Marinepool-Cup 21. bis 24. Juli 2011 am Schluchsee

Startschuss zur
Deutschen Meisterschaft der FD

Wen am Donnerstag um 13 Uhr der Startschuss zur Internationalen Deutschen Meisterschaft fällt, kann sich die Flying Dutchman-Klasse auf echtes Hochsee-Segeln einstellen. Denn der Schluchsee im Hochschwarzwald ist mit 930 m über NN das höchstgelegene Segelrevier Deutschlands. Inmitten eines Landschaftsschutzgebietes gelegen, bietet der Schluchsee aber nicht nur spektakuläre Ansichten, sondern auch anspruchsvolle Segelbedingungen. Aufgrund der Höhenlage weht zum einen deutlich mehr Wind als auf manch anderem süddeutschen Binnengewässer. Zum anderen sind die Winde oft drehend und böig und verlangen daher schnelle Reaktionen der Segler.

Ein FD an der Kreuz auf dem Schluchsee. Nach wie vor eine Augenweide © Segelverein Schluchsee

Unter den 30 Gemeldeten sind nahezu alle deutschen Spitzenteams. Topfavorit der IDM ist Steuermann Philipp Buhl mit seinem Vorschoter Stefan Waibel. Buhl kämpft derzeit bei den Lasern um einen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2012. In der von ihm sehr geschätzten FD-Klasse gibt Buhl immer wieder ein Gastspiel. Bei der Weltmeisterschaft am Gardasee errang Buhl Anfang Juli den sechsten Platz von 135 Startern und war damit bester Deutscher. Buhls Heimatrevier ist der Alpsee im Allgäu, ein dem Schluchsee nicht unähnlicher Bergsee.

Ob Buhl daraus einen entscheidenden Vorteil schlagen kann, ist ungewiss. Denn auch Titelverteidiger Dirk Bogumil aus Berlin wird mit seinem Vorschoter Michael Lisken bei der Meisterschaft ein gewichtiges Wörtchen mitreden wollen. Ebenfalls zum engeren Favoritenkreis zählen Hans-Peter Schwarz/ Roland Kirst vom Ammersee, die den Meistertitel nicht zum ersten Mal erringen würden. Und auch der einzigen Teilnehmerin, Steuerfrau Peggy Bahr aus Berlin, ist der Sieg zuzutrauen. Mit ihrem Ehemann Thorsten an der Vorschot hat sie ihren männlichen Konkurrenten schon mehr als einmal das Heck gezeigt.

Die Lokalmatadoren Bernd Keller/ Bernd Fischer vom Segelverein Schluchsee sehen sich selbst nicht als Mitfavoriten: „Dazu hätten wir mehr trainieren müssen“. Doch den beiden Starkwind-Spezialisten gelangen in den letzten Jahren immer wieder sehr gute Platzierungen. Zudem stellen Revierkenntnisse gerade am Schluchsee einen klaren Heimvorteil dar.

Im FD wurde auch erfolgreiche deutsche Segelgeschichte geschrieben © Segelverein Schluchsee

In Deutschland sind mit dem FD viele gute Erinnerungen an glorreiche Zeiten verbunden, denn 1976 konnten Jörg und Eckart Diesch in dieser Klasse eine olympische Goldmedaille gewinnen. Den Olympiaklassenstatus musste der FD zwar 1996 abgeben, aber das hat seiner Beliebtheit nicht geschadet. Im Gegenteil, viele ambitionierte Amateur- und Semiprofi-Segler meiden die Olympiabootsklassen mit ihren Vollprofisportlern sogar bewusst. Obwohl die Klasse fast fünfzig Jahre alt ist, ist sie durch ständige Weiterentwicklung auf dem aktuellen technischen Stand. So sind beispielsweise, Masten, Bäume, Schwerter und Ruder aus Kohlefaser gefertigt.

Der ausrichtende Segelverein Schluchsee e.V. (SVS) ist mit 650 Mitgliedern der größte Segelverein in Südbaden. Seit Anfang der 1960er Jahre werden am Schluchsee Ranglistenregatten und Meisterschaften ausgerichtet. Die FDs sind seit einigen Jahren nicht mehr bei Regatten vertreten gewesen, die IDM soll daher die Präsenz der Klasse am Schluchsee stärken.

Titelsponsor der IDM ist der Segelbekleidungshersteller Marinepool. Unterstützt wird die Meisterschaft von einer Reihe weiterer Sponsoren: alendra, AOK, ip20 – Die Einrichtung, Rothaus, Sparkasse Freiburg sowie nik : werbeagentur.

Christian Stock
Segelverein Schluchsee
Eventseite: www.segelverein-schluchsee.de

 

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