America’s Cup: Luna Rossa ignoriert AC72 Trainingspause

Sie rasen wieder

Das Luna Rossa Team von Patrizio Bertelli hat seinen ersten Segeltag mit dem AC72 in San Francisco absolviert, obwohl die Untersuchungskommission des Simpson Unglücks eine Trainingspause für alle Teams angemahnt hatte.

Luna Rossa vor der Golden Gate Bridge

Luna Rossa ist das erste Team, dass seinen AC72 nach dem Unfall vor der Golden Gate Bridge segelt. © Carlo Borlenghi/Luna Rossa

Die dreistündige Trainingseinheit soll bei Wind zwischen 3 und 12 Knoten stattgefunden haben. Skipper Max Sirena erklärte: “Das Wetter war ideal für einen ersten Test auf diesem Revier.” Dabei stellt er besonders die psychologische Bedeutung heraus.

“Es war wichtig für die Crew mit dem Segeln auf dem AC72 fortzufahren und zum normalen Trainingsbetrieb zurückzukehren, um sich für die anstehenden Rennen vorzubereiten. In den nächsten Tagen werden wir unser Entwicklungsprogramm fortsetzen wie vorgesehen.”

Dabei geht Sirena nicht auf die Äußerungen seines Bosses Patrizio Bertelli ein, der deutliche Änderungen von der Rennleitung gefordert und mit dem Abzug seines Teams gedroht hatte.

Luna Rossa

Luna Rossa bei 12 Knoten Wind auf Tragflächen. © Carlo Borlenghi/Luna Rossa

Luna Rossa in San Francisco

Luna Rossa vermisst erstmals die Bucht von San Francisco. © Carlo Borlenghi/Luna Rossa

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10 Kommentare zu „America’s Cup: Luna Rossa ignoriert AC72 Trainingspause“

  1. avatar pro ac sagt:

    Richtig so. Was soll bei der Untersuchung des Unfalls für LR raus kommen…

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  2. avatar snob sagt:

    solange Artemis nicht damit rausrückt was wirklich geschehen ist, sollen sie weitermachen.

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  3. avatar jorgo sagt:

    Am vergangenen Wochenende fand in Bremerhaven zu soundsovielten Male das “Fischereihafen-Rennen” statt, ein Motorrradrennen mit vielen Teilnehmer aus 10 Nationen. Nach dem tödlichen Unfall eines Fahrers wurde die Veranstaltung mittags zunächst unterbrochen und dann ganz abgesagt. So kann man auch reagieren, wenn ein Sportskamarad ums Leben kommt ….. .
    Nun könnte man einwenden, dass Motorradrennen ein Risikosport ist …. und Segeln eigentlich nicht.
    Gerade deshalb ist es jedoch verwunderlich, wenn die Show scheinbar so ungerührt weitergeht.

    Das wirft die Frage auf:
    Ist ein Menschenleben im Verhältnis zur Investition beim AC weniger Wert, als bei einem Motorradrennnen wo viele Menschen verhältnismäßig weniger Geld, aber doch auch individuell eine ganze Menge investiert haben.
    Oder anders: Sind beim AC kollateral Schäden bereits einkalkuliert?
    Theoretisch hätten bei den beiden bisherigen AC 72 Unfällen auch noch mehr Opfer zu beklagen sein können, wenn man sich die Fragmente der Katamarane genau anschaut. Vielleicht war es Glück, dass es bisher “nur” einen Olympia-Segler getroffen hat.

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    • avatar WTF sagt:

      Der “echte” America´s Cup mit foilenden 72-Experimental-Kats hat mit dem RB Youth America´s Cup soviel zu tun wie Formel 1 mit Seifenkistenrennen …

      Die Extreme 40-Serie läuft ja seit Jahren auch ohne irgendwelche tödlichen Unfälle.

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      • avatar WTF sagt:

        Sorry jorgo, habe den Artikel verwechselt (über den Kommentar-Shortcut). Jetzt erst gesehen, dass es hier nicht um RBYAC geht.

        Aber: Ob beim AC Kollateralschäden einkalkuliert sind? Einkalkulilert nicht, aber Larry Ellison tut denke ich alles dafür um den AC zu einem TV-Spektakel zu machen. Potenzielle Gefahrenquellen und technische Grenzüberschreitungen dürften diesem Vorhaben nicht schaden …

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      @Jorgo: würdest Du wegen eines tödlichen Trainingsunfalles eines F18-Seglers auch eine F18-Weltmeisterschaft ein paar Monate später absagen wollen?

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      • avatar jorgo sagt:

        Das klingt beinahe so, als ob der Unfall (mit Totalschaden) von zwei der vier AC 72 (50%) vergleichbar wäre mit einem echten “Un”-Fall.
        Ich sehe das eher so (kann mich natürlich Irren), dass unter dem medialen und finanziellem Druck ein extrem risikoreicher Weg eingeschlagen wurde.
        Im Gegensatz dazu ist F 18 Segeln risikoarm ….. wenngleich nicht risikofrei (wie übrigens auch Radfahren).

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        • avatar Super-Spät-Segler sagt:

          Nun, das erste Boot von Oracle war offensichtlich eine Fehlkonstruktion und das Artemis-Boot ist gefahren worden, obwohl es Schäden an der Carbon-Struktur des Vorderbeams hatte. Ich würde sagen, sie haben es “drauf ankommen lassen”.

          Welche Relevanz das für ETNZ und LR hat, die mit ihren Schiffen auch bei extremen Bedingungen (Tornado in Auckland) sicher unterwegs waren, erschließt sich mir nicht.

          Und ich denke auch nicht, daß man diesen AC absagen sollte. Was wäre dadurch gewonnen, wem wäre dadurch genützt?
          Allerdings sollte man sich Gedanken zur Verbesserung der Sicherheit machen.
          Vielleicht soetwas wie ein Quick-Release, welches das Trampolin in kleinere Stücke zerfallen lässt, wenn man es auslöst. Versehentliche Betätigung muß natürlich undbedingt verhindert werden., sonst wären die Folgen vermutlich schlimmer als das, was man verhindern will.

          BTW: Auch 1999 gab es einen Toten beim Training zum America’s Cup.

          Google: Martin Wizner AmericaOne

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  4. avatar jorgo sagt:

    Boot? Es hat Tragflächen und Flügel!
    Ich habe übrigens das Wort “Absage” nie erwähnt. Entscheidungen müssten ggfs. Verantwortliche treffen.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Für einige noch viel schlimmer: Es hat zwei Rümpfe! 😉

      PS:
      Du hattest das Verb von “Absage” erwähnt.

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