470 WM: Olympiaplätze gesichert – Gerz/Szymanski und Bochmann/Steinherr sind fast durch

Auf nach Rio

Die 470er Segler haben bei der WM vor Haifa zwei deutsche Startplätze für Olympia 2016 gesichert. Frauen und Männer werden in Rio dabei sein. Besonders für das Frauenteam war es ein hartes Stück Arbeit.

Annika Bochmann und Marlene Steinherr haben ihre starke Leistung von der Europameisterschaft bestätigt und schon vor dem abschließenden Medalrace den Nationenplatz für Deutschland gesichert.

470er EM

Auch Annika Bochmann und Marlene Steinherr haben auf dem Weg nach Rio mit Rang vier einen bemerkenswerten Aufstieg abgeschlossen. © Nikos Alevromytis

Sie gehen auf Platz acht in das morgige Finale der Top Ten und können nicht mehr auf Rang neun zurückfallen. Damit haben sie für Deutschland den hinter Polen den zweiten von drei vakanten Olympiaplätzen belegt. Zehn Plätze waren schon bei der WM in Santander vergeben worden, und diesmal waren es drei. In der nächsten Saison hätte nur  noch ein weiterer Platz für europäische Teams bereit gestanden.

Ob schließlich wirklich Bochmann und Steinherr nach Rio fahren ist noch nicht zu 100 Prozent sicher, da die dritte interne Olympiaqualifikation bei der EM2016 in Palma ansteht. Aber ihre Konkurrentinnen müssten nach jetzigem Stand der Dinge in Palma Rang eins oder zwei belegen wenn Bochmann/Steinherr nicht unter die Top 20 segeln. Ein Match Race Finale wie beim Thriller zwischen Kadelbach/Ziegelmayer und Lutz/Beucke steht also eher nicht bevor.

Deshalb werden sich die Aufsteiger der Saison auch ärgern, dass in Haifa ihr letztes Rennen noch daneben ging. Aber die Medaillen waren ohnehin außer Reichweite. Dafür segeln die drei Spitzenteams zu souverän vorne. Besonders beeindruckend ist die Leistung der österreichischen Titelverteidigerinnen Vadlau/Ogar, die nur noch theoretisch von Rang eins verdrängt werden können.

470 EM

Pinke Tonnen? ist das deutsche Männer Duo auf dem Frauen Kurs gelandet? © Marek Chocian

Sicher in Rio dabei sein wird auch ein deutscher Männer 470er. Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski haben den Platz schon vor dem Medal Race gesichert. Sie hätten aber auch nur auf Rang 24 landen müssen. Dieses Kriterium hätten Jasper Wagner und Dustin Baldewein auch erfüllt, die die WM auf Rang 15 beenden.

Kein schlechter Platz, aber auch für sie ist die interne Olympiaqualifikation schon fast gelaufen. 24 Punkte liegen sie zurück. Dafür müssten sie bei der letzten Quali unter die Top zwei segeln.

Und Gerz/Szymanski können sich morgen beim doppelt zählenden Medalrace noch verbessern. Der Abstand von Rang acht zu Rang vier beträgt neun Punkte.

Ergebnisse 470er WM Haifa

470 EM

Wenig Platz an der Startlinie. © Marek Chocian

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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