Kathrin Kadelbach beschreibt den Start ihrer 470er Olympiavorbereitung

Australien heißt das Ziel

Kathrin Kadelbach, die zurzeit beste deutsche 470er Seglerin posiert vor ihrem Großsegel. © K. Kadelbach

Wenn man mit jemandem eine Olympiakampagne bestreitet, der am anderen Ende der Welt wohnt, ist das Training kompliziert. Am anderen Ende der Welt ist dabei tatsächlich geographisch gemeint und nicht sinnbildlich, wie in Bezug auf Kiel, den Trainingsstandort des Deutschen Seglerverbandes.

Nein, die Reise soll weiter gehen: Australien heißt das Ziel. In Sydney gibt es neben meiner Vorschoterin Rike, auch noch warmes Wasser, Sonne, Surfstrände und Rikes Mann. Der wurde nicht nur dieses Jahr überlegen 470er Weltmeister, sondern auch für die Wahl zum ISAF-Segler des Jahres nominiert. Es spricht folglich viel für diese Reise, wenig für einen Winter in Deutschland und fast gar nichts für Training im kalten Kiel.

So kommt es, dass ich am Flughafen stehe mit einer sehr kurzen, aber für den Anfang auch irgendwie erfolgreichen Saison im Rücken und zwei Monaten Australien vor der Nase.

Bereist 2006 war ich schon mal auf dem Weg zu Rike. Damals noch zu unseren ersten gemeinsamen Segelschlägen. Ein vielleicht aussichtsreicher Einstieg als Team wurde jedoch durch den australischen Verband verhindert. Der weigerte sich die in Australien verheiratete Friederike für Deutschland freizustellen. Zumindest das wird uns nicht noch einmal passieren.

So verdichtet sich meine seglerische Vergangenheit mit meiner sportliche Zukunft im symbolischen Moment des Eincheckens. Der Beginn eines tollen Winters als Grundlage eines spannenden Jahres, an dessen Ende wir hoffentlich als Gewinner der Olympiaausscheidung dastehen.

Auf zu neuen Wegen nicht nur mit der großzügigen Unterstützung von Familie und Freunden, sondern auch BMW, EWE, der Ziegelmayer Werft sowie unserer Heimatclubs VSaW und NRV.

Nichts soll uns diesmal aufhalten, mit dieser Aura trete ich die Reise an. Offenbar entgeht das auch dem Mann am Check-In-Schalter nicht. Er lächelt so freundlich. Ein Upgrade vielleicht? „Sie haben 18 Kilo Übergepäck. Bei 50 Euro pro Kilo bekomme ich von Ihnen dann bitte noch 900 Euro.“

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Carsten Kemmling

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14 Kommentare zu „Kathrin Kadelbach beschreibt den Start ihrer 470er Olympiavorbereitung“

  1. avatar Backe sagt:

    Blööah!
    …”verdichtet sich meine seglerische Vergangenheit mit meiner sportlichen Zukunft”… “nichts soll uns diesmal aufhalten” (ist das eine Aura?)…

    Hallo Segelreporter, geht’s noch??? Erst die Leistung, dann der Bericht!!!
    Und bitte nicht solche streng riechenden Eigenwerbungshudeleien, die vermutlich den Bewerbungsschreiben um Übergepäckszuschüsse an die (natürlich!) im Text genannten BMWs, EWE’s, VSaW’s und NRV’s entnommen sind!
    Dann lieber ehrlich entspannte Fotos vom dampfenden Wannsee! ;.)

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  2. avatar Reinhard Schroeder sagt:

    … ich hab da auch kein gutes Gefühl beim Lesen …

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  3. avatar Leser sagt:

    weiter so!
    Ich will mehr davon lesen…!

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  4. avatar Pobeda sagt:

    So schlimm finde ich es nicht, schliesslich kann man Segeln als Hochleistungssport nunmal nicht ohne Sponsoren betreiben. Ob das unbedingt im Bild UND im Text niederschlagen muss…aber im Grunde bin ich neugierig auf weitere Stories aus Downunder.

    GW

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  5. avatar Carsten sagt:

    Hallo, wo ist denn bitte das Problem? Die Leistung ist längst da. Frau K. gehört aktuell zu den besten deutschen Steuerfrauen. Wenn sie uns über die Schulter blicken lässt, halte ich das natürlich für lesenswert.
    Wenn sie als Gegenleistung ihre Sponsoren nennt, ist das legitim. Schließlich unterstützen sie die Leistung im Segelsport. Ich finde das sehr sympathisch! SR verdient damit jedenfalls kein Geld.

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  6. avatar Reinhard Schroeder sagt:

    Für mich ist es weniger der Inhalt sondern mehr die Art und Weise, die mich doch etwas stutzen läßt.

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  7. avatar koebes sagt:

    Carsten,
    “Die attraktiven, mitreißenden Facetten des Sports sollen im Fokus stehen.” Zitat: SegelReporter / Die Reporter
    Gemessen daran hoffe ich mal, dass Frau K. uns auch beim Segeltraining über ihre Schulter schauen läßt. Und nicht nur am Flughafen. Dann darf sie meinetwegen Ihre Sponsoren auch zwei mal nennen.
    Das hier jedenfalls, war eher der sprichwörtliche Sack Reis in China.
    Ihr müßt nicht jeden Artikel annehmen. Wenn mal ein Tag vergeht, ohne das ein neuer Beitrag veröffentlich wurde, ist nicht so schlimm. Ich schaue trotzdem wieder vorbei. Klasse statt Masse! Sonst seid Ihr nur einer von vielen Web-Auftritten. Das fände ich schade!
    Just my 2 cents.

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  8. avatar Reinhard Schroeder sagt:

    Schön, dass an diesr Stelle mal kontrovers diskutiert wird. Das macht den SegelReporter noch interessanter und lebendiger

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  9. avatar Sven sagt:

    Zu Sponsoren kommt man nur wenn es diesen auch möglich ist eine Kontaktadressse zu finden !

    Kathrin Du solltest mal an eigene Website denken.

    grüße Sven

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  10. avatar Marc Bäuml sagt:

    na Sponsoren und Geld hat sie wohl genug, sonst wäre sie so schlau gewesen die 18 kg per Paket nach Downunder zu schicken. Für vielleicht 300 anstatt 900 EUR.

    Trotzdem schöner Bericht, hoffe sie hat mehr Erfolg bei Olympia als unsere Laser und Yngling Damen. Ausser viel heißer Luft vorher kam ja dann nicht soviel bei rum.

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  11. avatar JMB sagt:

    Ok wenn ein 4. Platz auf einer Olympiade für Herrn Baumschule heisse Luft ist dann solls wohl so sein… tststs…

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  12. avatar J sagt:

    für Sven: http://www.kadelbachbelcher.de

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  13. avatar Sven sagt:

    Danke für den Link,

    grüße Sven

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  14. avatar Backe sagt:

    Na, da hat meine übertriebene Bissigkeit ja wenigstens ein Gutes gehabt: Einen regen Austausch der SR-Fans!
    Und, Kathrin: Nächstes Mal einfach das Ding mit der Ironie besser rüberbringen! Dann kapiert’s auch meinereiner ;.)
    Never mind und viel Spaß in Sydney! (Grüße an Alexandra Golz, falls die da irgendwo rumhängt!)

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