America’s Cup: Artemis zeigt den ersten 40 Meter Flügel

Die Mega-Schwinge

Der Artemis Flügel auf einem Orma 60 Trimaran vor Valencia. © Sander van der Borch / Artemis Racing

Der schwedische Challenger of Record beim America’s Cup Artemis Racing zeigt als erstes Team den ausgewachsenen neuen Flügel für den AC72 Katamaran. Das starre Karbon-Segel ist 40 Meter hoch, 260 Quadratmeter groß und wiegt eine Tonne.

35.000 Arbeitsstunden sollen nach Angaben von Artemis in den Bau investiert worden sein. Der Wing wurde auf einem modifizierten Orma60 Trimaran installiert und vor der Basis in Valencia erstmals Probe gesegelt.

Größenvergleich. AC45 Wing mit neuem Topp-Element versus AC72 Flügel. © Sander van der Borch / Artemis Racing

Das Team betont, dass es im Gegensatz zur Konkurrenz sofort einen Flügel mit 1:1 Maßen  gebaut hat, um möglichst früh die Bedienung zu lernen. “Vor der Leistung kommt die Sicherheit unserer Crew”, sagt Teamchef Paul Cayard. “San Francisco ist im Juli und August ein Ort, der nichts verzeiht.”

Chef Designer Juan Kouyoumdjian sagt: “Es ist unglaublich, diesen Wing auf dem Wasser zu sehen. Er sieht toll aus und gleichzeitig angsteinflößend. In den nächsten Tagen werden einige Strukturtests erfolgen.”

Schiere Größe. Artemis Segler checkt den 260 Quadratmeter-Flügel. © Sander van der Borch / Artemis Racing

Die konkurrierenden Teams haben haben vorerst noch nicht den großen Flügel gebaut. Sie testen vorerst Elemente des AC72 Kats auf kleineren Plattformen wie dem AC45 und Team New Zealand mit den SL33 Kats.

Shirley Robertson hat für das CNN Magazin den Transport des Flügels begleitet und ein Porträt von Torbjörn Tornquist erstellt.

 

 

 

 

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „America’s Cup: Artemis zeigt den ersten 40 Meter Flügel“

  1. avatar hanseatic sagt:

    O-Ton von Bord: “It’s gonna be quite a animal show.” – “It’s powerful, with a lot of potential for desaster.”
    Na wenigstens wissen die Jungs schon mal was von ihnen und dem Flügel erwartet wird 😉
    Derzeit arbeitslose Chirugen und Laminierer können sich ja schon mal auf den Weg nach SF machen. Die werden da sicher gebraucht 😀
    Und wir warten dann mal ganz entspannt auf die netten Bilder…..

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  2. avatar T.K. sagt:

    Mega Schwinge?

    Beim letzten AC gabs die Mega Schwinge. Knapp 60m wenn ich mich nicht irre. Das ist doch jetzt dagegen nur ein Spielzeug mit rund 40m!

    Genau da liegt auch der Vorteil von Oracle. Die müssen downsizen, während alle anderen upgraden müssen. Oracle hat Millionen von Messwerten die kein anderer haben kann. Advantage Oracle!

    Und das diese Masten halten hat ja der letzte AC gezeigt. Aufgrund ihres Volumens sind diese Masten auch prinzipiel sehr stabil. Ich glaube eher, dass der alte Orma Tri unter den auftretenden Lasten eher Probleme bereitet.

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    • avatar Söldner sagt:

      Der letzte AC wurde aber bei unter 10kn Wind gesegelt. Sicherlich hatte BOR damals auch bei mehr Wind getestet. Allerdings glaube ich nicht, das der große Vorteil von OR allein in der Technologie liegt, denn die Technik dieser Flügel-Riggs wird seit über 20 Jahren entwickelt und ist kein Geheimnis.

      Den größeren Vorteil den OR hat, liegt sicherlich im Handling dieser Megaflügel, denn kein anderes Team hat eine vergleichbare Zeit mit diesen Teilen gesegelt. Aber ob das OR bei den Bedingungen in San Francisco einen Vorteil verschafft, wird sich zeigen. Bei soviel Wind, wie es dort gibt, hat OR auch noch nicht viel getestet.

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