Wetterphänomen: Hohe Flutwelle am Strand von Holland

"Ein Tsunami"

 

Zwischen Zandvoort und Katwijk an der niederländischen Nordseeküste ist eine meterhohe Flutwelle auf den Strand getroffen. Dahinter steckt ein meteorologisches Phänomen.

“Ein Tsunami”, sagt der holländische Urlauber immer wieder, als er die Welle filmt, die den Strand der niederländischen Westküste überflutet. Über zwei Meter hoch schlägt sie an Land auf und reißt Liegen, Strandkörbe und Boote mit.

 

Wie kann so etwas passieren? Warum haben sich die Wassermassen aufgetürmt?

Es handelt sich um ein Wetter-Phänomen dass die Meteorologen “Meteo-Tsunami” nennen. In Deutschland wird es mit dem Namen “Seebär” beschrieben. Allerdings soll die Wellenhöhe dabei nicht mehr als ein Meter betragen.

 

 

Ursache ist einen plötzlichen Luftdruck-Abfall und eine scharfe Böenlinie vor einer Gewitterfront. In Holland kam eine Inversionslage dazu, bei der die Luft in den unteren Schichten kühler als oben ist.

Offenbar übertragen sich die Schwingungen der Atmosphäre auf die Wasseroberfläche. In Holland ist das Phänomen zuletzt 2004 und 2006 dokumentiert worden. Es tritt eher auf, wenn die Nordsee noch abgekühlt ist. 2004 war Lemmer am IJsselmeer betroffen.

Auf den Balearen ist es unter dem Namen Rissaga bekannt und hat 2006 große Zerstörungen hervorgerufen. In Japan soll sich 2011 die Welle 4,8 Meter aufgetürmt haben und hinter einem mysteriöser Tsunami an der US-Ostküste 2013 wird ebenfalls diese Wetter-Kapriole vermutet.

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