America’s Cup: Jury Entscheidung zugunsten von Luna Rossa und Neuseeland

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Die Internationale America’s Cup Jury hat den Protest von Luna Rossa und Team New Zealand im Sinne der beiden Herausforderer entschieden. Der Regatta Director Ian Murray muss die strittige Regatta Notice 189, die sich auf Form und Größe der Rudertragflächen bezieht, zurücknehmen. Das entspräche einer unerlaubten Änderung der Klassenregel.

Luna Rossa und Oracle Team USA

Luna Rossa und Oracle Team USA begegnen sich auf dem Renn-Parcours beim Training. © Gilles Martin Raget/ACEA

Murray hatte auf der Grundlage der 37 Sicherheitsänderungen von der Coast Guard die Zulassung für das Segeln der Regatten mit den AC72 erhalten. Diese steht nun in Frage und muss auf der neuen Basis neu erteilt werden.

Team New Zealand Chef Grant Dalton glaubt allerdings, dass die Ruder-Regel, den Sicherheitsplan nicht beeinträchtige. In einer Stellungnahme sagt er: “Wir freuen uns darüber, dass die Jury die Unverletzlichkeit der AC72 Regeln anerkannt hat und die Tatsache dass sie nur in Einstimmigkeit der Teilnehmer und des Wettfahrtleiters geändert werden können.”

Die Italiener hatten schon vor der Veröffentlichung der Jury Entscheidung eine Pressemitteilung herausgegeben, in der es nur hieß: “Luna Rossa hat sich entschieden, seine Teilnahme an den Rennen des 34th America’s Cups fortzusetzen.” Es war offenbar eine direkte Reaktion auf den Jury Entscheid. Die Zeit drängte am Donnerstag für die Italiener, da ihr Louis Vuitton Cup Rennen gegen Artemis auf dem Programm stand. Sie segelten das Rennen ohne Gegner.

Ob das so bleibt ist noch nicht klar. Artmis hatte zuvor erklärt, nicht an den Start gehen zu können, wenn die gegnerischen Herausforderer Recht bekämen. Ihr Ruder würden dann nicht den geltenden Regeln entsprechen. Grant Dalton hatte aber schon zuvor den Vorschlag gemacht, dem schwedischen Team eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen.

Für das Oracle Team USA kommentierte General Manager Grant Simmer: “Wir respektieren die Entscheidung der America’s Cup Jury und unterstützen weiterhin den Regatta Director. Wir glauben, dass alle Teams von seiner Untersuchung profitiert haben. Wir haben kein Problem damit die Anforderungen der Klassenregel zu entsprechen und werden bereit sein, unter den von der Jury bestätigten Regeln zu segeln.”

Das Dokument der kompletten Entscheidung

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Carsten Kemmling

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6 Kommentare zu „America’s Cup: Jury Entscheidung zugunsten von Luna Rossa und Neuseeland“

  1. avatar chenninge sagt:

    Die spannendste Frage im Cup momentan: Is there a second?

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  2. avatar Marc sagt:

    Wir haben kein Problem damit die Anforderungen der Klassenregel zu entsprechen und werden bereit sein, unter den von der Jury bestätigten Regeln zu segeln.”

    Sie hopsen doch jetzt schon mit nicht regelkonformen Flügeln wie ein Flummi über das Wasser. Da liegen ETNZ und LR echt wie ein Brett auf bzw. über dem Wasser. Sieht man dagegen die aktuellen OR Videos, geht es ständig auf und ab, als würden die Foils zuviel Auftrieb erzeugen. Irgendwann reißt der Lift ab, die Kiste knallt ins Wasser, steigt wieder auf usw.

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    • avatar Stefan sagt:

      LR wie ein Brett über dem Wasser?

      Das hat man ja gestern in dem Rennen in aller Ausführlichkeit sehen können, das auch LR das noch nicht im Griff hat. Das konstante foilen hat mit sehr viel mehr als nur den Flügeln an den Rudern zutun.

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  3. avatar andreas borrink sagt:

    Wer rechnet eigentlich noch ernsthaft mit Artemis? Der Vorschlag von GD, großmütig auf die Einhaltung der Ruder-Regeln für die Schweden zu verzichten, zeigt doch eindeutig seine Einschätzung: Ob die nun verstellbare Horizontalflächen am Ruder haben, interessiert den überhaupt nicht. Der hat bloß Angst, dass er weiterhin dauernd allein um den Kurs segeln muss und keiner dabei zuschaut.

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    • avatar Stefan sagt:

      Warum? Lohnt sich ein Start nur, wenn man auch gesicherte Siegchancen hat?

      Ich denke mal GD geht es auch darum, das dort im LVC möglichst viel gesegelt wird. Und das unter einiger Massen realen Wettkampfbedingungen Boot gegen Boot. Denn nur so kann sich ETNZ aus dem LVC einen nennenswerten Vorteil gegenüber OR herausarbeiten. Denn alleine einen Regattakurs absegeln bringt weniger als das intensive Zwei-Boot-Programm das OR bis September absolvieren wird.

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      • avatar andreas borrink sagt:

        Gibt es gesicherte Siegchancen?

        Wohl eher nicht. Aber es gibt null Chancen, und das sind die von Artemis. Mann, TNZ fährt seit fast einem Jahr souverän auf Foils durch die Gegend, Artemis hat noch nicht einen einzigen Meter hinter sich! Das ist, als wollte ich morgen gegen Vettel F1 fahren.

        Und dass TNZ aus so einem Rennen etwas vorteilhaftes lernt, kann ich mir kaum vorstellen. Höchstens, wie man einem Boot ausweicht, das die Crew nicht im Griff hat.

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