Am Freitag treffen sich in Paris potenzielle AC Teilnehmer

AC in San Francisco. Kommt jetzt Red Bull?

Von Carsten Kemmling

Der BMW Oracle Flügel wird gestellt. Wie viele Teams trauen sich noch zu, dies Technik zu beherrschen? © BMW Oracle

Der BMW Oracle Flügel wird in Valencia gestellt. Wie viele Teams trauen sich noch zu, diese Technik zu erlernen? © BMW Oracle

Es ist keine große Überrschung mehr. Aber nun soll endgültig feststehen, dass der America´s Cup 2013 in San Francisco stattfindet. Zumindest heißt es in der Szene, dass der Renn Direktor Iain Murray im Begriff ist, in Ellisons Heimatstadt umzuziehen.

Damit geht jetzt das große Stühlerücken los. Wer wird dabei sein und wer nicht? Bei einem Meeting am Freitag in Paris sollen erste potenzielle Herausforderer informiert werden.

Die Teilnehmerliste bleibt geheim. Aber es geht das Gerücht, dass die Österreicher interessiert seien. Tatsächlich scheint die neue Art des America´s Cups wie maßgeschneidert für Red Bull Gründer Dietrich Mateschitz.

Mit Roman Hagara und Hans Peter Steinacher hat er ohnehin die Doppel-Olympiasieger im Tornado unter Vertrag. Sie segeln seit Beginn des Jahres mit noch mäßigem Erfolg in der Extreme 40 Szene.

In Kiel sprach SegelReporter außerdem mit dem Argentinier Santiago Lange, der bei den vergangenen Olympischen Spielen je eine Bronzemedaille im Tornado gewonnen hat. Der Schiffbauingenieur berät Hagara in der Extreme 40 Szene.

Ihn verbindet eine Beziehung zu Red Bull, seit die Österreicher 2007 in letzter Minute bei dem schwedischen Victory Challenge Team an Bord gingen, bei dem er unter Vertrag steht.

Lange erzählte in Kiel, dass er direkt vom Little America´s Cup Event eingeflogen sei, wo er die Technik der Tragflügel-Katamarane studierte. Der Schiffbauingenieur arbeitet für den Star-Designer Juan Kouyoumdjian.

Der hatte eigentlich eine Vereinbarung mit den Briten vom Team Origin und Lange hatte deshalb auch schon mit Ben Ainslie im MedCup und bei der Louis Vuitton Series gesegelt. Nun ist Origin aber raus aus dem Spiel und Kouyoumdjian/Lange frei, möglicherweise für Red Bull.

Als weitere Teams werden in Paris die Russen von Synergy erwartet, die Neuseeländer und das schwedische Artemis Team um Paul Cayard.

Der Brite Mark Turner von Offshore Challenges, der ein heißer Kandidat für den Posten des Renndirektors war und die Extreme 40 Serie organisiert, behauptet dass eine AC Teilnahme für weniger als 36 Millionen Euro realisiert werden könne.

Interessanter sind seine Gespräche mit Ernest Bertarelli. Turner versucht offenbar den Décision 35 Rennzirkus auf dem Genfer See auszuweiten. Die Rennen sollen auch außerhalb der Schweiz stattfinden und parallel zu den Extreme 40 Events stattfinden.

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Carsten Kemmling

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