America’s Cup: Bermuda Duell – Vorgeschmack auf die neue Cupper-Generation

Schnelle Rollwenden

Mikey Wollmann Training upwind with Ceci Wollmann and artemis and Oracle make awesome tack on his bow… Awesome…!!!!

Posted by Cristian Noe on Montag, 1. Juni 2015

Artemis und Oracle duellieren sich in Bermuda und zeigen die neuen Rollwenden mit ihren Turbo AC45. Etwa so sieht die Action beim nächsten America’s Cup aus.

 

Der Trainer eines Laser-Radial-Seglers auf Bermuda filmt die beiden America’s Cup Teams Oracle und Artemis. Sie trainieren seit einigen Tagen mit ihren gepimpten AC45 auf dem Cup Revier von Bermuda.

Auf dem Video wird deutlich, wie mühelos die 45 Fuß Katamarane am Wind foilen. Dagegen waren die riesigen 72 Fußer in San Francisco geradezu behäbig. Oracle gewann 2013, weil das Team es nur ein wenig besser schaffte, auch beim Kreuzen, den Leerumpf etwas aus dem Wasser zu heben.

Die Regeln verhinderten einen stabileren Am-Wind-Flug. Das hat sich nun verändert. Und auch deshalb konntendie Cup Organisatoren dasDowngrading ihrer Cup Yachten von 62 auf 48 Fuß mit dem Argument verteidigen, dass die Leistungsfähigkeit der Schiffe nicht leidet.

Oracle Artemis

Oracle und Artemis trainieren auf dem Cup-Revier in Bermuda. © Oracle Team USA

So sind besonders die beiden schnellen Wenden der Turbo AC45 bemerkenswert. Artemis gelingt sogar ein Leewende, ohne vom Gegner überlaufen zu werden. Wenn solche Manöver möglich sind, hat das eine direkte Auswirkung auf die Spannung der Cup Regatten. Denn dadurch vermehren sich die taktischen Möglichkeiten und die potenziellen Überholmanöver.

Speed-Verlust durch Wenden

Wenn dagegen der Zeitverlust während der Wende im Vergleich zum Speed zu groß wird, gibt es nur noch Speed-Rennen auf die extremen Seiten des Kurses. So passiert es bei vielen Rennen mit Katamaranen aber auch mit schweren Booten.

Wenn möglicherweise die Multihulls sogar während der Wenden vollkommen auf ihren Tragflächen bleiben, wie es schon die kleinen Motten schaffen, wird der Zeitverlust noch geringer. Dann könnenWinddrehungen und Böen wie beim klassischen Segeln eine noch größere Rolle spielen.

Wie das aussehen kann, wird sich vom 23. bis 26. Juli in Portsmouth zeigen. Dann werden für die America’s Cup World Series erstmals alle bisher gemeldeten sechs Teams mit ihren fliegenden AC45 Einheitskatamaranen segeln.  Die sind nicht so ausgefeilt wie die Turbo AC45 im Video aber Highspeed-Manöver sollten auch damit möglich sein.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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