18 Footer in San Francisco: Norbert Peter gegen die Skiff Legenden

Skiff-Spektakel

Training Day:

Am Ruhetag des America’s Cup Geschehens, haben die 18-Footer Teams in dieser Woche zum zweiten Mal die Segelshowbühne von San Francisco betreten. Mit dabei ist der Berliner Norbert Peter, der sich seinen großen Traum erfüllt und auf der World Tour gegen die besten Dreimann Skiffies der Welt antritt.

Außerdem hat das bayerische Team Euro Link um Steuermann Friedrich Renner sein Boot über den großen Teich verschifft, um auf dem legendären Segelrevier unter der Golden Gate Bridge abzufliegen. Schon der Practice Day zeigte den Skiff-Piloten, dass die speziellen Wind- und Strömungsbedingungen oft kaum beherrschbar sind.

Der Neuseeländer Graham Catley, einer der großen Förderer der Klasse, verhakte sich bei einer Kenterung unter Wasser mit dem Trapez und konnte nur knapp von seinem Vorschoter befreit werden. Bei den Bayern brach ein Want am oberen Terminal und sie retteten das Rigg nur im letzten Moment.

Keine Mannschaft bewältigte den Parcours ohne mehrfache Schwimmeinlagen. Besonders am Nachmittag nach den AC72 Rennen war die Welle einfach zu hoch und kurz, um die Schiffe aufrecht zu halten. Das Rennen wurde abgebrochen.

Der erste Segeltag:

Aber am ersten Tag rasten die fliegenden Kisten in drei Rennen hintereinander durch die Bucht. Die Tribünen blieben zwar leer, die Regatta wurde nicht promotet, aber das Skiff-Spektakel hätte durchaus eine größere Aufmerksamkeit verdient.

Wofür muss man Flügel-Katamarane erfinden, wenn die Skiffs seit Jahren noch spektakulärere Rennen absolvieren? In Sydney besteht schon seit vielen Jahren eine Semi-Pro-Tour, wo Segler von der Australian 18 Footers League Schiff und Sponsor gestellt bekommen, wenn sie sich zur regelmäßigen Teilnahme verpflichten. In der Saison wird jedes Wochenende ein Rennen gesegelt und auf die potenziellen Sieger gewettet.

In San Francisco liegen nach zwei Tagen zwei Kiwi Teams an der Spitze. Genau wie beim Youth America’s Cup und wie nun beim großen Cup. Ihnen scheint im Moment alles zu gelingen.  Im Falle ihres Sieges wäre eines America’s Cup Sieges wäre der Schritt zum schnellen Einrumpfer a la Skiff nicht so weit. Einige Signale zeigen in diese Richtung. Aber zuvor müssen noch fünf Duelle mit den Amerikanern gewonnen werden.

Bis dahin sind die 18-Foot Skiffs noch ein Geheimtipp für Genießer des gepflegten spektakulären Segelsports. Und Norbert Peter hofft, den Größen der Szene noch den einen oder anderen Punkt abzunehmen. Zumindest die Dänen um Steuermann Flemming Clausen will er noch schlagen. Im Kampf um das beste europäische Boot liegen sie nur einen Punkt voraus auf Rang acht.

Norbert Peter im SR-Interview:

Ergebnisse 2013 Nespresso 18′ Skiff International Regatta for the Mark Foy Trophy

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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2 Kommentare zu „18 Footer in San Francisco: Norbert Peter gegen die Skiff Legenden“

  1. avatar hanseatic sagt:

    Schöne Bilder und Videos – schönes Interview! Gute Arbeit Carsten! So schön und schnell wie die Skiffs sind – ein 72Fuss-Skiff mit 20 Mann im Trapez mag ich mir aber irgendwie dann doch nicht so richtig als nächste AC-Waffe vorstellen 😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  2. avatar Rainer S. sagt:

    Der Typ in dem Interview kann nicht Norbert Peter sein. Der hat doch an Land immer ne Oakley Brille in den Haaren und ein Handy am Ohr.

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 2

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