Abenteuer: Neues Kult-Event “Race to Alaska” – 50 Boote am Start

Im Kielwasser der Goldgräber

750 Meilen auf den Spuren der Goldsucher: 10.000 Dollar für die Sieger, Steakmesser für die Zweitplatzierten. Alle Boote können mitmachen – nur Antrieb unter Motor ist verboten.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Da geht die Post so richtig ab. Vor zwei Tagen startete das „Schnupper“- oder Initiationsrennen über 40 Meilen, ab Sonntag geht die große Runde über 710 Meilen los. Die berühmte Everglades-Challenge war gestern – heute trifft sich die kreative Wassersportszene auf dem Weg nach Alaska!

Ungefähr 50 Boote, von denen einige noch nicht einmal diesen bezeichnenden Namen verdient haben, werden am 7. Juni in Victoria/British Columbia starten und mal eben rüber nach Ketchikan in Alaska segeln, rudern, paddeln oder stechen. Dabei geht es zunächst durch die relativ geschützte „Strait of Georgia“ und später raus auf offene Gewässer in den Queen Charlotte Sound. Zwei Wegpunkte müssen zwingend angesteuert werden, ansonsten ist jedes Team auf sich allein gestellt, „you can go your own way“. Und für alle Teilnehmer, die dieses Motto eher an eine Whiskey-Werbung erinnert, hat die Rennleitung das Bonmot parat: Das ist genau so gewollt!

Garantierte Wassertemperatur: Nicht über fünf Grad Celsius, garantierter Abenteuerfaktor: hoch bis sehr hoch.

Da über weite Strecken mit bleierner Flaute zu rechnen ist, verlassen sich nur die wenigsten Boote ausschließlich auf Antrieb durch Wind. Die verrücktesten Pedal-Antriebe wurden bereits geortet und ein Trimaran hat im Heck der Schwimmer gleich eine komplette Ruderanlage montiert.

Die Innere Passage nach Alaska wurde schon von Indianern lange vor unserer Zeitrechnung abgepaddelt, von Segelschiffen seit Jahrhunderten befahren und nachdem im Klondike Gold gefunden wurde, von Dampfschiffen aufgewühlt, die wiederum voll beladen waren mit Goldsuchern. Die Organisatoren des „R2A“ beschreiben das anstehende Abenteuer kurz, knapp, klar:

„Du, ein Boot, eine Startpistole, 10.000 Dollar für den Sieger, ein Set Steakmesser für den Zweitplatzierten, kathartische Hochstimmung, wenn man „nur“ finisht. Ein Rennen ohne Hilfe von außen, kein Netz, kein doppelter Boden. Jedes Boot ohne Motor kann mitmachen!“

Ach ja, was noch zu erwähnen wäre: Unterwegs lauern reichlich Orca-Schulen (die wollen aber nur spielen) und wer zum Pipimachen an Land geht, sollte sich vor den Grizzlys in Acht nehmen. Weitere Gefahren: Von einem Frachtschiff unbemerkt versenkt zu werden, Tidenströmungen mit Geschwindigkeiten bis zu 20 m/ph, fiese Böen. Die Entschädigung für alles? Atemberaubende Landschaften und die Gewissheit, an einem der letzten großen Abenteuer auf diesem Planeten teilgenommen zu haben.

Website mit Vorstellung der Boote und Teams

Tracker

Race to Alaska, Wasser-Abenteuer, rudern, paddeln, segeln

Coolstes Ablegemanöver bisher © r2a

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Michael Kunst

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Ein Kommentar „Abenteuer: Neues Kult-Event “Race to Alaska” – 50 Boote am Start“

  1. avatar Traveller sagt:

    Saucool!

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 1

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