2. Segel-Bundesliga: Twen-Team aus Hamburg führt die Arrivierten in Starnberg vor

Liga statt Laser

In der 2. Segel-Bundesliga hat sensationell der Mühlenberger Segel-Club mit  Magnus Simon am Steuer gewonnen. Urgestein Frank Schönfeldt landete auf dem letzten Platz.

Segel-Bundesliga Starnberg

Der MSC oben auf dem Treppchen. © DSBL/Sven Jürgensen

Magnus Simon gehört zu den hoffnungsvollsten Talenten des deutschen Segelsports. 2015 wurde er in Kiel deutscher Juniorenmeister im Laser. Aber dann begann er sein Schiffbau-Studium und der Aufwand wurde zu viel. Der Leistungssport ließ sich für ihn nicht mehr mit der Ausbildung verbinden.

Magnus Simon

Magnus Simon im Laser. © Carroux Sailing Team

Eine traurige Entwicklung für die Ambitionen des Deutschen Segler Verbandes, aber eine gute Nachricht für den Mühlenberger Segel-Club. Denn der Laser-Segler setzt nun voll auf die Bundesliga-Mannschaft des MSC. Er trainierte mit seinem Team fleißig auf der Alster, in Glücksburg und auch am Gardasee.

Und nun feiert er einen überlegenen Erfolg beim Zweitliga-Auftakt in Starnberg zusammen mit dem zweifachen 420er WM-Teilnehmer Finn Olsen, Piraten Jugendmeister (2013) Simon Zweigler und Till Krüger, erfolgreicher Jollensegler in 420er und Pirat, sowie J/24 Europa- und Deutscher Meister mit Vater Frank Schönfeldt.

Das erfolgreiche MSC-Team mit Magnus Simon, Finn Olsen und Simon Zweigler, Till Krüger© MSC

Das erfolgreiche MSC-Team mit Magnus Simon, Finn Olsen und Simon Zweigler, Till Krüger© MSC

Mit gleich neun Punkten Vorsprung gelang dem Youngster-Team geradezu ein Erdrutsch-Sieg gegenüber den etablierten vielfach älteren Crews in der zweiten Liga. Zu den Geschlagenen gehören Silke Basedow vom Stadt-Nachbarn Hamburger Segel-Club, die erstaunlich schnell die knappe Niederlage in der Relegation verdaut hat und nun ihre Ansprüche auf den direkten Aufstieg anmeldet.

Neue J/70 zum Training

Auch Martin Metzing am Steuer des Drittplazierten Potdsdamer Yacht Clubs auf Platz drei gehört zu den arrivierten Skippern in der zweiten Liga. Der Match Racer zählte konnte schon in der vergangenen Saison einen Platz auf dem Podium verbuchen. Und nun hat der PYC mit der Anschaffung einer Club J/70 die Basis für eine geregelte Trainingsarbeit gelegt, die sich schon auszahlt.

Mühlenberger Segel-Club

Der Mühlenberger Segel-Club in Starnberg. © Jürgensen/DSBL

Sehr mühsam kamen dagegen die alteingesessenen Segler in Fahrt wie ausgerechnet Frank Schönfeldt. Der Multi-Meister hatte sich kurzfristig zu einem Einsatz bei den Entdeckern und Seefahrern überreden lassen, konnte aber offensichtlich nicht genügend Trainingszeit erübrigen. Der letzte Platz im 18er Feld war dennoch überraschend.

Der Wechsel des Topp-Steuermanns Andreas Willim von den Entdeckern zum Schlei Segel-Club dürfte in der Saison nur schwer auszugleichen sein. Die Aufsteiger vom SSC segelten bei ihrem ersten Auftritt in der zweiten Liga auf Rang 9.

Auch Rang 15 des abgestiegenen ehemaligen Erstligisten von der Segelkameradschaft Wappen von Bremen deutet auf einen längeren Verbleib in der zweiten Liga hin.

Hamburger Segel-Club

Die Crew des Hamburger Segel-Clubs um Silke Basedow verkraftete die Entäuschung um den verpassten Aufstieg schnell. © Jürgensen/DSBL

Martin Metzing mit seiner Crew vom Potsdamer Yacht-Club wird Dritter. © Jürgensen/DSBL

Martin Metzing mit seiner Crew vom Potsdamer Yacht-Club wird Dritter. © Jürgensen/DSBL

Ergebnisse 2. Segel-Bundesliga Starnberg

Crewlisten

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „2. Segel-Bundesliga: Twen-Team aus Hamburg führt die Arrivierten in Starnberg vor“

  1. avatar Anna sagt:

    Glückwunsch an das MSC Team!

    Genau hier ist das Konzept richtig gut – denn junge Segler, die aus den Jugendbootklassen herauswachsen (Gewicht, Alter und zeitliche Beanspruchung durch Schule und Studiums, begrenzte finanzielle Möglichkeiten) haben die Chance ihr erlerntes Wissen und Können einzubringen und den Spaß, den sie am regattieren haben, auszuleben.
    Logische Konsequenz ist die Juniorenliga, für alle die nachrücken und in einem Bundeslagateam noch keine Chance haben, mitzufahren.
    Wer von den Skeptikern und dem DSV dies als nicht den richtigen Weg einstuft, muss endlich tragfähige Konzepte für junge Segler und Seglerinnen entwickeln, die den anderen Weg des leistungssportorientieren, Olympischen Segeln einschlagen wollen.
    Zur Zeit gibt es diesen mit Zukunftsperspektive während der Ausbildung und vor allem nach dem Leistungssport nicht!

    Deshalb lesen sich die Crewlisten wie das Who is Who der Leistungsträger in den Jugendbootklassen in den letzten Jahren!
    Für den olympischen Gedanken: Schade!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 0

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