Zweimal gerettet: Brite navigierte mit Auto-Atlas

"Absolut töricht"

Britische RNLI Retter im Einsatz. © RNLI

Der Einhandsegler Andy Brown hat großen Ärger bei der Rettungsgesellschaft RNLI, dem Gegenstück der deutschen DGzRS, verursacht, als sie binnen zwei Tagen zweimal ausrücken musste, um den Briten mit seiner 19 Fuß Yacht vor der Küste von Norfolk zu retten.

Dailymail berichtet, dass Brown beim ersten Mal mit seiner “Aloysia” an Land geschleppt worden war, nachdem er auf offener See bei einem Schiff nachgefragt hatte, wo es denn bitteschön nach Hull gehe, seinem Zielort. Der Mann hatte keine Navigationskarten an Bord, sondern orientierte sich mit einem Auto-Atlas.

Zwei Tage später wurde er wieder auffällig, weil er im Kanal von Wells auflief und sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte. Brown war nach dem Start zu einem weiteren Einhand-Törn umgekehrt, nachdem er Probleme mit seinem Motor gehabt hatte.

Die Retter verwarnten ihren hartnäckigen Klienten öffentlich, weil er durch die beiden Einsätze Kosten in Höhe von mehr als 4000 Euro verursacht hätte die nun vom gesamten Spenden-Aufkommen gedeckt werden müssten.

Sehr verwundert war man bei der RNLI allerdings nicht. Um diese Zeit zum Beginn der Ferienzeit gebe es häufiger Probleme mit Menschen, die ihr möglicherweise im Internet neu erworbenes Gefährt ausprobieren wollen. Sie stellen dann oft fest, dass es nicht über die notwendige Ausrüstung verfügt.

Ein RNLI-Sprecher bestätigt, dass dieser Vorfall der dritte in den vergangenen Wochen war. Über die Hartnäckigkeit des Seglers konnte er überhaupt nicht lachen. “Absolut töricht”, kommentiert er gegenüber Dailymail. “Der Mann gefährdet sein Leben und stiehlt unsere Zeit und Ressourcen.”

Spenden
https://northsails.com/sailing/3di-nordac

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