18 Footer JJ Giltinan: Inoffizielle WM Skiff-Königsklasse in Sydney

Abheben ist das Markenzeichen

Die 18 Footer haben bei der JJ Giltinan Trophy ihre inoffizielle Weltmeisterschaft ausgetragen. Aber kaum jemand wagt es, die Australier in ihrem Wohnzimmer herauszufordern. Seve Jarvin hat mit seiner Crew zum vierten Mal hintereinander und zum fünften Mal insgesamt gewonnen.

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Bei Überdruck wird jede größere Welle zur Abschussrampe. © Frank Quealey/Australian 18 Footers League

Wenn sich Segelboote aus dem Wasser heben, denkt man heutzutage daran, dass neuartige Tragflächen dafür verantwortlich sind. 18 Footer benötigen solchen neumodischen Schnickschnack nicht. Das Abheben ist seit vielen Jahren ihr Markenzeichen.

Die Drei-Mann-Skiffs setzen genügend Segelfläche (bis zu 32 qm am Wind plus 73 qm Gennaker) und sind leicht genug (155 Kg), um von einer ordentlichen Böe über eine Wellenrampe in die Lüfte gehoben zu werden.

Das sieht spektakulär aus ist aber nur dann schnell, wenn man auch die Kontrolle behalten kann. Wie Seve Jarvin (25) , der mit seiner Crew gerade zum fünften Mal die JJ Giltinan Trophy gewonnen hat, die inoffizielle Weltmeisterschaft der 18 Footer Segler, bei der aber fast nur Australier starten.

Jarvin, Moth Vize-Weltmeister Scott Babbage und Peter Harris gewannen mit der favorisierten “Gotta Love It 7” das spektakuläre 25 Knoten Starkwindrennen zum Abschluss und damit auch die Gesamtwertung mit zwei Punkten Vorsprung. Den Titelverteidigern gelang es als einzigem Team der Spitzengruppe aufrecht zu bleiben. Im Vorfeld der WM hatte sich das Trio bei hohem Speed spektakulär überschlagen und musste das Skiff in einer Werft aufwendig reparieren lassen.

Auf den ersten drei Plätzen landeten australische Teams, aber in diesem Jahr drohte Gefahr von den Nachbarn aus Neuseeland. Peter Burling, 49er Silbermedaillengewinner und Red Bull Youth America’s Cup Steuermann vom Emirates Team New Zealand, ging bei Alex Vallings an Bord und landete auf einem starken vierten Platz.

Erstmalig starteten auch zwei Frauenteams bei JJ Giltinan Trophy. In San Francisco hatte sich die US Crew um Skipperin Katie Love mit ihrer “Love Machine” auf die Regatta vorbereitet. Sie landete auf Platz 29 von 31 Skiffs. Aussie Kollegin Alexandra South, die Tochter eines ehemaligen Giltinan Champions, segelte um zwei Plätze besser.

Ergebnisse JJ Giltinan Trophy 2013

Eventseite Australian 18 Footer League

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „18 Footer JJ Giltinan: Inoffizielle WM Skiff-Königsklasse in Sydney“

  1. avatar user sagt:

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  2. avatar Sven sagt:

    Das sind mir aber 3 süße skiff chicks.
    Ein bißchen weniger Wind und sie haben auch deutlich bessere Chancen nach vorne zu fahren.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  3. avatar Christian sagt:

    in Sydney wird gesegelt, und zwar vom Feinsten… während hierzulande lieber über irgendwelche ORC-IRC-Ratings von irgendwelchen Wohnwägen zu Wasser lamentiert wird… kein Wunder, dass die Aussies was reißen im Segelsport.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

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