Ernesto Bertarelli scheint bei der Extreme 40 Serie starten zu wollen

Ist Alinghi wieder da?

Von Carsten Kemmling

Alinghi gewann 2008 den iShares Cup in der Extreme 40 Klasse © On Edition

Ernesto Bertarelli hatte sich nach seiner schmerzhaften Niederlage beim America´s Cup im Februar lange zurückgezogen aus der Welt des internationalen Segelsports. Nun ist er offenbar wieder da. Alinghi will 2011 bei der Extreme 40 Serie starten.

Das hatten die Schweizer jedenfalls auf ihrer Homepage berichtet. Die betreffende Stelle ist nun allerdings verschwunden. Möglicherweise möchte die Extreme 40 Organisation diese Nachricht selber zuerst verbreiten. Sinn macht die Teilnahme. Für Bertarelli ist sie eine günstige Chance, wieder den angestammten Platz in der Segelgemeinde einzunehmen.

Lange war spekuliert worden, ob sich Bertarelli das Volvo Ocean Race als neues Spielfeld suchen würde. Aber die Gerüchte verfestigten sich nicht. Danach verkündete die Extreme 40 Organisation eine Kooperation mit der schweizer Katamaran Liga Challenge Julius Baer, die von Alinghi dominiert wird.

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Steuermann Ed Baird bereitete sich für Alinghi mit dem Extreme 40 Kat auf den America´s Cup vor, gewann die Serie, durfte aber den großen Kat im AC nicht steuern. © On Edition

2011 sollen die Décision 35 Katamarane erstmals nicht nur in der Schweiz sondern auch im Mittelmeer regattieren. Die logistische Hilfe der Extreme 40 Organisation könnte einher mit dem angekündigten Start eines Alinghi Kats bei der Extreme Serie einher gehen.

2008 gewann Alinghi den iShares Cup mit Steuermann Ed Baird. Der gehört allerdings inzwischen nicht mehr zum Team. Baird steuert 2011 die TP52 „Quantum“ beim Audi MedCup. Deshalb ist noch nicht klar, wer den neuen Extreme 40 Kat führt.

Bertarelli mag selber das Steuer in die Hand nehmen. Er baut aber auch den schweizer Vize Europameister in der Motte Arnaud Psarofaghis auf. Mit Nils Frei und Yves Detrey stehen zwei erfahrene Alinghi Veteranen zur Verfügung. Der Extreme 40 Veranstaltung dürfte so ein hochkarätiger Zugang jedenfalls einen wichtigen Aufschwung geben. Der Name Alinghi zieht noch immer.

Ernesto Bertarelli sagte zum zehnjährigen Alinghi Jubiläum im September: “Wir müssen akzeptieren, dass es da ein besseres Team gab mit einer fantastischen Designleistung, dem Flügel, der ihrem Boot einen unglaublichen Schub verliehen hat.

Aber Alinghi ist und bleibt ein starkes Team mit starken Werten, einem starken Spirit und viel Wettkampfgeist. Wir warten ab und schauen, was die nächsten AC-Regeln bringen. Wir sind ein Segelteam. Wir werden auch andere Anlässe ins Auge fassen, wo wir brillieren können, so wie wir es nun lange Zeit getan haben, und wo wir unsere Farben rund um die Welt auf schönen Segelbooten verteidigen können.

Alinghi wird immer wieder zurückkommen. Wir haben eine innere Stärke, die man uns nicht nehmen kann.”

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Carsten Kemmling

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