl noch deutlich weniger Zielführend als die provokante Aussage des ansonsten sehr geschätzten Herrn Röttgering.
    Auch sind einige Aussagen in dem Lidl-Boot-Text wohl eher als Menschenverachtend einzustufen!
    Wenn Herr Grabufke, vermutlich aus gutem Grund, Unterschlupf in Paraguay sucht, sollte er zumindest dort einfach mal die Luft anhalten.

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  7. avatar Christian van Rey sagt:

    Hallo Herr Kemmling, ich rate Ihnen dringenst sich von solchen menschenverachtenden Aussagen, wie sie dieser sogemnannte Herausgeber, der – falls er überhaupt existiert – sich der Gerechtigkeit durch Flucht nach Paraguay entzieht, öffentlich zu distanzieren. Eine solche posthume Verhöhnung der Opfer von Minsk kann keinesfalls geduldet werden. Und schon gar nicht unter dem Deckmäntelchen einer “Seglerseite”!

    Damit disqualifizieren nicht nur Sie sich selber, sondern diskrditieren auch Ihre schreibenden Kollegen, deren Ausführungen ich als Segler i.d.R. sehr schätze.

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  8. avatar Herbert Grabufke sagt:

    Werter Segelkamerad van Rey,

    ich kann Ihnen versichern, dass damals in Minsk niemandem von mir ein Haar gekrümmt wurde. Zumindest nicht mehr, als unbedingt zum Erhalt der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlich war. Im Jahr 1953 hat sich ein gewisser Igor Smirnow aus Kletsk sogar bei mir für die anständige Behandlung damals schriftlich bedankt! Von “Opfern” und deren Verhöhnung kann also gar keine Rede sein.
    Zudem halte ich das Wort “Flucht” für nicht angemessen. Ich sehe meinen Aufenhalt hier eher als eine durch juristische Unwägbarkeiten hervorgerufene Urlaubsverlängerung.

    Ihr Herbert Grabufke

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  9. avatar Murter sagt:

    Auch wenn “Herr Grabufke” nur eine fiktive Person ist die real gar nicht existiert, so halte ich diesen Sketch oder Parodie, welche Bezug auf die Untaten der SS in Weißrussland nimmt, für äußerst geschmacklos und hat bei den Segel Reportern nichts verloren!!!

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  10. avatar Gnade der späten Geburt sagt:

    Ich würde mich einfach mal locker machen… Dieses moralinsaure Aufheulen, wenn es um die deutsche Vergangenheit geht, nervt.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  11. avatar Christian van Rey sagt:

    Verbreitet ihr mal schön eure Nazi-Parolen weiter…und das auch noch unter Pseudonym. Wie feige ist das denn….

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  12. avatar Christian van Rey sagt:

    Zur Kenntnisnahme erlaube ich mir § 130 Abs. 3 StGB zu zitieren:

    “(3) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost”

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  13. avatar Uwe sagt:

    Lieber Herr van Rey,

    ich möchte Ihnen vorschlagen, die Kirche im Dorf zu lassen. Zur Lektüre kann ich Ihnen diesen Artikel hier empfehlen: http://de.wikipedia.org/wiki/Satire
    Anschließend können Sie einen Selbstversuch bei Youtube unter http://www.youtube.com/watch?v=Q9YRbIjrF88 wagen.
    Und wenn Sie dann noch Zeit haben, schauen Sie mal auf diese lesenswerten Gedanken zum § 130 StGB: http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/10/16/volksverhetzung-wird-alltagstauglich/

    MfG

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  14. avatar Ralf Hackbarth sagt:

    Satire ist eine feine Sache !

    Allerdings gehört sie in Schmidt / Pocher und ähnliche Sendungen.
    Ob Segelreporter.com sich wirklich als Satireplattform eignet und begreift, wage ich zu bezweifeln.
    Wenn man allerdings hier zukünftig nicht mehr ernst genommen werden möchte dann nur weiter so.

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  15. avatar Hans Malinowski sagt:

    Sehr geehrter Herr van Rey,
    sehr geehrter Herr Hackbarth,
    sehr geehrter Herr Murter,

    Ihr scharfer Intellekt hat erkannt, das Herr Grabufke als anerkannter Satiriker und Zyniker wegen seiner “menschenverachtenden Aussagen” in einer Segelzeitschrift (nur?) fehl am Platze ist! Dies paßt besser zu – ja wohin? – Hier fehlt eine Gesetz, Verordnung, Durchführungsverordnung zur Regelung schreibwütiger Satiriker, oder besser: EIN KNÜPPEL und sei er aus Balsaholz! – (Oder Ungarns aktuelle Gesetzgebung, ein “Vorbild” der Pressefreiheit und Meinungsvielfalt, übernehmen!) – Wo darf ein Schreiber / Journalist Texte veröffentlichen, wenn die so einfach jeder lesen kann und darf und den bissigen Humor nicht versteht. Herr Grabufke sollte seine Texte erläutern, so mit Fußzeilen, für die anderen mit vielen Fußzeilen… Es gäbe auch die Möglichkeit des Lesers, diese Texte einfach nicht zu lesen, man muß ja nicht! Man könnte sich schmeicheln und sich tolerant nennen, nicht nur gegegenüber sich selbst sondern auch noch gegenüber Anderen. Auf alle Fälle sollten Texte nur kommentiert werden, wenn man sie auch voll inhaltlich im Zusammenhang verstanden, schlichtweg die soziale Kompetenz hat. Kompetent glauben die Herren auf alle Fälle zu sein, was an Ihren Einlassungen erkennbar ist. Daher danke ich Ihnen als hoffentlich genügend aufrechter Bürger, belehrt, informiert von den Vorbildern und Idealen unseres Staates und Gesellschaft für die moralische, sittliche, juristische und historische Klarstellung. Ich bin jedoch entrüstet, das Sie keine Stellung nehmen zu dem verwerflichen, strafrechtlich relevanten Handeln gegenüber einer armen Frau, auch oder weil Sie blond und drall war. Geiselnahme! Freiheitsberaubung! Vorsätzlich eine wehrlose Person weiblichen Geschlechts, dem Aussehen des Täters nach zu urteilen, möglicherweise lustgesteuert da als drall bezeichnet, als Geisel genommen. Mir fehlen die von Ihnen fehlenden Worte, obwohl diese strafrechtlich bewehrte Handlung(en) mit Freiheitsentzug geahndet werden und im vorliegenden Text nahezu verharmlos werden. Sie, gerade Sie müssen doch diese Schandtaten erkannt haben – und schweigen dazu. Ich kann mir nicht vorstellen, das Ihr historisches Feingefühl und Rechtsempfinden gegenüber dem weiblichen Geschlecht weniger ausgeprägt ist. Auch die vorsätzliche Körperverletzung an dem Organ der Presse, das offensichtlich nur vom Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch gemacht hat und dabei vom Grundgesetz geschützt wird, wird von Ihnen ignoriert und nicht kommentiert. Dieser Treffer war mutwillig und zielgerichtet. Hatte der Werfer doch erkannt, das er das Zentrum des Denkers, dem Sitz der Sinne und des Verstandes und des Humors treffen müsse, um eine schädigende Wirkung zu erzielen. Offensichtlich hatte er nicht den Verdacht, daß der Verstand bei Herrn Röttgering im Arsch sitzt, wo er bei manchen, weil verrutscht, zu finden sein soll, sonst hätte er ihn in den selbigen getreten, was sich durchaus hätte strafmildernd auswirken können. Die restlichen Straftatbestände erspare ich uns Allen. Ob der “Herausgeber” so einfach sein Amt als Motorbootbeauftragter bei Segelreporter.com aufgeben kann und darf bitte ich zu überprüfen. Als erfahrener und wohl auch flinkes, gestähltes (Kein Hinweis auf Kruppstahl o.ä.) Redaktionsmitglied möchte ich nicht auf weitere Ergebnisse seiner Arbeit verzichten und insbesonders hier zur Kenntnis nehmen! – Möge der “Herausgeber Herr Grabufke”, obwohl sehr alt aussehend und vom Leben gezeichnet geistig noch ausgesprochen jung seiend, seinen jungen Geist weiterhin auf diese Seiten abfüllen und dem allgemeinen Genuß zumindest meinem zur Verfügung stellen. – Und für die Puritaner, man muß ja diese Kodderschnauze nicht lesen.

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  16. avatar Christian van Rey sagt:

    Sehr geehrter Herr Malinowski,

    zunächst mal begehen Sie den kleinen, aber entscheidenden Fehler – um nicht von entlarvend zu sprechen – den Herrn Grabufke und seine Meinungen als “allgemein anerkannt” darsztellen zu wollen. Ferner sind auch Sie Mitglied dieser Redaktion.

    Ihre Finte, auf den untergeordneten Bestand der Geiselnahme zu konzentrieren, um vom eigentlichen Thema abzulenken, sei als solche hingenommen, ändert aber nichts an der Tatsache, daß hier nationalsozialistisches Gedankengut verbreitet wird – insbesondere “Grabufkes” Einlassung auf meinen Kommentar spricht da für sich.

    Wenn, Herr Kemmling, der Beitrag des Herrn Malinowski das Ergebnis der von Ihnen in Ihrer Mail erwähnten “intensiven Beratung” ist, haben Sie offensichtlich das Problem noch nicht erkannt, welches Ihnen und Ihren sogenannten “Segelreportern” hier dadurch entstanden ist, daß Sie die Naziparolen des Herrn Grabufke in dieser Form unwidersprochen gelassen haben.

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  17. avatar Langen sagt:

    @ Christian van Rey:

    Die Leser Ihrer Zeilen haben jetzt verstanden, dass Sie mit Satire nichts anfangen können. “Entlarvt” haben Sie sich nur selber.

    Wenn Sie das, was Sie schreiben, “Ernst” meinen (ich bin mir da nicht so sicher, ggf. übersehe ich die Satire in Ihren Beiträgen), dann erstatten Sie doch einfach Strafanzeige. Aus Gründen der Arbeitserleichterung sollten Sie aber die Verantwortlichen zB der TAZ oder der Titanic gleich mit anzeigen, wenn schon, denn schon. Auch in deren Veröffentlichungen gibt es Inhalte, na, die gehen aber doch mal so gar nicht.

    Ansonsten: Bzgl. der Favela 45 spricht doch für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Europas, dass der früher gern eingesetzte vier- bis sechspolige Wassermotor offenabr weiter entwickelt wurde.

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