America’s Cup: Die World Series 2016 startet im Oman – sechs Teams treten an

"Gut aus den Startlöchern kommen"

Es sind die besten Segler der Welt. Und sie kämpfen um die Krone ihres Sports, den America’s Cup. Sechs internationale Teams treten an. Zum Saisonauftakt 2016 segeln sie ab dem 27. Februar vor Maskat im Sultanat von Oman, wo 2016 das erste von sechs Events der Louis Vuitton America’s Cup World Series startet.

AC45 ACWS

Die AC 45 beim Full-Speed-Start. © Ricardo Pinto/www.rspinto.com

Die atemberaubenden Geschwindigkeiten der „fliegenden“ Katamarane der Einheitsklasse AC 45 werden auch die Zuschauer in Maskat elektrisieren. Dank Tragflächen (Foils) heben die Boote übers Wasser ab und werden bei frischer Brise gut und gerne 40 Knoten, also fast 80 km/h schnell. Zum ersten Mal seit Oktober 2015 in Bermuda geht es bei der Louis Vuitton America’s Cup World Series Oman wieder um Punkte.

Nach den ersten drei Regatten voriges Jahr, die außerdem in Portsmouth/Südengland und Göteborg/Schweden stattfanden, führt das Emirates Team New Zealand. Es landete bei allen drei Regatten auf dem Podium. Die Mannschaft unterscheidet sich erheblich von den Finalisten, die 2013 beim 34. America’s Cup in San Francisco/Kalifornien so denkbar knapp gegen das ORACLE TEAM USA verloren. Am Steuer steht Peter Burling, der gerade zum vierten Mal Weltmeister in der olympischen 49er-Klasse wurde. Und sein Skipper Glenn Ashby gilt als bester Foiling-Experte der Welt.

Zehn Punkte zurück liegt Cupverteidiger ORACLE TEAM USA auf Platz zwei. Diese Position will der zweimalige Cupgewinner Jimmy Spithill als Skipper nach oben verlassen, wenn am 27. Februar im Oman der Vorhang fällt. „Alle wollen im neuen Jahr gut aus den Startlöchern kommen“, so Spithill, „dafür haben alle Mannschaften den ganzen Winter hindurch trainiert. Deshalb dürfte es nicht einfach werden, hier an diesem großartigen Austragungsort zu gewinnen.“

Für die Geheimfavoriten vom britischen Team Land Rover BAR um Sir Ben Ainslie, den erfolgreichsten olympischen Segler aller Zeiten, wird das Gastspiel auf dem Arabischen Golf ein halbes Heimspiel. Denn die Crew hat zwar überwiegend auf dem Solent im Süden Englands trainiert, aber ein Teil kennt das Revier aber von der Extreme Sailing Series sehr gut, die jedes Jahr in Maskat beginnt. Auch Ainslie selbst war hier schon aktiv.

Das schwedische Syndikat Artemis Racing, das in Göteborg seine Heimatbasis hat, wird vom Australier Nathan Outteridge als Skipper angeführt. Der Olympiasieger von 2012 wird im August bei den Spielen in Rio de Janeiro/Brasilien erneut mit den damaligen Silbermedaillengewinner Peter Burling im 49er die Klingen kreuzen. Artemis kommt mit dem Rückenwind eines Regattasiegs im Oktober in Bermuda.

Während die beiden Ozeanier 2016 eine Doppelbelastung haben, kämpft der Skipper vom Groupama Team France noch mit den Auswirkungen einer schweren Fußverletzung, die sich Franck Cammas im Dezember bei einem Trainingsunfall mit dem AC 45 zugezogen hatte. Diese beendete bereits seine Olympiakampagne und verhindert auch seinen Start im Oman. Der ehemalige Match Race Weltmeister Adam Minoprio aus Neuseeland wird das Steuer übernehmen.

Das Softbank Team Japan wird von Dean Barker geskippert, dem vormaligen Steuermann des Kiwi-Teams. Nach spätem Start der Kampagne, aber hartem Wintertraining sind die Erwartungen für 2016 hoch. Zur Mannschaft stießen zwei neue Japaner. Yugo Yoshida und Yuki Kasatani seien super-hungrig auf Erfolg und könnten es kaum abwarten, loszulegen, heißt es aus den Reihen der Asiaten.

Diese sechs Teams sollen an zwei Tagen sechs Rennen absolvieren. Die Wettfahrten werden weltweit live im Internet übertragen. Am letzten Februar-Wochenende wird somit ein neues Kapitel der Segelgeschichte geschrieben, wenn der berühmte America’s Cup zum ersten Mal überhaupt mit einer Regattaveranstaltung im Mittleren Osten zu Gast ist. Für das Sultanat von Oman bedeutet das die Bestätigung des Aufstiegs zu einem Revier und Austragungsort von Weltformat.

Quelle: Oman Sail

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