America’s Cup: Dalton baut erfolgreich Druck auf – Einigung zum Cup 2021 in Auckland

Das neue Segel Stadion

Jetzt doch… der America’s Cup 2021 findet wie geplant in Auckland statt. Nach langem Gezerre hat sich das Team New Zealand nun doch mit der Regierung über einen Bebauungsplan geeinigt.

36 America's Cup , Auckland

Der neue Bebauungsplan für den America’s Cup 2021 in Auckland. © ETNZ

Grant Dalton hatte ordentlich Druck aufgebaut. Man könne den Cup überall stattfinden lassen, wenn man ihn in Neuseeland nicht wolle, hieß es aus dem Lager des Cup-Verteidigers. Die Drohung sollte Geld von der Regierung erpressen. Schließlich ist der Bieter-Prozess bei der Frage des Austragungsortes seit den Zeiten von Alinghi zu einer lukrativen Einnahmequelle für den Cup Verteidiger geworden. Damals hatten die Schweizer den Cup an Valencia verkauft. Und zuletzt spielte auch Oracle diese Karte erfolgreich mit der Vergabe der Regatta nach Bermuda.

Diese Möglichkeit wollten auch die Neuseeländer nicht ungenutzt lassen, auch wenn es abwegig schien, nach so langer Zeit der Cup-Abstinenz irgendwo anders als in Auckland, die Verteidigung in Angriff nehmen zu wollen. Aber die Regierung gab sich so stur wie schon nach der Niederlage 2013 in San Francisco, als sie dem gescheiterten Team in einer kritischen Phase die Unterstützung versagte.

Taktischer Winkelzug

So war das Verhältnis auch nach dem Sieg in Bermuda abgekühlt, und was anfangs deutlich als taktischer Winkelzug von Grant Dalton erschien, war plötzlich gar nicht mehr so undenkbar: Der Ausverkauf des 36. America’s Cups möglicherweise nach Italien. 

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So stellt sich ein Architekten-Team etwas naiv das Spielfeld vor. © Herbst Architects

Aber dieses Schrecken-Szenario ist nun abgewendet. Kurz bevor die Segelwelt die entscheidenden Details zur nächsten Bootsklasse erwartet, haben sich das Team New Zealand und die zuständigen Behörden auf einen Bauvorschlag für das neue Cup-Village in Auckland geeinigt.

Laut Radio New Zealand sind die Kosten nun auf insgesamt umgerechnet 124 Millionen Euro gedrückt worden, die zwischen Land und Stadt zu knapp der Hälfte aufgeteilt werden. Inbegriffen sind 24 Millionen Euro, die dem Team New Zealand als Veranstalter-Gebühr zufließen.

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Tribüne wie eine Bohrplattform? © WHAT architecture

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