2. Segel-Bundesliga: Untergang in Warnemünde – Duisburger J/70 in Nöten

Oberkante Unterlippe

Die 2. Segel-Bundesliga absolviert ihren dritten Spieltag bei der Warnemünder Woche bei Starkwind. Dabei ist eine J/70 schwer beschädigt worden. Die Nord-Vereine geben den Ton an.

J/70 Untergang, Warnemünde

Die Flagge des Duisburger Yacht Clubs hält sich wacker.

J/70 Untergang, Warnemünde

Mit einer Tonne gesichert. 2. Liga J/70 knapp vor dem Untergang gerettet.

Die Zweitliga Aufsteiger vom Duisburger Yacht-Club mit dem 420er-Meister von 2015 Jan Borbet (21) am Steuer sind in Prien noch mühsam in die Saison gestartet (12.). Dann ließen sie in Lindau einen starken fünften Platz folgen, übernahmen in Warnemünde nach den ersten Rennen sogar die Führung und waren plötzlich auf Erstliga-Kurs. Doch am zweiten Tag des dritten Zweitliga-Events der Saison ließ der Regen nach und der Wind nahm zu.

Segel-Liga Warnemünde

Der Duisburger 420er-Meister Jan Borbet nach dem überstandenen Malheur mit der J/70. © DSBL Oliver Meier

Borbet und Familie Wedemeyer – Vater Marc und die Töchter Ann Kristin mit Pia Sophie – erlebten einen Tag, den sie so schnell nicht vergessen werden. Dabei hatte Ann Kristin, die neue Vorschoterin von Jan Hauke Erichsen im Nacra 17, mit Kieler Woche Platz zwei gerade viel Selbstbewusstsein bei starkem Wind tanken können. Aber so eine J/70 ist in der berüchtigt hohen Welle von Warnemünde dann doch sehr gewöhnungsbedürftig.

Sonnenschuss und Durchkenterung

Besonders das letzte Rennen des Tages werden sie so schnell nicht vergessen. Ihre J/70 ging auf Tiefe, und so etwas war bisher bei diesem Boot nicht für möglich gehalten worden. So passierte es:

Nach einem Sonnenschuss, der vielen Teams an diesem Starkwind-Tag nicht erspart bleibt, wickelte sich der Gennaker so sehr um das Vorstag, dass er nicht mehr zu bergen war, und das Schiff richtete sich nicht mehr aus der Waagerechten auf. Die Mannschaft vom Repair-Boot soll dann geholfen haben, um das Fall zu lösen.

Dabei ist aber offenbar der Mast unter Wasser gedrückt worden und der starke Wellengang ließ die J durchkentern. Dabei brach der Mast ab. Und in die offene Niedergang-Luke ist so viel Wasser geschwappt, dass das Schiff absackte. Nur mit einer Boje gesichert konnte es über Wasser gehalten werden.

Vierkampf um das Podium

Drei Rennen vor Schluss hat sich ein Vierkampf um das Podium entwickelt, und dabei rechnet sich besonders das einheimische Team vom Akademischen Segelverein Warnemünde gute Chancen aus. Denn zuletzt gelang ihm bei dem starken Wind die Serie 1/2/1/2, nach der sie in Lauerstellung nur zwei Punkte hinter Platz eins liegen. Und die Bedingungen sollen so hart bleiben.

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Der Flensburger Segel-Club liegt drei Rennen vor Schluss wieder vorne. © DSBL Oliver Meier

Punktgleich an der Spitze liegt der Flensburger Segel-Club mit Michael Ilgenstein am Steuer, der schon in Lindau gewinnen konnte, und der Joersfelder Segel-Club, bei dem Christoph Cornelius mit den J/24 Weltmeistern von 2016 Timo Chorrosch, Jeronimo Landauer und Daniel Schwarze in das Geschehen eingreifen.

Ein Punkt dahinter rangieren die Tabellenzweiten von der Seglervereinigung Itzehoe, bei denen erstmals die vom Kieler Yacht-Club gewechselten Julian Ramm (Taktiker) und Oliver Lewin (Trimmer) neben Steuermann Christian Soyka zum Einsatz kommen.

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Itzehoe steuert sourverän auf Kurs Wiederaufstieg. © DSBL Oliver Meier

Problematisch läuft es für die Tabellenführer vom Schlei Segel-Club. Bei dem neu zusammengestellten Team schlagen Starkwind-Defizite zu Buche, und daraus resultiert bisher nur der 17. Platz.

Laufend aktualisierte Ergebnisse 2. Liga Warnemünde

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Carsten Kemmling

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