America´s Cup: Kiwis bei AC45 Renn-Permiere vorne, Spithill disqualifiziert

Flauer Start für AC World Series

Der mit Spannung erwartete erste Renntag der America´s Cup World Series in Cascais/Portugal hat noch nicht das liefern können, was die Organisatoren versprochen hatten. Sehr leichter Wind hielt die Action in Grenzen. Aber auch das große Leistungsgefälle in dem kleinen Feld sorgt für limitierte Spannung.

Wie erwartet dominiert James Spithill die Flotte mit seinem Oracle Team um Taktiker John Kostecki. Nur ein Problem mit der neuen Kommunikationsbox, die ihm einen Penalty wegen überfahrener Startbox-Grenzen anzeigen sollte, bescherte ihm eine Disqualifikation im ersten Lauf, bei dem er auch vorne lag.

Vorwind-Kurs vor Cascais. So eng waren die AC45 nicht sehr lange beisammen. © Gilles Martin-Raget

Team New Zealand blieb in den beiden folgenden Läufen zwar dran, konnte den Australier aber nicht entscheidend unter Druck setzen. Es ist fast erschreckend, wie weit die übrigen Teams zurück liegen. Einige sind vorher erst wenige Stunden gesegelt.

Die Organisatoren betonen, dass zu Monohull-Zeiten keine Rennen bei diesen Bedingungen hätten stattfinden können. Und das ist wohl auch die gute Nachricht. Die Kats erreichten teilweise immerhin Geschwindigkeiten über 20 Knoten. Aber das ist nur ein schwacher Trost.

Wie spannend die Livebilder waren konnte man als deutscher User nicht beurteilen.  Denn die Übertragung konnte hierzulande nur über das Virtual Eye am Internet mitverfolgt werden. Die Rennen seien wegen Lizenzproblemen in Deutschland und Schweden nicht zu verfolgen, hieß es auf dem Bildschirm.

Da hat offenbar jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. Die Deutschen mögen den Organisatoren zwar nicht ganz so wichtig sein. Aber die Schweden haben mit Artemis immerhin ein Team am Start.

Ob es schlau war, den gleichen Termin wie die Extreme Sailing Series zu wählen ist nun fraglich. Denn in England vor Cowes boten die 12 X40-Teams den besseren Sport mit vielen engen Situationen bei stärkerem Wind.

Aber wir haben noch ein paar Tage. Mal sehen, wie es weiter geht.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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11 Kommentare zu „America´s Cup: Kiwis bei AC45 Renn-Permiere vorne, Spithill disqualifiziert“

  1. avatar Holger sagt:

    Ich kann alle die es nicht gesehen haben trösten, der Bericht von Carsten trifft es genau. Langweiliges Segeln ohne die versprochenen Verbesserungen. Ich der Zeit sortiert man besser Segelkarten oder mäht den Rasen

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    • avatar WB sagt:

      Leute bleibt fair, dieses ewige Gemecker der einrümpfigen- Dreieckskurs-Bedenkenträger geht mir zusehends auf den Zwirn. Segeln bei fast Schwachwind wird immer langweilig bleiben, umso erstaunlicher ist es welche Dynamik und Segelleistung diese Boote noch mit über 2x TWS bringen. Ich bin auf jeden Fall restlos begeistert von dieser Entwicklung im Segelsport. Vielleicht hat Segeln damit eine realistische Chance wirklich mal wieder einen Platz in den Massenmedien zu erlangen. Die gesamte Inszenierung dieses Cups ist toll. Endlich ist Segeln vom Style, der Action und vor allem deren Präsentation in der heutigen Zeit angekommen. Ich bin optimistisch das der gesamte dahinsiechende Segelsport mittelfristig davon profitieren wird

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    • avatar stefan sagt:

      …ach Holger, mit deinen TP52 wäre an so einem Tag wie Gestern gar kein Segeln zu stande gekommen. Und das ist dann ja wohl noch langweiliger 😉

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  2. avatar bowman sagt:

    Genau. Mach mal.

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  3. avatar Darth Vader sagt:

    Tipp für alle die Lust auf Livebilder habe:

    Einfach einen VPN-Tunnel (z.B. http://www.vpnfortress.com) einrichten und schon sieht man alles auch im deuschen Wohnzimmer. Durch den Tunnel sollte man aber nicht mehr 480p einstellen. 720 wäre natürlich besser aber die Qualität ist deutlich besser als ein analoges Fernsehbild auf einem LCD-Ferseher.

    Viel Spass.

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    • avatar Heinz sagt:

      Das ist er jetzt also, der große Wurf mit der Revolution des Segelsports! Kläglicher Versuch, sowohl vom Segeln, als von der Übertragung, bis hin zum jetzt schon feststehenden Endergebnis. Die ORACLE-Boote haben sicher Stallorder auch mal die anderen mitfahren zu lassen, mit es nicht ganz so langweilig wird. Danke Herr Coutts, leider gibt es eben nicht nur die Generation Facebook, sondern auch noch ein paar ältere Segelfans, die das Segeln mit Einrumpfbooten immer noch schätzen im Vergleich zu so einer reißerischen Selbstdarstellung des Ellison-Clans!

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  4. avatar RVK sagt:

    @WB: Ich hab immer noch nicht kapiert, wie der Segelsport von zunehmender medialer Berichterstattung gewinnen soll? Erkläre mir das doch bitte mal!

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    • avatar bowman sagt:

      Nur mal ein Stichwort: Biathlon

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    • avatar WB sagt:

      Frag mal Deine Kids.

      (evt. sind die aber auch schon weg nachdem sie laufen konnten und die Opti- Badewanne aus eigener Kraft verlassen konnten. Viellecht betreiben sie den Segelsport nun aber auch anstatt an der Großschot am Gabelbaum oder an der Kitebar )

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  5. Ich denke, es ist noch viel zu früh, um den sportlichen Wert dieser Veranstaltung hochzujubeln oder zu verteufeln. Wer aber den Mund derartig voll nimmt, den Sport auch medial ganz weit nach vorne bringen zu wollen, und sich dann solche Schnitzer leistet wie die Lizenzprobleme beim Streaming oder das vorsintflutliche Web2.0-Marketing, der erntet von mir nur Kopfschütteln.

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  6. avatar Holger sagt:

    Die Kritik ist natürlich deshalb so hart, weil vorher so vollmundig alles besser angeprisen wurde.

    Abgesehen von den Senderechten – was m. E. nicht passieren darf – ist das Format nicht mal für die neueste Technik tauglich. Konkret: Es gibt kein Format für iPads und das darf bei der angekündigten technischen Revolution sicher nicht passieren. Abgesehen davon: ich habe keine echten Neuerungen gesehen. Das war sicher kein 2.0.

    Man möge mir hier das häufige erwähnen der TP52 verzeihen. Ich nenne es nur, weil dort weniger dicke Sprüche gespuckt werden.

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