Yacht Visionen: Türkischer Designer zeichnet 55-Meter-Superyacht mit Dyna-Rigg

Wie ein Albatross

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Vision mit Dyna-Rigg: Die erste “Cauta” soll bald schon auf Kiel gelegt werden © Bozca

Timur Bozca gilt als einer der weltweit talentiertesten Yacht-Designer. Seine „Cauta“ soll nichts Geringeres als eine neue Superyacht-Ära einläuten.

Angeblich ließ sich der türkische Designer von einem Albatross im Flug inspirieren, als er die „Cauta“ zu Papier respektive in den Computer brachte. Für den Entwurf wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet – jetzt wird gemeldet, dass man offenbar einen ernsthaften Interessenten für die 55 Meter lange Superyacht gefunden hat.

Aus seglerischer Sicht ist an dem Projekt besonders interessant, dass die Yacht dank Karbon-Rumpf, -Deck und –Aufbauten extrem leicht werden soll und speziell für lange Übersee-Fahrten konzipiert wurde. Mit einem Dyna-Rigg-System an zwei frei drehbaren Masten übernimmt Bozca die u.a. auf der berühmten „Maltese Falcon“ erprobte und mittlerweile durchaus ausgereifte „Riggtechnik der Zukunft“, die auch in der ökologisch ausgerichteten Berufsschifffahrt zum Einsatz kommen soll.

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Großzügige, minimalistisch eingerichtete Räume mit Blick in die Unterwasserwelt. Warum allerdings ausgerechnet Hörner über dem Bett hängen, weiß der Deibi. © bozca

Ausschlaggebend für den Designer war allerdings, dass sich die „Cauta“-Superyacht mit dem Dyna-Rigg von einer Person beherrschen lässt – zumindest verspricht Bozca dies auf seiner Website.

Fünf Segel pro Mast sollen mittels elektrischer Hilfe auf Knopfdruck gesetzt oder gerefft werden können. So sei es möglich, dass die Superyacht „den Atlantik in sehr kurzer Zeit überqueren kann“, während die „Passagiere in ihren luxuriösen Kabinen und Salons“ standesgemäß ihren Hochseetörn genießen.

Minimalistischer Luxus

Betrachtet man nun die Prämisse „Gewicht sparen“, muss der Luxus im gewissen Sinne zurückhaltend und minimalistisch eingebaut werden. Der türkische Designer beschränkt sich folgerichtig auf außergewöhnliche Formen in den Salons, Kabinen und Speiseräumen und unterstreicht seine Kreativität mit cleveren Lichtinstallationen. Wie bereits in vielen anderen Superyachten der letzten Jahre, wird auch auf der „Cauta“ der Blick unter die Wasseroberfläche möglich sein. In nahezu allen Wohnbereichen sorgen schmale Sichtschlitze für den richtigen Durchblick… und für interessante Farbenspiele, je nach dem in welchen Gewässern sich die Yacht gerade herumtreibt.

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Albatross im Flug nachvollziehbar? © bozca

Seine Auszeichnungen für das Projekt „Cauta“ erhielt Timur Bozca jedoch hauptsächlich wegen der außergewöhnlichen Formgebung im Bereich des Rumpfes und der Decksaufbauten.

Die eher schlanke, lang gezogene Form erhielt viel Zuspruch, ebenso die elegant geschwungenen Aufbauten und hoch gezogenen Süllränder, die wiederum ohne Reling auskommen.

Bozca spricht von einer baldigen Kiellegung der ersten „Cauta“-Yacht, der (verständlicherweise) möglichst viele weitere in der Farbe „Elite Supernova Silver“ (nomen est omen) folgen sollen, damit man von einer „neuen Klasse“´, respektive Ära sprechen kann. Die erste „Cauta“ soll mit einem Diesel-Elektro-Hybrid-Motorensystem ausgestattet werden.

Website Cauta

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Alles ein bisschen duster, aber wenn erst mal die Elite Silver Farbe von der Cote d’Azur-Sonne beschienen wird… © Bozca

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Michael Kunst

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