America’s Cup: Fünfter Sieg in Folge für Oracle, es steht 6:8, nur noch drei Kiwi-Matchbälle

Start-Sprint gewonnen

Das Oracle Team USA hat beim 34. America’s Cup eine nicht für möglich gehaltene Serie von fünf Siegen in Folge hingelegt und ist jetzt nur noch drei Siege von der Cup-Verteidigung entfernt. Aber die Kiwis haben immer noch drei Matchbälle. Und sie sind näher dran, als es aussieht.

America's Cup

Der entscheidende Überholvorgang auf dem Start-Sprint. © Jens Hoyer

“Wir können es noch schaffen”, hatte James Spithill schon gesagt als es 1:7 stand. Es klang so lächerlich. Und auch als er auch an den vergangenen Tagen immer wieder Durchhalteparolen skandierte, mochte man ihn mitleidig in den Arm nehmen. Was sollte er auch anders sagen als dass “das Ding ist erst zuende, wenn es zuende ist.”

Dean Barker und Ray Davies schienen auf dem Podium der Pressekonferenz immer so wissend in sich hineinzulächeln und denken “Red du mal. Morgen ist es aus.” Aber die Vorzeichen haben sich geändert. Spithill hat die hohlen Absichtserklärungen inzwischen mit Taten unterlegt. Fünf Siege in Folge haben sein Oracle Team USA tatsächlich in Schlagdistanz zu den Neuseeländern gebracht. Es fehlen noch drei Siege zu einem der unglaublichsten Comebacks der Sportgeschichte.

Zuerst half Glück

Und so langsam scheinen er und sein US-Team tatsächlich daran zu glauben. Zuerst half unglaubliches Glück beim Überleben im Wettkampf. Drei Rennen wurden wegen Überschreiten des Wind- oder Zeitlimits abgebrochen, als die Neuseeländer im Vorteil waren. Aber nun nehmen sie ihr Schicksal selber in die Hand und siegen weniger durch überlegenes Material, als durch überzeugende seglerische Leistung.

Larry Ellison, Russell Coutts

Männerfreundschaft. © OTUSA/ Guilain Grenier

So ist es auch im 16. Rennen dieses America’s Cups, der schon jetzt als längster aller Zeiten in die Geschichte eingeht. Immer mehr stellt sich heraus, dass die regemäßig wechselnde Startseite einen entscheidenden Unterschied für den Rennausgang macht. Und die Kiwi Fans machten sich große Hoffnung, dass Oracle seit längerer Zeit mal wieder von rechts eröffnen musste.

Aber dem US-Boot spielt in die Karten, dass sich die Tiden-Stömung in den vergangenen Tagen wieder gedreht hat und aus Richtung der Golden Gate Brücke herunter drückt. Das macht es für das Luv-Boot auf der Startlinie nicht ganz so schwer, die Position zu halten.

Analyse vom 16. Rennen:

Aber die Neuseeländer dominieren dennoch den Vorstart, verteidigen die Leeposition, die eine Innenposition an der ersten Marke verspricht und könnten vielleicht sogar den Weg des Gegners zur Linie blockieren.

Konservative Start-Taktik

Aber Dean Barker ist in den letzten zehn Sekunden vor dem Schuss dann doch etwas zu spät dran, er zögert, oder er vermeidet bewusst den engen Zweikampf vor der Startlinie. Offenbar genügt ihm das Behaupten der Position. Der Speed des Kiwi-Kats ist auf den ersten 400 Metern nicht so schlecht, wie ihm viele einreden wollen.

America's Cup

Häufiger mal ducken…Barker scheint deutlich mehr Windwiderstand zu generieren als Spithill. © Jens Hoyer

Diese eher konserative Taktik hätte vielleicht vor ein paar Tagen auch noch gegen einen verunsicherten Gegner ausgereicht. Aber James Spithill, der schon einige Starts verloren hat, ist diesmal voll da. Er nutzt den Raum, den ihm sein Gegenüber zum Beschleunigen lässt, ist beim Start 2,5 Knoten schneller, hebt sich sofort auf die Tragflächen und knipst den Neuseeländern ganz schnell das Licht aus, als er sich schon zur Hälfte des Start-Sprints direkt vor sie legen kann.

Es ist ungewöhnlich, dass Barker, den Speed der Gegner überhaupt nicht aufnehmen kann. Taktiker Ray Davies gibt später zu, dass die Wahl, den aufgerollten Gennaker am Vorstag zu setzen, nicht die glücklichste ist.

America's Cup

Die Oracle Afterguard Ainslie, Slingsby, Spithill arbeitet immer besser zusammen. © ACEA/Gilles Martin Raget

“Die Entscheidung fiel in letzter Sekunde, Oracle hat es besser gemacht.” Die Segel-Wurst vor dem Vorsegel erhöht auf dem High-Speed-Kurs zu Beginn des Rennens den Windwiderstand, weil die Anströmung gestört wird. Laut Davies kommt es darauf an, wie viel Wind er an der ersten Marke erwartet. Bei leichterem Wind muss der Code Zero sofort ausgerollt werden, dann spannt man das Fall schon in der Startphase. Bei stärkerem Wind ist das eben ein Nachteil. Diese Entscheidung kostet das Rennen.

Überholen schwierig

Denn nach dem verlorenen Start finden die Neuseeländer wie schon zuvor keine Überholspur mehr. Es wird immer deutlicher, wie schwer es ist, bei diesen AC72 mit der nach achtern verlaufenen Wirbelschleppe auf dem Vorwindkurs heranzukommen. Bei drehendem und löchrigem Wind ist das Spiel offen, aber wenn beide Boote auf Tragflächen segeln wird es schwierig.

Die Neuseeländer versuchen zur Mitte der ersten Vorwindstrecke mit dem ausgerollten Code Zero Vorsegel Meter gutzumachen und bleiben auch in Schlagdistanz. Aber die immer besser zusammenarbeitende Afterguard mit den beiden Olympiasiegern Tom Slingsby und Ben Ainslie verteidigt die Führung souverän. Dabei hilft die auflaufende Tide, die auf dem Parcours erneut einen schmaleren Korridor für den Optimalkurs vorgibt.

Christoph Erbelding

Christoph Erbelding, der deutsche Kopf hinter dem US-Flügel. © OTUSA

Die Kiwi-Fans, von denen immer noch Tausende in San Francisco ausharren, machen sich große Sorgen um ihr Team. Dabei bestätigen die Statistiken, dass Oracle durchaus schneller geworden ist.

Der Münchener Christoph Erbelding, Struktur-Designer und Rigg-Spezialist beim Oracle Team erklärt das gegenüber SegelReporter so: “Viel Liebe zum Detail fängt an sich auszuzahlen. Wir sind ständig dabei kleine Verbesserungen einzuführen und das summiert sich auf. In der Summe glaube ich, dass wir das stabilere Boot mit weniger Widerstand haben. Aber das kommt erst durch die hervorragende Crewleistung zum tragen.”

Boote sind ähnlich schnell

Andererseits legt die Statistik vom 16 Rennen keine großen Leistungsunterschiede dar, die den Kiwis keine Chancen mehr eröffnen würden. Auf dem ersten Vorwindkurs wird Oracle bei fast exakt gleichen zurückgelegten Weg nur 0,5 Knoten schneller gemessen, wobei das zurückliegende Boot eben oft von den Abwinden gebremst wird.

Auf dem Kreuzkurs erreichte Oracle einen 0,4 Knoten höheren Durchschnitt, segelte aber auch 32 Meter mehr Weg. Der Weg nach Luv (VMG) ist also annähernd gleich. Der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage kommt bisher seglerisch zustande. Heute reichte ein verpatzter Start.

Interessant ist die Statistik des Minimum Speeds bei den zehn Wenden im 16. Rennen. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Wenden sind relativ groß und liegen bei den Neuseeländern zwischen 7.5 und 10.2 Knoten, bei Oracle zwischen 7.4 und 10.2 Knoten. Aber das Durchschnitt-Minimum lag für die Kiwis bei 9,06 Knoten, also höher als bei Oracle mit 8,44 Knoten. Dafür liegen die Kiwis inzwischen beim Durchschnitt Minimum während der zehn Halsen mit 19,75 Knoten hinter den 21,07 Knoten von Oracle.

America's Cup

Im Vollsprint zur anderen Seite. Auf den AC72 gibt es lange Wege. © Jens Hoyer

Aber diese Werte beziehen sich auf die 12 Knoten Windspeed am Montag. Für das 17 und vielleicht 18 Rennen ist wieder deutlich mehr Wind angesagt. Wem das helfen wird ist erneut offen. Oracle darf jedenfalls im ersten Rennen von der besseren linken Seite eintauchen, im zweiten Rennen des Tages ist dieses Privileg dann wieder den Neuseeländern vorbehalten.

 

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Carsten Kemmling

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64 Kommentare zu „America’s Cup: Fünfter Sieg in Folge für Oracle, es steht 6:8, nur noch drei Kiwi-Matchbälle“

  1. avatar Axel Grobe sagt:

    Wer glaubt noch daran, dass hier keine Absprache im Spiel ist, damit der A. Cup spannend bleiben soll, der glaubt auch an die dopingfreie Tour de france. Kiwis dominierend, bis kein Zuschauer mehr da ist und dann die Anfängerfehler damit Oracle aufholen kann. Da ist jede Opti-regatta spannender und ehrlicher. Hey Larry, du versaust den Segelsport nicht nur mit Dollars.

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    • avatar michael sagt:

      @Axel : …. es ist im höchsten Maße unsportlich und unfair den Segler von Team NZL zu unterstellen, sie würden absichtlich verlieren. Du solltest dich schämen und hier an dieser Stelle entschuldigen!

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      • avatar netzGnom sagt:

        Es ist auch grob unsportlich, die klar erkennbare Steigerung von OTUSA so abzuwerten.

        @Axel Grobe
        Man muss aber auch sehen und anerkennen, dass von den kolportierten Dollars auch eine ordentliche Summe in die mediale und computergesteuerte Aufbereitung geflossen ist. Da hat Lawrence Joseph für die Zukunft eine sehr hohe Latte gelegt. Aber klar, man kann natürlich zukünftig auch wieder mit dem Fernglas zuschauen.

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      • avatar ETNZ Fanboy sagt:

        Und du Michael, solltest mal zu einem anti Naivität Kurs gehen… das was der Axel da schreibt, scheint mir auch plausibel. Oder mann dreht es noch weiter um und überlegt mal, ob nicht Oracle von Anfang an, so Performern konnte, wie sie es jetzt zeigen, und lediglich mit diesem geplanten Comeback ein gewisses Heldenepos sich schaffen wollen!

        Man muss bedenken, es handelt sich hier um den America’s Cup, ( da ging es noch nie wirklich sportlich zu ) Larry Ellison ( der Gottgleiche ), die USA ( no coment ) und ein Team was bei 200 Millionen US $ Kampanilen Kosten, mit Sicherheit nicht deine Naivität mit an den Tag legt 😉

        anyway, es ist spannend und unterhaltsam 🙂 was wollen wir mehr 🙂

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        • avatar michael sagt:

          @ETNZ Fanboy. … ich möchte nicht auf dem gleichen Niveau antworten, wie du.

          Aber eins möchte ich dir mit auf den Weg geben. Ich bin nicht naiv, ich weiß nur was es heißt auf einem Cat Regatta zu segeln, zu gewinnen und auch zu verlieren. Kein Segler und schon gar nicht Dean Barker, Ray Davies oder Glen Ashby, einer der besten Cat Segler der Welt, würden sich für Geld, das Gefühl nehmen lassen, den Cup in die Luft zu heben.

          Wenn du irgendwelche Vorbehalte grundsätzlicher Art, gegen die USA oder gegen L. Ellison hast, hinterlasse sie woanders und beleidige nicht integere Segler!

          PS: ich glaube, das Team NZL kann auf so einen Fan verzichten.

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          • avatar SR-Fan sagt:

            Man muss ja auch mal sehen, was das Verlieren nach einem 8:1 Vorsprung für einen Dean Barker/Ray Davis heißt. Die werden dann wohl eher einen längeren Urlaub außerhalb Neuseelands in Anspruch nehmen. Ein Spithill hätte sich da mit dem (anfangs) “schlechteren” Material deutlich einfacher getan.

            VG

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    • avatar dubblebubble sagt:

      Abgesprochen sind höchstens die bescheuerten Kommentare hier, die von Manipulation sprechen wenns nicht so läuft wie vorgestellt.

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  2. avatar Christian1968 sagt:

    Ich mag hier diese ganzen Verschwörungstheoretiker-Statements nicht mehr lesen. das ist echt anstrengend.

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    • avatar TBC sagt:

      Dann lies sie nicht und lass den Leuten ihren Spass. Ne gesunde Portion Misstrauen ist genauso wichtig, wie der Gerechtigkeitswahn einiger anderer hier.
      Jeder darf hier seine Meinung äussern und ein wenig Tolleranz solltest du hier mittlerweile gelernt haben.

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  3. avatar Steffen sagt:

    Ich kann Axel etwas verstehen 😉 … z.B. kann mir jemand den Kurs “zum Mond” auf der Höhe von Alcatraz der Kiwis in Rennen 14 (?) erklären? Die Kiwis haben aufgeholt und fahren dann relativ zu Oracle und Gate 4 quasi mit null Streckenabbau quer … oder die riesen Wende am Gate 4 … wie auch immer, ich drück die Daumen und Danke für den schönen Beitrag hier.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Einfach mal mit ‘nem Kat bei wenig/fleckigem Wind raumschots segeln 😉
      Wenn der Druck fehlt, musst Du anluven. Manchmal bis Halbwind oder höher.

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      • avatar thomas sagt:

        mich würde mal interessieren, wieviele von den verehrten kommentatoren jemals auf einem cat ( steuernd und nicht …. ich bin mal mitgefahren ) in solchen bedingungen gesegelt ist ???

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      • avatar Stefan sagt:

        …das ist nicht nur auf einem Kat so, das gilt für jedes Segelboot. Allerdings, und da gebe ich dir voll und ganz recht, ist das je schneller ein Boot ist umso gravierender.

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  4. avatar Sail fast - live slow sagt:

    Verschwörungstheorien hin oder her. Es scheint sich abzuzeichnen, dass sich das höhere Budget der Amerikaner nun langsam auszahlt. Je länger der Cup dauert, um so besser und schneller macht OTUSA seinen KAT. Die (Pseudo-) Amis haben in den letzten 4 Rennen jedenfalls immer das richtige Setup für ihr Boot gefunden und Statistiken zum Trotz scheint das Boot subjektiv gesehen auf jedem Kurs und nach jeder Halse/Wende schneller zu beschleunigen. Wenn das so weiter geht muss sich ETNZ ganz schnell was einfallen lassen und den Turbo an ihrem Kat aktivieren (finden), sonst haben sie keine Chance mehr. Seglerisch sind beide Crews gleich auf. Auch taktisch halte ich Davis nicht unbedingt schlechter als Ainsle. Deshalb glaube ich das Boot macht derzeit den Unterschied.

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    • avatar SR-Fan sagt:

      live?

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      • avatar Super-Spät-Segler sagt:

        Ja, “live” im Sinne von “lebe”.

        Gibt ‘ne Segelschule am Gardasee, deren Motto das ist (und die hier auch Bannerwerbung geschaltet hat)

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    • avatar Ketzer sagt:

      Da fragt man sich allerdings, was die Amis die letzten Monate mit ihren beiden Booten getan haben? Nur so Spaßsegeln und erst im Rahmen der AC-Rennen haben sie dann angefangen ihr Boot zu optimieren und auf das Rennen zu trimmen? Irgendwie seltsam.

      Hatte ja früher schonmal geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, dass die Kiwis unter Druck extrem fehleranfällig wurden, das scheint sich jetzt zu bestätigen.

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      • avatar Stefan sagt:

        …naja, wenn man intern trainiert, ist man immer nur so schnell wie man selber. Wie schnell und wir sich das eigene Konzept bei einem Aufeinandertreffen auswirkt, kann man nur sehr begrenzt simulieren.

        …auch hat es sich sicherlich sehr störende ausgewirkt, dass OR im letzten Moment den seit Monaten eingespielten Wingtrimmer wechseln musste. Bis dann die Kiste wieder richtig rund läuft vergeht schon Zeit.

        …aber OR hat die richtigen Prozesse angestoßen um ihre Schwächen auszubügeln.

        …das was TNZ derzeit noch ansteht, denn auch die haben Schwächen und machen Fehler. Das Problem für TNZ war allerdings, dass sie sowohl im LVC, als auch in den ersten Rennen des ACs deutlich vorn weg fuhren, allerdings nur weil die Anderen schwächer waren und Fehler machten. Daraus lernt man nicht viel über sich und seine eigenen Fehler.

        …es beleibt daher abzuwarten, ob die Kiwis es hinbekommen die notwendigen Korrekturen zu machen um die eigenen Schwächen zu kompensieren. Wenn das dann im Einzelfall überhaupt möglich ist.

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  5. avatar kuli sagt:

    Absprache zwischen den Teams? Quatsch!

    LE kämpft mit allen Mitteln – vor allem nicht nur auf dem Wasser.
    Aber sein Plan ist bisher nicht aufgegangen:
    1. Die „Stark“-Windphase hielt sich länger als geplant bzw. normal zu dieser Jahreszeit
    2. Das ETNZL nach der fast-Kenterung zurückkam und den folgenden Lauf gewann
    3. Das ETNZL bei Wind viel besser war als befürchtet

    DB versucht seglerisch zu überzeugen. In meinen Augen ist das ehrlicher, aber ungleich schwerer.
    Auch wenn’s bei den Kiwis im Moment nicht rund läuft – jede zusätzlich Verrenkung die LE aufbringen muss, um den vermeintlich „Kleinen“ zu besiegen, lässt mich weiter hoffen, dass DB doch noch gewinnt.

    LE will den Pokal – DB sieht ihn als Anerkennung seiner seglerischen Leistung.
    Das ist ein großer Unterschied!

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    • avatar Stefan sagt:

      LE “hat” den Pokal 😉

      …und DB hat ihn schon mal schmachvoll und peinlich verloren.

      …diese psychologische Element sollte man nicht verkennen. Derzeit erinnert mich DB Körpersprache und das was er sagt schon sehr an das Fiasko in 2003. Da ist viel Ratlosigkeit zwischen den Zeilen.

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  6. avatar dubblebubble sagt:

    NZL segelt vermutlich schon länger mit optimalem Setup und hat nun keine Pfeile mehr im Köcher.

    Das sie endlich mal einen Start gewinnen sollen, halte ich nicht für sooo wichtig. Man konnte ja sehen, dass in der Wettfahrt selbst sehr grosse Lücken geschlossen werden können.

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    • avatar G8075 sagt:

      siehe auch “sail fast – live slow”. Es ist tatsächlich zu befürchten (Sorry, nicht ganz objektiv 😉 ), dass nun das Budget eine tragende Rolle spielt und
      a) Designer und Shore Crew von OTUSA besser aufgestellt sind, um durch Analysen und Nachtschichten das Boot mit “Viel Liebe zum Detail” – wie oben zu lesen ist – immer schneller zu machen sowie
      b) es ganz abgesehen von seiner taktischen Aggressivität und Kompetenz vor allem psychologisch auch ein wichtiger Schritt war, Ben Ainslie zur Verfügung zu haben an Bord zu holen.
      Ich würde mir wünschen, dass ETNZL ebenfalls einen weiteren Taktiker von der Bank holen könnten, der noch richtig heiß ist und Ray Davies (der einen tollen Job macht) und Dean Barker aus der Spur hilft, in die sie sich etwas eingegraben haben (weil dies zu Beginn auch ausreichend schnell war).
      Whatever, es fehlt nur ein Sieg, allerdings bald auch auf der anderen Seite…

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  7. avatar Wolfgang sagt:

    Carsten schreibt dass die Eintauchseite regelmässig wechselt… War es nicht bei den ersten Rennen so, dass einmal TNZ und einmal ORACLE als erste in den Startbereich eintauchten? Warum wechselt das Ersteintauchrecht jetzt dann erst bei jedem zweiten Race?? Wie ist da die genaue Regelung??
    Danke für die Aufklärung

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    • avatar Christof sagt:

      Der erste und zweite Start werden beim Wechsel getrennt betrachtet. Wird nur ein Rennen gesegelt, so wechselt für den nächsten Tag nur der erste Start, der zweite Start bleibt jedoch.
      Ist vermutlich wegen der über den Tag zunehmenden Winde so geregelt, damit die Vor- und Nachteile für die Starts möglichst gleich verteilt sind.

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      • avatar Johannes sagt:

        Stimmt nicht ganz (oder ich habe Dich falsch verstanden),

        die Startseite wechsel innerhalb der geraden und der ungeraden Rennen getrennt.
        Zur ersten WF durfte ETNZ die Seite wählen, zur zweiten Oracle. Sie haben beide die bevorzugte Seite genommen.

        Start mit Wind von BB:

        1. WF: ETNZ, 3. WF: Oracle, 5. WF: ETNZ, 7. WF: Oracle …

        2. WF: Oracle, 4. WF: ETNZ, 6. WF: Oracle, 8. WF: ETNZ …

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        • avatar kuli sagt:

          fast . . .die geraden und ungeraden Rennen pro Tag, d.h. Rennen 1 und Rennen 2
          gestern hätte ETNZL im zweiten Rennen von links starten dürfen, deswegen dürfen sie heute im 2. Rennen von links starten (da nur ein Rennen stattfand)

          Im Ersten kamen sie von links, deshalb ist heute im Ersten OTUSA von links dran.

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  8. avatar Stefan Z sagt:

    Ich hoffe, egal wie es ausgeht, dass der Sieger des AC den Verlierer als Challenger of Record akzeptiert. Ich denke das damit dann aus den Fehlern des aktuellen AC gelernt werden kann und wir uns auf einen super 35 AC freuen können. Egal ob in Aukland oder San Francisco

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    • avatar Pete sagt:

      Das wird nicht passieren, ETNZL will ganz bestimmt nicht LE und Coutts als Challenger haben – die entscheidenden Personen sitzen ja schon jeden Tag mit Leuten von Luna Rossa zusammen, damit beim Sieg von NZL sofort die Herausforderung überreicht werden kann.
      Umgekehrt will Oracle einen möglichst schwachen Herausforderer, der zu allem was Oracle sagt ‘Ja’ sagt, nur möglichst diesmal einen der sich nicht zwischendurch zurückzieht wie Mascalzone das letzte mal. Also vielleicht Artemis, wobei die ohne Cayard vielleicht Rückrat bekommen. Oder Ainslie in der Hoffnung das der erstens dankbar genug ist für seine bisherige Beschäftigung und ausserdem ja auch erstmal das Geld aufbringen muss eine eigenes Team aufzubauen (sozusagen ein Oracle II), und welche Fehler man beim Fake-Challenger aussuchen nicht machen darf wissen sie ja 😉

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      • avatar Stefan sagt:

        …naja, ob nach diesem Cup (so TNZ verliert) TNZ ein stärkerer CoR als Artemis sein wird, wage ich zu bezweifeln. Wenn TNZ verliert, dürfte es das Aus sein, denn weder der Neuseeländische Staat wird nochmal so viel Geld in das Team pumpen, noch werden die Sponsoren so begeistert sein.

        …bei Artemis steht im Hintergrund eine Einzelperson, die mit eigenem Geld das Team finanziert. Das ist eine sehr viel stabilere und potentere Ausgangssituation.

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    • avatar Stefan sagt:

      …wenn es den jeweils Anderen dann noch gibt. Sollte TNZ verlieren, ist das nicht sichergestellt. Und ich wage zu bezweifeln ob TNZ das so jetzt schon entscheiden kann und will.

      …aber vielleicht ist dass aktuell auch der Grund, warum GD nicht mehr an Bord zu sehen ist? Da werden anscheinend gerade viele Gespräche geführt 😉

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  9. avatar Andreas Schmidt sagt:

    Ich habe mich auch schon gefragt, wie es sein kann, dass die Kiwis in den ersten Rennen dermaßen dominant sind und dann einen Start nach dem anderen verlieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es möglich ist, ein schön fertiges Schiff so entscheidend zu verändern, dass sich die Rennserie komplett dreht.

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    • avatar Stefan sagt:

      …ein Schiff ist nie fertig, denn es muss jeden Tag von neuem auf die jeweiligen Bedingungen eingestellt werden.

      …wie in den meisten technischen Sportarten ist das Sportgerät selber nur eine Basis, für die es eine unzählige Vielzahl an Möglichkeiten gibt dieses auf die eigenen Fähigkeiten und Bedürfnisse, sowie die lokalen Gegebenheiten, einzustellen.

      …das gleiche gilt für die Menschen in einem Team.

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      • avatar Andreas Schmidt sagt:

        Vielen Dank für die Belehrung. Ich vermute aber, dass beiden Teams sowohl die lokalen Gegebenheiten als auch die vielfältigen Einstellmöglichkeiten an Mensch und Material nicht erst seit zwei Wochen bekannt sind. Oracle hat zwei Boote. Die Einstellungen und Manöver von ETNZ haben sie sicher seit einiger Zeit beobachtet, wenn sie nicht total beknackt sind. Gleiches vermute ich bei den Kiwis. Deswegen finde ich diese radikale Wende zumindest merkwürdig.

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    • avatar Uwe sagt:

      Wie inzwischen bekannt geworden ist, hat Oracle an 5 Stellschrauben gedreht.
      Allein durch mehr Mastfall sind die Am-Wind-Eigenschaften stark verbessert worden.
      Auch an den Schwertern bzw. deren Einstellung wurden Modifizierungen vorgenommen.

      Darüberhinaus fällt auf, dass Oracle bei den Manövern nicht mehr aud’s Wasser plumpst und abbremst.
      Man hat also dazugelernt.

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  10. avatar Markus sagt:

    Ich bin nicht sehr optimistisch was ETNZL angeht. Wenn ich das richtig sehe hat NZL nur noch einmal den vermeintlichen “Startvorteil”. Nach den letzten Erfahrungen gehe ich davon aus, dass die möglichen beiden anderen Rennen an OTUSA gehen….

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    • avatar Stefan sagt:

      Nein, dass ist davon abhängig, wie sich die kommenden Tage entwickeln. wenn jeden tag eines der zwei Rennen ausfällt, dann kann es durchaus sein, das auch TNZ noch häufiger in den Genuss des vermeintlichen Vorteils kommt.

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  11. avatar Hans B. sagt:

    Im Sport ist heute alles denkbar. Wenn es um Prestige und Erfolg geht, schrecken bestimmte Leute auch nicht davor zurück, mit Geld zu manipulieren. Das beste Beispiel sind doch die ständigen Wettbetrügereien beim Fußball oder das massive Doping in bestimmten Sportarten.

    Ich halte allerdings auch nichts von der sog. Verschwörungstheorie. Dazu ist Dean Barker viel zu heiß darauf, den Cup zu gewinnen. Merkwürdig ist es aber dennoch, dass er nach einem fulminanten Auftakt plötzlich Anfängerfehler macht, die man maximal einem Optisegler verzeihen würde. Daher ist bei mir auch schon der Verdacht aufgekommen, dass er sich vielleicht bereit erklärt hat, wegen der enormen Medienwirksamkeit, die Sache etwas in die Länge zu ziehen. Ist aber eben nur ein Verdacht, der mir allerdings sogar selbst sehr absurd erscheint…

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      > Anfängerfehler

      Als da wären?

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    • avatar Stefan sagt:

      …”Anfängerfehler” sind wohl die Fehler, die die ganzen Leute hier, die noch nie auf einer solchen Art von Segelyacht gesessen haben und weit entfernt sind “Anfänger” zu sein, als Fehler meinen entdeckt zu haben.

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      • avatar Hans B. sagt:

        Wenn jemand dem Gegner bereits auf “dem Hacken” sitzt und dann weghalst, um querab zur Kursrichtung zu fahren, so dass die Amerikaner in wenigen Sekunden mehrere Hundert Meter gut machen oder, wenn die Neuseeländer an der Leetonne ohne ersichtlichen Grund extrem weit über die Anliegelinie fahren und dadurch auch wieder Meter verschenken, kann man das nur als Anfängerfehler bezeichnen.
        Natürlich weiß ich, dass das keine Anfänger sind, das waren aber Manöver, die mich schockiert haben.
        Selbstverständlich hat hier noch keiner auf solch einer Rennmaschine gesessen aber diejenigen, die da draufsitzen und gezeigt haben, dass sie das Boot beherrschen, von denen erwartet man, dass sie solche Fehler nicht machen.

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        • avatar Christine Grafl sagt:

          Wobei, egal wie es jetzt ausgeht (ich persönlich hoffe ja noch immer auf einen Sieg von ETNZ) sollte man doch danach vorschlagen das der Dean Barker und der Jimmi Spithill sich z.b. auf einem A-Cat duellieren. Ich wäre echt gespannt wer dann vom Segelkönnen her wirklich vorne ist.

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          • avatar Hans B. sagt:

            Ich bin selbstverständlich auch für Neuseeland und fiebere förmlich dem 9. Sieg entgegen.
            Deinen Vorschlag finde ich lustig, denke aber, dass das Ergebnis ziemlich ausgeglichen sein wird.

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          • avatar michael sagt:

            …. oder Glen Asbey segelt den A-Cat, dann ist die Sache ganz klar!

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          • avatar dubblebubble sagt:

            Glenn Ashby, please.

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        • avatar michael sagt:

          @Hans B. ….ich weiß nicht wieviele Regatten du schon gesegelt hast, aber D.B. und R.D. werden sich was dabei gedacht haben, wegzuhalsen. Vielleicht hat er ein Windfeld gesehen, das dann doch nicht angekommen ist. So wie Team NZL in den ersten Tagen ALLES richtig gemacht hat, machen sie jetzt vielleicht Fehler oder sie haben einfach nur Pech, dass kommt beim Regattasegeln vor. Hast Du eigentlich eine Vorstellung von dem, was beide Teams dort leisten.
          Den Begriff “Anfängerfehler” zu benutzen, ist überflüssig.

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          • avatar Hans B. sagt:

            Natürlich haben sie sich was dabei gedacht, nur war es nicht richtig und hat ihnen dadurch die Chance genommen, noch einmal anzugreifen. Und das ist in meinen Augen ein Fehler. Bei der momentanen Ausgeglichenheit der beiden Teams, muss ich meine Chancen anders verwerten.

            Und ansonsten verstehe ich durchaus etwas vom Regattasegeln, allerdings noch nicht auf einem Katamaran.

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        • avatar Super-Spät-Segler sagt:

          Das Weghalsen war im Nachhinein betrachtet natürlich falsch. In dem Moment, wo man es macht, ist es eine Wette auf flauen Wind für den Gegner. Ob es sich auszahlt, weiß man aber leider erst am Schluß.
          Und das mit der Anliegelinie hatte ich schon erklärt. Bei wenig Wind kann man nicht viel Tiefe segeln, sonst bleibt man stehen, d.h. lieber etwas weiter raus und dann etwas höher mit Schmackes zur Tonne.

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          • avatar michael sagt:

            …. du hast vollkommen Recht und wenn es gut gegangen wäre, dann hätte “Hans B.” geschrieben: ” toll gemacht” und wenn nicht, dann war es eben ein “Anfängerfehler”.

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        • avatar Stefan sagt:

          …sorry, das ist Unsinn was du schreibst, denn:

          1. die Lay-line, die virrtuell eingeblendet wird, ist keine layline die sich aus den lokalen onboard-daten generiert, sondern aus Messwerten die irgendwo von dem TV-Team erhoben werden. Was das Boot vor Ort wirklich für eine Lay-line hat, können wir nicht sehen. Die Visualisierung soll ja dem Zuschauer nur einen groben Eindruck vermitteln, damit er sich orientieren kann.

          2. Wenn du mit diesen Booten “downwind” jemandem im Nacken sitzt, dann fährst du in seinen Windschatten. Das ist anders als bei normalen Booten, wo der nachfolgende den Windschatten an de Vordermann weitergibt.
          An dem Tag an dem beide Boote downwind extreme Haken geschalgen haben, war es auf der bahn so löchrig, dass wenn du einmal die Strömung verloren hast, sehr weit anluven musst um erneut Strömung am Wing aufzubauen.

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          • avatar Dominik sagt:

            Genau! Und dann geht’s ja vor allem vor dem letzten Zielsprint darum überhaupt noch eine realistische passing lane zu finden.

            Der Abstand mit dem man zweiter wird ist völlig egal. In Schlagdistanz bleiben ist selbstverständlich immer wieder wichtig (vor allem am Anfang einer Wettfahrt), aber dann kommt’s auf die passing lane – die Chance wirklich vorbeizukommen an.

            Irgendwann muss man die passing lane auch bei geringen Erfolgswahrscheinlichkeiten nehmen …

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  12. avatar Jürgen sagt:

    Soweit ich das sehe, hat ETNZL bei mittleren und böigen Windbedingungen Probleme ihr Boot konstant zu halten.
    Der Auftrieb des Bootes wird nach meiner Einschätzung auch stark von ihrem vorderen “Fledermausumhang ” zwischen den beiden Rümpfen erzeugt. Bei geringeren Winden konnte der Auftrieb nicht genug bzw. gleichmäßig genug erzeugt werden, so das eine frühe bzw. eine konstante “Flugphase” nicht gegeben war/ist.
    Bei den letzten Läufen, die OTUSA für sich entschieden hat, waren die Windgegebenheiten geringer als bei den vorherigen Läufen.
    Heute wird die Windgeschwindigkeit ansteigen. Falls ETNZL im ersten Lauf wieder nur an die Teekanne denken, werden Sie bestimmt für den zweiten Lauf den Joker ziehen und auf den morgigen Tag mit mehr Wind hoffen….

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    • avatar Joseph sagt:

      …dann kommen wir wenigstens alle früher ins Bett und haben morgen Abend auch noch etwas davon ….

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  13. avatar Halsendesaster... sagt:

    ..hat ja wohl jeder schon mal erlebt. Die beschriebenen Situationen als Anfängerfehler zu bezeichnen, finde ich gelinde gesagt ziemlich sportlich.. ETNZ ist volle Pulle darunter gefahren und dann waren sie hinten dran’ – dass sich das Böenfeld dann weder in Stärke noch Richtung wie gedacht fortgesetzt hat, ist halt manchmal so. Es sah für mich so aus, als wenn das komplette Windfeld da zusammengefallen ist. Das ist mit dem Wind auf dem gesamten Kurs die ganze Zeit passiert an dem Renntag. Ich glaube, dass das jeder Regattasegler von uns schon so erlebt hat… Und spannend ist doch zu sehen, dass solche Dinge einfach auch auf höchstem Niveau passieren… Und die Auswirkungen bei den gefahrenen Geschwindigkeiten sind einfach ganz andere als auf ner Drachenregatta…

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  14. avatar Kormoran sagt:

    Auch wenn Hans B. hier etwas angefeindet wird, muss ich ihm Recht geben. Der Begriff Anfängerfehler ist vielleicht etwas zu krass gewählt, dass es unnötige Fehler in einer sehr angespannten Situation waren, wird sicher jeder bestätigen.
    Aber es zeigt auch wieder, dass auch die abgebrühtesten Profis unter Belastung Nerven zeigen.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Nein, das wird nicht jeder bestätigen, sorry. 😉

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    • avatar michael sagt:

      … nein, es waren keine Fehler, bzw. können wir von Land aus nicht beurteilen, ob es Fehler waren. Und der Begriff Anfängerfehler ist unangebracht.

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    • avatar dubblebubble sagt:

      Sorry Leute, kann man einer auf ein Video linken in dem dieses krass aussehende Weghalsen zu sehen ist? Ich habe es einmal im TV gesehen und war gelinde gesagt shocked, hab es dann aber als Shit happens ad Acta gelegt gehabt

      Die Diskussion hat mich jetzt aber noch mal neugierig gemacht, weiss aber nicht mehr welches Race das war. Danke vorab.

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  15. avatar Manfred sagt:

    Vorweg, ich bin ETNZ Fan aber die zwei Halsen, die hier als Anfängerfehler beschrieben werden, die haben auch mich schockiert. Ich sage den Kindern in der Opti Gruppe immer: “schaut euch um, bevor ihr ein Manöver einleitet. wie ist der Wind, was machen die anderen Boote, gibt es Hinweise darüber, was der Wind macht”. In dem Fall des weg halsens von ETNZ konnte man sogar am Bildschirm sehen, dass OR aus einer Zone kam, wo nicht gefoilt wurde, wo sie einen sehr “steilen” Kurs (zum Wind) segeln mussten. Da segel ich doch nicht hin…

    Da ist es egal ob ihr hier nachfragt, ob die Kommentatoren überhaupt schon Kat gesegelt sind oder nicht. Das hat damit wirklich nichts zu tun. DN, Strandsegler, Mottensegler und auch 49er haben so ein Desaster bestimmt auch schon erlebt. Dazu kommt unter Umständen (vor dem Wind) dieses Gefühl, dass Du einen vermeintlichen Abbacker hast, was sich dann als “lull” (flaue Zone) entpuppt und nach dem verzweifelten Wegwenden musst Du immer weiter anluven um die verlorene Strömung wieder aufzubauen.

    Ich möchte hier nicht von Anfängerfehlern reden, sondern nur darüber, dass die Taktiker (JK, RD) dort offensichtlich auch nur mit Wasser kochen. Ausser BA, der ist mir ein bisschen unheimlich.

    Noch was zum neuen Speed von OR: Mir kommt es so vor, als mussten sie erstmal ETNZ´s Speed und Manöver Geheimnisse, die sicherlich im LV Finale nicht offen gezeigt wurden, haarklein analysieren und kopieren (Wenden, Halsen, Wingtrimm). Dafür haben sie genug Manpower und Rechenleistung, können quasi die Manöver im Zehntelsekunden Takt, mit allen Messdaten, aufarbeiten und in ihr Segel-Programm integrieren. Dazu die geniale Afterguard und das körpersprachliche Auftreten von JS. Alles zusammen zeigt Wirkung.

    Was den Mastfall betrifft, dachte ich, der sei weniger geworden und damit die Segementschnitte (ähnlich wie Latten) mehr parallel zum Horizont und zur Luftströmung angeordnet.

    Auf jeden Fall fällt es sehr schwer an weitere drei ununterbrochene Siege von OR zu glauben, aber möglich ist ja scheinbar alles in diesem, danke LE und RC und vor allen Dingen, Stan Honey, medial gut aufbereitetem 34. America´s Cup

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  16. avatar T.K. sagt:

    Dalton ist heute wieder an Bord. Da geht noch was wenn er dabei ist!

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  17. avatar Halsendesaster sagt:

    @doublebubble… Es war im Rennen 14

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    • avatar dubblebubble sagt:

      Sehr heftiger Griff ins Klo. Kann ich nicht nachvollziehen.

      Ab 39:40

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      • avatar dubblebubble sagt:

        In dem vorigen Youtube Fenster ist leider das falsche Race gelandet. Sorry!

        Nochmal: ab 39:40

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  18. avatar Steffen sagt:

    Jo dann Daumen drücken ! Wie auch immer .. ich als Segeldummie dachte letzte Woche das TNZL wie ein schweizer Uhrwerk den Pokal abholt und dann kamen dieser Fehler … und nochmal ich drück die Daumen für gute Nerven, die richtige Taktik und guten Wind!

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