470er WM: Belcher nach sechs 470er WM Titel in Folge Dritter – Gerz/Szymanski auf Platz sieben

Kampf gegen das Seegras

Bei der 470er WM in Buenos Aires hatten die Teams mehr mir Wasserpflanzen als Seegras zu kämpfen. Vielleicht lag es daran, dass der Australier Belcher seinen siebten WM Titel in Folge verpasste. Das deutsche Team segelte solide auf Rang sieben.

Oliver Szymanski Ferdinand Gerz

Kampf gegen das Seegras. Gerz und sein französischer Konkurrent greifen an das Ruderblatt, um bremsende Pflanzen zu entfernen. © STG

Die 470er WM 2016 wird als eine der skurrilsten Meisterschaften in die Geschichte der Klasse eingehen. Neben Strömung und Wind  kam im braunem Wasser mit den umher treibenden Wasserpflanzen ein neuer Faktor dazu, der Einfluss auf die Titelvergabe hatte.

So gehörte Glück, Pech und Geschick dazu, das bremsende Grünzeug an Schwert und Ruder zu vermeiden. Und es gab sogar eine klärende Regel-Interpretation, dass die treibenden Pflanzen-Inseln im Wasser als Hindernis zählten. Man konnte also Raum verlangen, um sie zu umschiffen.

Vielleicht war das der Grund, warum Matthew Belcher und Will Ryan die Titelverteidigung misslang. Für den australischen Steuermann wäre es der siebte 470er WM-Gewinn in Folge gewesen. Wo wurde es Rang drei – auch nicht so richtig schlecht.

Oliver Szymanski Ferdinand Gerz

Oliver Szymanski Ferdinand Gerz. © Michael Bader Photography

Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski hielten sich wacker auf Rang sieben und zeigten mit vier Plätzen unter den Top drei in der Serie von elf Läufen, dass sie das Zeug dazu haben, auch ganz vorne bei den Medaillen mitzureden.

Die aufstrebenden 470er Frauen Annika Bochmann und Marlene Steinherr kamen mit den unüblichen Bedingungen dagegen nicht so richtig gut zurecht. Nach gutem Beginn schafften sie in den letzen fünf von neun Rennen keine Top 20 Plätze mehr und wurden 16.

Die Pressemitteilung

Eine weitere Top-Platzierung bei Weltmeisterschaften für die deutsche Segel-Nationalmannschaft, das Audi Sailing Team Germany, gelang Ferdinand Gerz (München) und Oliver Szymanski (Berlin) in Buenos Aires (22. bis 27. Februar). Mit Platz sieben festigen sie in der 470er-Klasse der Männer auf dem Weg zu den Olympischen Spielen ihre Position in der Weltspitze.

Gerz/Szymanski bei der Rollwende. © Matias Capizzano

Gerz/Szymanski bei der Rollwende. © Matias Capizzano

Die deutschen Europameister Ferdinand Gerz (Seglerverein Wörthsee) und Oliver Szymanski (Joersfelder Segel-Club) legten von Tag zu Tag eine Schippe drauf, sodass bei der WM am Ende ein verdienter siebter Platz auf dem Ergebnistableau stand. „Nach den hohen Platzierungen in den ersten Rennen waren wir etwas frustriert. Mit unserer starken Performance gestern und heute sind wir aber sehr zufrieden, gerade weil wir uns zur letzten WM nochmal steigern konnten“, resümierte Steuermann Ferdinand Gerz. Bei den Männern gingen 42 Teams an den Start.

Das Top-Resultat von Gerz/Szymanski – bei der vorherigen WM wurden die beiden Neunte – bewies erneut die mentale Stärke des Teams. In der Olympia-Qualifikation steht mit der Europameisterschaft im April vor Mallorca noch die letzte Etappe aus, sie liegen allerdings vor der nationalen Konkurrenz uneinholbar in Führung.

Ergebnisse 470 WM 2016 Bueno Aires

Oliver Szymanski Ferdinand Gerz

Ferdinand Gerz und Oliver Szymanski segeln bei der 470er WM auf Rang sieben. © Pedro Martinez/Sailing Energy

Die Ergebnisse der Segel-Nationalmannschaft im Überblick:
7. Ferdinand Gerz/Oliver Szymanski, Seglerverein Wörthsee/Joersfelder Segel-Club
16. Annika Bochmann/Marlene Steinherr, Verein Seglerhaus am Wannsee
27. Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß, Deutscher Touring Yacht-Club
29. Malte Winkel/Matti Cipra, Schweriner Yacht-Club/Plauer Wassersportverein

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