America’s Cup: Alinghi auf neuen Wegen – Dennis Conner sagt Bermuda ab

Neue Herausforderung

Schwere Zeiten für die Extreme Sailing Series. Ernesto Bertarelli steigt nach dem Sieg seines Alinghi Teams aus und sucht nach neuen Zielen. Den Cup?

Ernesto Bertarelli bei der Extreme Sailing Series. © Chris Schmidt/Alinghi

Ernesto Bertarelli bei der Extreme Sailing Series. © Chris Schmidt/Alinghi

Die Extreme Sailing Series hat 2014 eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison erlebt. Durch die America’s Cup Teams von Ben Ainslie, Team New Zealand und Franck Cammas gab es einen deutlichen Push.

Aber die Attraktivität ist schon wieder verflogen. Die Regattaserie diente als Lückenbüßer beim Warten auf die heiße Phase des nächsten America’s Cups. Und mit der Saison 2015 müssen sich die Teams auf das Segeln der fliegenden AC45 konzentrieren.

Kiwis sagten Finale ab

So hatten die Kiwis sogar schon beim Extrem Sailing Series Finale ausgesetzt. Und es scheint fraglich, ob die weiteren Cup Teams noch einmal antreten werden. Eine Entwicklung die wohl normal wäre. Zu weit sind die X40 Sportgeräte inzwischen von den AC45 auf Foils entfernt. Da kann man nicht mehr viel für den Cup üben. Wähend der Messe in Düsseldorf sollen die Teilnehmer bekannt gegeben werden.

Aber dass nun Alinghi aus der Serie aussteigt, ist ein schwerer Schlag. Ernesto Bertarelli zählte zu den größten Förderern und hat viel Geld in die Regatta gesteckt. Nun kündigte er nach dem Sieg 2014 überraschend den Rückzug an.

Laut einer Mitteilung hat er angekündigt, “andere Rennmöglichkeiten zu prüfen” und sich mit der neusten Segeltechnologie auseinanderzusetzen. Den Titel der schweizer D-35-Kat-Rennserie wolle er allerdings verteidigen.

Überraschungscoup beim Cup?

Das könnte sich nach einem späten Einstieg in den America’s Cup anhören. Steuert der Schweizer doch noch auf einen Überraschungscoup hin? Aber konkret wenig daraufhin. Vielmehr dürfte sich Bertarelli den 32 Fuß langen GC 32 Flugkatamaranen zuwenden, deren Serie 2015 startet. Wenn er seinen Profi-Rennstall weiter unterhalten möchte, muss er ihm etwas bieten.

Auch die andere Optionen für weitere angekündigte Späteinsteiger beim America’s Cup  scheinen sich zerschlagen zu haben. So war ein japanisches Syndikat und eines aus Portugal für möglich gehalten worden. Auch von den Russen, die mit der Hilfe von Gazprom immerhin ein Extreme Sailing Series Team unterhalten, scheinen keine Ambitionen mehr zu haben.

Sogar Bermuda wollte eine Herausforderung auf die Beine stellen. Aber die lokalen Medien berichteten in der vergangenen Woche, dass die Bemühungen eingestellt worden seien, weil Mr. America’s Cup Dennis Conner nicht wie erhofft als Unterstützer bereit steht.

Auch um die Franzosen macht sich die Szene Sorgen. Eigentlich war vermutet worden, dass das Team um Franck Cammas auf der Messe in Paris einen großen Sponsor vorstellen würde, der das Projekt trägt. Der Termin ist aber verstrichen. Das wäre ja vielleicht etwas für Bertarelli.

 

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Carsten Kemmling

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