2. Segel-Bundesliga: Aufsteiger Joersfeld siegt vor Lokalmatadoren in Warnemünde

"Perfektes Event"

Bei starkem Wind und hoher Welle siegen die J/24 Weltmeister vom Joersfelder Segel-Club vor dem Akademischen Segelverein Warnemünde. Itzehoe übernimmt mit Platz drei die Tabellenspitze.

Nach 45 Rennen fiel die Entscheidung über Sieg oder Niederlage erst im letzten Rennen. Die Crew vom Joersfelder Segel-Club aus Berlin am Ost-Ufer der Havel brachte nervenstark mit ihrem insgesamt fünften Sieg im 15. Rennen einen zwei-Punkte-Vorsprung über die Runde.

Die Sieger vom Joersfelder Segel-Club sind bei Starkwind in ihrem Element. © DSBL/Oliver Meier

Dem Team Christoph Cornelius, Timo Chorrosch, Jeronimo Landauer und Daniel Schwarze, angetreten mit drei Seglern, die 2016 in Japan J/24-Weltmeister wurden, schmeckte der starke Wind besonders gut. Es verbesserte sich durch den Erfolg vom 15. Platz am ersten Spieltag nun auf Rang sieben.

Berlin vor Warnemünde und Itzehoe. © DSBL/Oliver Meier

„Wir hatten ein perfektes Event hier in Warnemünde. Es war so spannend und wir wussten bis zum Schluss nicht, ob es für Platz eins reicht. Umso größer war die Freude an Land über den Sieg“, sagte ein euphorischer Timo Chorrosch vom JSC.

Die Lokalmatodoren aus Warnemünde wurden immer besser und peilen nun klar den Aufstieg an. © DSBL/Oliver Meier

Dahinter heizten ihnen die Lokalmatadoren vom Akademischen Segelverein Warnemünde ordentlich ein und kamen nach mäßigem Auftakt mit den hohen Wellen immer besser zurecht. Steuermann Alexander Willsch, der viele Jahre im 470er für den Schweriner Yacht-Club gestartet ist, führt das Team, das die besten Segler Rostocks im ASVW versammelt, auf Rang drei in der Tabelle. Der Verein hat erstmals ein Traingsschiff zur Verfügung, und prompt zahlt sich das Engagement mit konstanten Resultaten aus. 

Top vier für den Aufstieg

Es geht in dieser Zweitliga-Saison insbesondere darum, sich in den Top vier zu behaupten. Damit wäre nach den neuen Regeln der direkte Aufstieg in die erste Liga gesichert. Ausrutscher darf man sich kaum leisten, denn die Hierarchie scheint fest gemeißelt. Selten gab es so geringe Verschiebungen in der Tabelle.

Julian Ramm (l.) und Olver Lewin (r.) segeln jetzt erfolgreich für Itzehoe. © DSBL/Oliver Meier

Das hat insbesondere mit den ambitionierten Absteigern aus der ersten Liga zu tun. Die Seglervereinigung Itzehoe ist mit den vom Kieler Yacht-Club gewechselten Seglern so stark aufgestellt wie nie zuvor. Mit Platz drei in Warnemünde haben sie souverän die Tabellenführung übernommen vor dem Flensburger Segel-Club, für den Steuermann Michael Ilgenstein nach dem Sieg in Lindau nun Platz vier folgen ließ.

Das junge Team aus Konstanz behauptet sich auch in der Welle. © DSBL/Oliver Meier

Aber auch der Konstanzer Yacht-Club lässt nicht locker. Das junge Team um den Match-Race-Spezialisten Felix Schrimper behauptet nach Rang sechs in Warnemünde den vierten Tabellenplatz liegt allerdings nur einen Punkt vor dem Blankeneser Segel-Club.

Blankenese startete stark, fiel aber noch auf Rang fünf zurück. © DSBL/Oliver Meier

Bei den Hamburgern griffen erstmals die Feuerherdt Brüder gemeinsam in das Geschehen ein. Das Team, das sich überwiegend aus der viele Jahre in der J/24-Klasse dominierden Rotoman-Crew rekrutiert, und mit dem ex Laser-Meister Tobias Feuerherdt schon den dritten Steuermann einsetzt, lag nach dem ersten Tag noch an der Spitze. Dann fiel es aber doch noch auf Platz fünf zurück. In der Tabelle fehlt nur ein Punkt zum Aufstiegsplatz.

Den einzigen Ausrutscher aus der Spitzengruppe leistete sich der Tabellenführer vom Schlei Segel-Club. Andreas Willim raste wegen familiärer Verpflichtungen zwischen Warnmünde und Schleswig hin und her, und sein neu zusammengestelltes Team wurde von den harten Bedingungen schwer gebeutelt. Nach Platz 12 fällt der SSC auf Rang sechs zurück.

Die Liga-Flotte bei trübem Wetter und viel Wind. © DSBL/Oliver Meier

Die havarierte J/70 war Dank vieler Helfer am Finaltag wieder einsatzfähig. Dummerweise war es das einzige Schiff der Flotte, das einem Verein gehört. Die “J’Loh” steht der Seglergemeinschaft Lohheider See aus Duisburg zur Verfügung, die in Warnemünde 17. wurde. Das Boot wurde mit einem neuen Mast ausgerüstet und soll wie geplant am Donnerstag bei der Deutsche J/70-Meisterschaft in Glücksburg starten. Danach folgt eine komplette Überholung in der Werft.

Der nächste gemeinsame Spieltag der 1. und 2. Segel-Bundesliga findet in Travemünde statt (21.-23. Juli).

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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