Trauriger Anblick: Polnisches Schulschiff “Frederyk Chopin” verliert Rigg

Wenig Gutes kommt von oben

Riggsalat auf der "Frederyk Chopin". Beide Masten kamen von oben. © Frederyk Chopin

Das polnische Segelschulschiff “Fryderyk Chopin” hat südwestlich der Scilly-Inseln im Atlantik seine beiden Masten verloren. Bei neun Windstärken soll laut Aussage des Kapitäns eine besonders heftigen Böe in Orkanstärke für die Havarie verantwortlich sein.

Nachdem die Polen einen Hilferuf abgesetzt hatten wurden sie von der britischen Küstenwache in die Bucht von Falmouth geschleppt. Die 47 Besatzungsmitglieder wurden nicht verletzt. Insgesamt 36 Seekadetten zwischen 14 und 16 Jahren waren an Bord.

Trauriges Bild. Nach der Havarie und dem Schlepp steht nur noch ein Teil des Riggs. © Frederyk Chopin

Das Online Portal esys.org schreibt: “Ein Mitglied der Stammcrew sagte, es sei eine schreckliche Erfahrung gewesen. Es habe mit dem Vormast begonnen. Gehalten durch das Rigg sei der Mast langsam und stückweise gestürzt. Danach wurde im Dunkel der Nacht bis zur Erschöpfung daran gearbeitet, alle beweglichen und gebrochenen Teile am Maststumpf zu befestigen, während das Schiff schwer in der stürmischen See arbeitete.

Die Nahaufnahme zeigt die Gefahren eines Mastbruchs. Die gebrochenen Rigg-Teile können in der Welle den Rumpf beschädigen. © Frederyk Chopin

Der Vormann des RNLI-Bootes “St Mary2, das 20 Stunden an der Seite des Havaristen verbrachte, bestätigte, dass er das Schiff schwer in der hohen Dünung rollend mit dem ganzen Rigg über die Seite hängend antraf, als er es nach einem fünfeinhalbstündigen Ritt bei 9 Bf erreicht hatte.

Das 55 Meter lange Schulschiff wird von der Küstenwache auf den Haken genommen und nach Falmouth geschleppt. © Frederyk Chopin

Es sei eine schwierige Entscheidung gewesen, niemanden abzubergen, doch die Leute seien auf dem Segler sicherer gewesen. Die “St. Mary” blieb vor Ort, bis der Schlepper “Independence” von Alderney kommend eintraf und das mit Freiwilligen besetzte Rettungsboot entlassen werden konnte.

Noch im Sommer hatte der 55 Meter lange Zweimaster dem Rostocker Stadthafen einen Besuch abgestattet.

info: handbreit Blog

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Carsten Kemmling

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