J24-Untergang bei der Mittwochabend Regatta auf dem Hudson vor Manhatten/New York

Abgetaucht

… und dann war die “Great Republic” weg.

Die "Great Republic" streckt nur noch ihren Spiegel mit dem Aussenborder in die Luft © Scot Surbeck www.CityClickr.net

Die J24 Flotte des Manhatten Sailing Club wurde gestern bei ihrer Mittwoch Abend Regatta auf dem Hudson vor Lower Manhatten von einem Squall mit ungewöhnlicher Stärke überrascht.

Der Wettfahrtleiter hatte zuvor die Wettfahrt abgebrochen. Unverständnis auf allen Schiffen. Dann kam die barsche aber eindeutige Anweisung über Funk: „Get your sails down – NOW !!“ Er wusste zu dem Zeitpunkt was aus New Jersey im Anmarsch war: Ein Gewittersturm mit Top Böen von knapp 50 kn.

Die Crew der “Great Republic” hat wohl nicht sofort den Anweisungen gefolgt und wurde dann zum Spielball der ersten heftigen Böen. Bei der Kenterung mit anschließendem Sinken wurde keine Person der Crew der “Great Republic” schwerwiegend verletzt. Auf den anderen J24s wurde erfolgreich abgewettert. Ein weiterer Mast und ein Baum brachen wie Streichhölzer.

Heute um 5:30 werden Taucher versuchen, die “Great Republic” zu heben.

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Andreas John

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9 Kommentare zu „J24-Untergang bei der Mittwochabend Regatta auf dem Hudson vor Manhatten/New York“

  1. avatar bläck sagt:

    Get your sails down – NOW !!“

    Warum das denn ?

    Das macht ja alles noch schlimmer….

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 2 Daumen runter 13

    • avatar bläck sagt:

      wollte nur sagen dass ein segelboot im sturm ohne segel wesentlich kleinere überlebenschancen hat als ein segelboot im sturm mit segel….

      aber bitte…

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  2. avatar John sagt:

    Funkgeräte auf einem Sportboot bei einem “Round the cans”? Gut ausgerüstet…

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  3. avatar Ketzer sagt:

    Schrott Boot…

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    • avatar John sagt:

      Bei Sailing Anarchy kam sinngemäß der Spruch:
      J24 sunk? 3182 to go…

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 0

  4. avatar Marc sagt:

    Hmm das so ne J einfach so sinkt, nur weil sie auf der Backe liegt und etwas Wasser rein läuft. Wenigstens hatte die Crew Schwimmwesten an.

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  5. avatar NK sagt:

    War nicht die erste J24, die auf Tauchgang gegangen ist… Die laufen in Extremsituationen wohl gerne mal voll…

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  6. avatar Mostenjoy sagt:

    Die J24 als Schrottboot zu bezeichnen ist wohl ein wenig voreilig. Die grösste Einheitsklasse der Welt lügt nicht. Kenterungen und Vollaufen sind schon oft passiert, weil das Boot für solch ein Wetter nicht gebaut ist. Bei einer Hochseeregatta würde sie nie zugelassen werden. Das Kielgewicht ist viel zu gering. Aufrecht lässt sie sich bei Wind sowieso nur mit drei bis vier Personen auf der hohen Kante fahren.
    Das Problem sind grosse Verbindungsöffnungen zwischen den Backskisten und dem Innenraum. Kentert das Boot und es sind noch drei Leute im Cockpit, die sich hinten am Boot festhalten, wird das Heck unter Wasser gezogen, ein nicht verriegelter Backskistendeckel öffnet sich unter Wasser und dann ist die Fahrtrichtung des Bootes vorgegeben- abwärts. Sind diese Öffnungen im Boot verschlossen wird es nicht sinken. Aus Gewichtsgründen wird das oft nicht gemacht- no risc no fun ! Abtapen und Verriegeln der Backskisten würde auch ausreichen. Der Rundruf “Segel runter” war genau richtig, bei 50kn lässt sich die J24 nicht mehr segeln- keine Chance. Sturmsegel gibt es bei diesem Boot nicht- das kleinste Vorsegel ist die G3- die ist bei 30kn Wind allein schon zu viel.Die J24 ist mehr eine Jolle als eine Kielyacht- braucht immer Gewicht in Luv. Jedes Boot verhält sich bei Wind und Seegang anders- die J24 halt so.
    Segel geben Sicherheit bei viel Seegang, weil es mit Druck im Segel ruhiger fährt und weniger schaukelt.
    Durch Segelsetzen erhöht man auf keinen Fall das aufrichtende Moment- im Gegenteil- in der Hammerbö wird das Boot flach auf das Wasser gedrückt, was erst zum Kentern führt. Der Beweis ist, dass das einzige Boot welches gesunken ist die Segel oben hatte, oder? Der Seegang auf dem obigen Bild ist klein- vielleicht 50cm. Für dieses Boot sehr wenig und bestimmt nicht der Grund der Kenterung.
    Bernd Salaiski

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

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