All In Racing: Segel setzen für die José Carreras Leukämie-Stiftung und SolarAid

"Wir wollen etwas zurück geben"

Pressemitteilung:

Das junge deutsche Segel-Team All In Racing will die aktuelle große öffentliche Aufmerksamkeit nutzen, um den Kampf gegen Krankheit, Armut und Umweltverschmutzung zu befördern. Wie Team-Koordinator Anian Schreiber am Freitag mitteilte, wird die deutsche Nachwuchs-Mannschaft während des Red Bull Youth America’s Cup in San Francisco (1.-4.9.) für die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung sowie die internationale Entwicklungshilfe-Organisation SolarAid werben.

Erik Heil und Philipp Buhl in San Francisco.

Erik Heil und Philipp Buhl in San Francisco. © Jens Hoyer

„Wir unterstützen die Ziele dieser beiden Einrichtungen und wollen durch die prominente Platzierung von deren Logos auf den Helmen unserer Segler und dem Flügel-Segel unseres Bootes auf ihr Engagement aufmerksam machen“, sagte Schreiber.

Die José Carreras Leukämie-Stiftung setzt sich dafür ein, durch medizinischen Fortschritt Leukämie heilbar zu machen und unterstützt betroffene Patienten. Sie wurde von dem spanischen Star-Tenor José Carreras gegründet, nachdem dieser selbst eine Leukämieerkrankung überwunden hatte. Die Entwicklungshilfe-Organisation SolarAid fördert die Verbreitung von Solar-Leuchten in Afrika, und will damit einen Beitrag zur Armutsbekämpfung, Gesundheit und zum Schutz der Umwelt leisten.

Die Solar-Leuchten sollen nicht nur Millionen Afrikanern Licht spenden, die nicht an das Elektrizitätsnetz angeschlossen sind. Sie sollen auch die weit verbreiteten Kerosin-Lampen überflüssig machen, die für erhebliche Gesundheitsprobleme auf dem Kontinent verantwortlich sind. SolarAid ist eine junge Charity Organisation und hat erst in diesem Frühjahr den Google Global Impact Award gewonnen.

Wichtiger als eine Profi-Segelkarriere

All In Racing Skipper Philipp Buhl (23) begründete das Engagement seiner Mannschaft: „Was wir in den letzten Wochen und Monaten erlebt haben, ist verrückt. Für uns ist ,All In’ in dieser Zeit nicht nur ein Team-Name gewesen, sondern der Ausdruck einer Lebenseinstellung geworden: ,All In’ steht dafür, sich allen Widerständen zum Trotz für seine Träume, Ziele und Werte einzusetzen. Dies hat viele unserer Unterstützer dazu bewegt, uns zu helfen – dafür sind wir sehr dankbar. Mit unserem Engagement wollen wir etwas zurückgeben und diesen Spirit weiter verbreiten.

Wir wollen auf die Menschen und deren Situationen aufmerksam machen, deren Träume und Ziele wesentlich bescheidener, aber wahrscheinlich wichtiger sind als unser Traum von einer Profi-Segelkarriere.“ Steuermann Erik Heil (23) ergänzte: „Ein an Leukämie erkrankter junger Segel-Fan hatte ein Vortrag über mein Segel-Team vorbereitet und mich zu seiner Präsentation eingeladen. (Anm. d. Red.: SR berichtete hier) Sein Schicksal hat mich sehr berührt, deswegen ist es mir ein persönliches Anliegen, auf die José Carreras Leukämie-Stiftung aufmerksam zu machen.

Dass in Afrika mehr Kinder durch Luftverschmutzung in Räumen sterben als durch Malaria und dass Kerosin-Lampen wesentlich dazu beitragen, hat das ganze Team sehr bewegt. Von dieser Tragödie wissen wahrscheinlich die wenigsten Menschen. Deswegen finden wir es wichtig, dass wir auch auf die Arbeit von SolarAid aufmerksam machen.“ Die Zusammenarbeit mit den beiden Organisationen solle langfristig angelegt und ausgebaut werden, so Heil.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Teil der großen Herausforderung sein dürfen, der sich All In Racing stellt“, sagte Richard Turner, Head of Fundraising von SolarAid. „Um an den Start gehen zu können, haben die Segler gewaltige Hindernisse überwunden, sie sind für uns eine Quelle der Inspiration. Das All In Racing Team hat es geschafft, sein ehrgeiziges Ziel, im Youth America’s Cup anzutreten, zu verwirklichen – mit seiner Hilfe wollen wir es nun unsererseits schaffen, unser eigenes ehrgeiziges Ziel zu erreichen, bis 2020 alle Kerosinlampen aus Afrika zu verbannen. Wir wünschen den Seglern viel Glück und freuen uns darauf, dabei zu sein, wenn sie ihren Lebenstraum erfüllen.“

Wie Sport helfen kann

„Sport und Krebs sind für viele Betroffene eng miteinander verbunden. Sport kann Ansporn sein im langwierigen Kampf gegen die Krankheit. Und nach der Genesung wiedergefundenes Lebensgefühl bedeuten. Wir unterstützen die Patienten auf ihrem Weg“, sagte Dr. Gabriele Kröner, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung. „Es ist sehr wichtig, dass vom couragierten All in Racing Team auf diese Belange aufmerksam gemacht wird. Dank zusätzlicher Spenden wird weiterer medizinischer Fortschritt ermöglicht, der den Betroffenen wertvolle Lebenszeit und -qualität schenken kann.“

Carreras Stiftung

Der spanische Tenor José Carreras gründete 1995 die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. aus Dankbarkeit dafür, dass er selbst seine Leukämie-Erkrankung nach einer Stammzelltransplantation überwunden hat. Über 900 Forschungs-, Struktur-, und Sozialprojekte wurden seither erfolgreich finanziert und realisiert. Dazu gehören die Förderung von Wissenschaft und Forschung, die Finanzierung von Strukturmaßnahmen, wie zum Beispiel der Bau von Transplantationseinheiten, Tageskliniken oder Rehabilitationszentren, und die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen.

Das deutsche Segelteam All In Racing nimmt vom 1. bis 4 September am Red Bull Youth America’s Cup teil, der in diesem Jahr erstmals ausgetragen wird. Unmittelbar vor dem Finale des America’s Cup in San Francisco werden dort zehn nationale Nachwuchsmannschaften (19 bis 23 Jahre) um den Sieg kämpfen. All In Racing mit Skipper Philipp Buhl und Steuermann Erik Heil hatte sich im Februar in San Francisco für den Wettbewerb qualifiziert. Zur deutschen Mannschaft gehören auch Justus Schmidt, Max Böhme, Max Kohlhoff, Michael Seifahrt und David Heitzig. Gesegelt wird auf extrem schnellen und anspruchsvollen High-Performance-Katamaranen der AC45-Klasse, die auch bei der America’s Cup World Series zum Einsatz kamen. Der Red Bull Youth America’s Cup gilt als Nachwuchsserie des America’s Cups und soll jungen Seglern den Weg zur wichtigsten Segelveranstaltung der Welt ebnen helfen.

Weitere Informationen zur Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung

 

Spendenkonto:

Commerzbank AG
BLZ: 700 800 00
Konto: 319 966 601

Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

8 Kommentare zu „All In Racing: Segel setzen für die José Carreras Leukämie-Stiftung und SolarAid“

  1. avatar Ballbreaker sagt:

    Bildunterschrift: Erik Heil in Philipp Buhl in San Francisco?

    In der Blue Oyster Bar, oder wo ?

    too much information 😉

    P.S.: Haut rein Jungs, ich drück die Daumen!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 13 Daumen runter 1

  2. avatar sportbootjo sagt:

    … den Kampf gegen Krankheit, Armut und Umweltverschmutzung zu beförderten …

    Und was bitte ist mit dem Weltfrieden? Kümmert sich denn niemand mehr darum 😉

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 11 Daumen runter 18

    • avatar E2nO sagt:

      Wieso? Ich dachte immer der Präsident der USA kümmert sich um den Weltfrieden. Das muss doch reichen, oder ? 😆

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 5

    • avatar dubblebubble sagt:

      Das Wörtchen Armut würde ich aus dem Text herausnehmen, wenn ich zig Tausende Euros beim Segeln verbrennen würde. Überhaupt halte ich AC45-Auftritte als Botschafter für diese Projekte nicht geeignet.

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 12 Daumen runter 23

      • avatar ich kann auch unerkannt motzen ;) sagt:

        Lieber Postersteller,

        so wie es aussieht hat Dich der oben genannten Spirit nicht erreicht – Schade für Dich!

        Ich find’s auf jeden Fall eine eine tolle Geste der Dankbarkeit der Jungs und eine schöne Sache, dass sie versuchen das “verbrannte Geld” sinnvoll einzusetzen.

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    • avatar Ingrid Spielberger sagt:

      Liebe/r Sportbootjo,

      bist du schon mal auf die Idee gekommen über den Tellerrand zu gucken und den “Weltfrieden” voranzubringen?

      Hoffentlich hast du viel Erfolg dabei! Die Betroffenen werden es dir bestimmt danken!!!!

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  3. avatar Tom sagt:

    Na ja, die Intention von dubblebubble war ja, anzuprangern, dass das viele Geld sinnvoller direkt bei den Menschen ankäme, die es in diesen Kampagnen benötigen.
    Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein: Soll heißen, dass jeder von uns sich selbst fragen muss ob er mit seinem “Impact” in der Gesellschaft zufrieden ist.
    Ein Beispiel: Viele Segler genießen an ihrem Sport den Einklang mit der Natur. Gleichzeitig fliegen viele zu ihren Segelspots. Fliegen ist aber eben die Klimasünde Nr. 1 und sicher wenige nutzen Atmosfair und Co.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 6

  4. avatar EInheizer sagt:

    Ich bin dafür!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 2

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