America’s Cup: Land Rover BAR in der Pole Position – Wichtige Punkte für Bermuda

Big Points im Visier

Land Rover BAR Team

Das Land Rover BAR Team beim Amwind-Ausreiten in klassischer Starboot-Haltung.© Harry KH / Land Rover BAR

Beim America’s Cup geht es langsam in die heiße Phase. Die World Series in Toulon ist die vorletzte Regatta der Rennveranstaltung, die auch für den großen Cup 2017 in Bermuda eine wichtige Rolle spielen kann.

Vor dem Start der America’s Cup World Series in Toulon könnte die Spannung für die Teams an der Spitze nicht größer sein. Das Land Rover BAR Team liegt nach dem Sieg beim heimischen Grand Prix in Portsmouth genau einen Punkt vor dem Cup-Verteidiger Oracle Racing. Und dahinter lauert immer noch das Emirates Team New Zealand, für das  Ersatzmann Glenn Ashby am Steuer in England gleich 20 Punkte eingebüßt hat.

ACWS Ergebnisse vor den letzten beiden Events. Die Punkte der inzelnen Rennen werden addiert.

ACWS Ergebnisse vor den letzten beiden Events. Die Punkte der inzelnen Rennen werden addiert. © Cupinfo

Auch Ainslie nahm in Portsmouth wichtige Änderung in seinem Team vor, weil er auf Taktiker Giles Scott verzichten musste. Der hatte eine gute Ausrede, weil er mal eben Finn-Dinghy-Gold in Rio holen musste und das mit unglaublicher Souveränität (32 Punkte Vorsprung) schaffte. Aber nun ist der Athlet wieder zurück an Bord, um das Team am frischen goldenen Glanz teilhaben zu lassen.

Dieser Pusch könnte wichtig werden, weil zum Ende der World-Series-Saison die Chance besteht, noch einmal einen echten Big Point im Kampf um den America’s Cup Sieg 2017 zu landen. Denn bei den Rennen mit den etwas veralteten AC45F Katamaranen geht es nicht wie bei früheren Auflagen um die goldene Kokosnuss, sondern um echte Punkte für das Cup-Match.

Punkte für das Cup Match

Schließlich startet der Sieger der Rennserie mit zwei Punkten Vorsprung in die im Mai 2017 stattfindende Herausforderer-Qualifikation, die schon mit den neuen AC50 Katamaranen ausgesegelt wird. Der zweitplatzierte Herausforderer erhält einen Punkt.

Auch das Oracle Team als Verteidiger kommt in den Genuss von Bonus-Punkten im Erfolgsfall. Es darf schließlich erstmals in der Geschichte des America’s Cups auch bei der Challenger-Serie mitmachen und bei einem dortigen Sieg sogar einen Bonus-Punkt in das entscheidende Cup-Match mitnehmen.

In Toulon geht also schon um etwas. Denn danach folgt nur noch eine Veranstaltung in Japan, bei der verlorener Boden gutgemacht werden kann. Land Rover BAR wird seinen Erfolg wiederholen wollen, denn das Team hatte bei Starkwind in Portsmouth eigentlich nur die Amerikaner zu fürchten.

AC45F Foiling Jibe Oracle:

So sah es auch beim Donnerstag- Training in Toulon aus, bei dem der Mistral für guten Druck in der Luft sorgte. Oracles Ersatzsteuermann Tom Slingsby machte schon einen Überschlag, und die Neuseeländer, bei denen wieder die 49er Olympiasieger Burling/Tuke nach ihrem Rio Triumph wieder an Bord sind, mussten mit einem Schaden am Foil-Trimmelement die Übungseinheit abbrechen.

Aber die Aussichten am Wochenende in Toulon sind eher auf schwachen Wind ausgerichtet. Auch die Trainingsrennen am Freitag konnten nicht gestartet werden. Aber das soll am Wochenende anders werden.

Die Veranstalter haben angekündigt, die Rennen ab 14:30 live auf Facebook zu zeigen. Aber auch Servus TV ist wieder dabei.

Skipper Konferenz:

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Carsten Kemmling

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