America’s Cup: Australiens Challenger of Record Bob Oatley bestätigt

Aussie Liebe zum Cup

Als erster Herausforder für den 35. America’s Cup steht der Hamilton Island Yacht Club aus Australien fest. Er wurde vom Cup Verteidiger Golden Gate Yacht Club offiziell als Challenger of Record akzeptiert.

James Spithill

Der Australier James Spithill war eine der Schlüsselfiguren beim AC. Segelt er bald für sein Heimatland? © Jens Hoyer

Traditionell sehen die America’s Cup Statuten vor, dass sich der Verteidiger mit dem ersten Herausforder auf das Protokoll einigt, das die Spielregeln für die nächste Auflage der Regatta vorgibt.

Der HIYC hat seinen Sitz in Queensland in der Nähe des Great Barrier Reefs. Er richtet seit 30 Jahren die renommierte Audi Hamilton Island Race Week aus. Führungsfigur ist der Winzer und Weinhändler Bob Oatley, dessen Yachten mit dem Namen “Wild Oats” seit Jahren das Seesegeln in Australien dominieren. Bob Oatley gehört mit einem Vermögen von rund einer Milliarde, US Dollar zu den 25 reichsten Australiern. 2003 gewann er mit einem australischen Team den letzten ausgesegelten Admiral’s Cup.

Wie beim America’s Cup üblich überreichte Sekunden nach dem siegreichen Zieleinlauf des Oracle Katamarans Oatley und sein segelbegeisterter Sohn Sandy in San Francisco ein unterschriebenes Dokument mit der Herausforderung.

Tom Ehman, Vize Kommodore vom Golden Gate Yacht Club, sagt in der offziziellen Mitteilung: “Die Daten, der Typ des Bootes, das Format und die Regeln müssen mit dem Challenger of Record verhandelt werden, nachdem wir uns mit potenziellen Herausforderern, Austragungsort-Repräsentanten, Sponsoren und anderen Beteiligten besprochen haben. Beide Vereine möchten viele Herausforderer sehen, so wie es die Norm seit 1970 war. Die Kosten für eine Kampagne müssen sich verringern. Aber zuerst müssen wir den Austragungsort bestimmen der nach der Stiftungsurkunde, vom Verteidiger festgelegt wird.”

Es wird in Aussicht gestellt, dass die beiden Vereine in den ersten Monaten 2014 das Protokoll für den 35. America’s Cup präsentieren können.

Im 24-köpfigen Segelteam von Oracle tun allein acht Australier ihren Dienst, darunter die Schlüsselfiguren, James Spithill, Tom Slingsby und Kyle Langford. Auch der Generalmanager Grant Simmer kommt aus Downunder, wie auch Regatta Direktor Iain Murray, der selber am Hamilton Island Resort beteiligt ist.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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16 Kommentare zu „America’s Cup: Australiens Challenger of Record Bob Oatley bestätigt“

  1. avatar SR-Fan sagt:

    … versehen ihren Dienst … ?

    VG

    (kann gerne auch gelöscht werden)

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  2. avatar ac pro sagt:

    Gehen jetzt den Amerikanern die Australier aus?

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    • avatar Backe sagt:

      Nicht so schlimm, solange den Neuseeländern nicht die Kiwis ausgehen … :.)

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  3. avatar sarah sagt:

    Australia and New Zealand the best Teams <3

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  4. avatar enzo sagt:

    Wer denkt, dass Spithill und co am nächsten AC unter australischer Flagge segeln?

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  5. avatar Hans B. sagt:

    Sie werden da segeln, wo es das meiste Geld gibt. Schließlich kann auch ein Segelprofi nicht allein vom Patriotismus leben.

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    • avatar blogname sagt:

      Spithill und Co. haben ihre Schäfchen im trockenen…. Da hat Larry für gesorgt!
      Wenn sie ihr Land nach vorne bringen wollen, bekämen sie mit ihrem “Know-how” auch von den Oatleys ausreichen viel Geld, um satt zu werden.

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    • avatar stefan sagt:

      Patriotismus und Profitum sind im Sport eigentlich nur sehr selten vorhanden. Patriotismus ist eigentlich etwas das dem Amateur anhängt. Nicht umsonst war bis vor wenigen Jahren der Olympiastatus von Sportlern an den Amateurstatus gebunden.

      Ein Profi vertritt seine Interessen, nicht in erster Linie die eines Landes.

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  6. avatar Ich sach mal so... sagt:

    Der Identifikationsgrad mit einer Sache steigt wie immer mit der Einfachheit einer Sache. Wenn Australier für Australien segeln und Amis für die USA ist alles klar. Das Halb-Neuseeland Schweizer wird, um dann Amerikaner zu sein, daß versteht keiner. Genauso versteht es keiner, daß Halb-Australien auch Amerikaner ist, erweitert um einen Engländer. Früher waren Amis Amis, Kiwis Kiwis und Feldmäuse Feldmäuse. Das Spiel war einfach, die Identifikation war hoch und die Boote, Segel und Masten wurden im Flaggen-Land gebaut. Soll mir doch keiner erzählen, daß in den den USA nicht genügen Talente für einen US-Kutter gibt, in NZ für einen NZ-Kutter und in AUS für einen AUS-Kutter. Man muss eben nur die Regeln ändern, dann hätte man an der front schon mal Ruhe.

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    • avatar Stefan sagt:

      Was ist ein Amerikaner, was ein KIwi oder Australier?

      …schon die Vergangenheit hat gezeigt, das schnell Wohnsitze geändert werden und neue Pässe ausgestellt werden können. Kaum eine Regel beim AC kann so einfach unterlaufen werden.

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 2 Daumen runter 7

      • avatar blogname sagt:

        …. und was ist dann mit den Deutschen? Glaubst du, dass wir das Handwerkszeug dazu hätten, ein Team an den Start zu bringen….. Eines, dass einigermaßen konkurrenzfähig ist?
        Wenn 50% des Teams, die deutsche Nationalhymne in der Grundschule gelernt haben, könnte es reichen!

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        • avatar Ich sach mal so... sagt:

          Ein klares Ja, wenn man denn das Geld in ein deutsches Team steckte. Bisher haben BMW und SAP ja nur andere Teams gesponsored.

          Gute Leute gibt es wohl. Man muss nur wollen und es muss zusammen auch klappen. Und das ist ja bekanntlich nicht immer einfach. Konstrukteurs-Know-How ist da, Segel-Know-How auch, und am Ende kochen eh’ alle mit Wasser.

          Aber solange bei der Booten wie “Spirit of Europe” Road Harbour als Heimathafen steht und beim German Offshore Challenger mit Diego Negri, Ryan Breymaier, Juan Luiz Paez und Viktor Marino Segel-Legionäre als angeheuert werden, weil man den einheimischen Seglern nicht traut, dann kann sich einheimischen Potential auch kaum entwickeln. Aber das war ja bei Aerosail kaum anders….

          Man muss den eigenen Leuten einfach mal trauen!

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        • avatar stefan sagt:

          …das Handwerkzeug vielleicht. Die Mentalität die nötig ist, nein.

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      • avatar Capt.Jack.S sagt:

        Wenn man wollte, könnte man festlegen, das ein Australier die letzten 5 Jahre seinen Wohnsitz in Australien gehabt haben muss. Andere Länder analog. … wenn man wollte.

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  7. avatar <°((( ~~< sagt:

    Ja-wohl! Für mehr nationale Identifikation beim Segeln! Überhaupt für viel mehr Nationales!

    “Deutsche! Kauft deutsche Bananen!” (Tucholsky, 1932)

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 7

  8. avatar T.K. sagt:

    Eine Nationenregelung widerspricht eigentlich dem Americascup, auch wenn es zeitweise so aussah wie ein Nationenrennen so ist und bleibt der Americascup ein Rennen von reichen Egomanen und deren “befreundeten” Segelclubs welche lediglich aus einer anderen Nation sein müssen als der Verteidiger.

    Übrigens heisst der Americascup nicht so weil er aus Amerika kommt, sondern weil das erste siegreiche Schiff eben jene America war. Der Cup hies zuvor “100 Sovereign Cup”!

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