America’s Cup: Match-Race-Weltmeister Sofuku führt Japaner

"Japan mit Stolz vertreten"

Die SoftBank Corp. und der Kansai Yacht Club haben offiziell für den the 35. America’s Cup 2017 gemeldet. Sie werden als SoftBank Team Japan starten und 2015 bei den America’s Cup World Series events antreten.

America's Cup Japan

Der Kansai Yacht Club Vorstand hebt das Glas auf dei neue Herausforderung. © SoftBank Team Japan / Yoichi Yabe

Kopf der Kampagne ist der Japaner Kazuhiko Sofuku (49) , der bekannteste und erfolgreichste Rennsegler aus Japan. “Fuku” entstammt dem Kernteam des Nippon-Challenge, das der Australier Peter Gilmour für den America’s Cup zusammengestellt hatte. Die Verpflichtung Dean Barkers wurde offiziell noch nicht bestätigt.

Der Vorschiffsmann beherrschte viele Jahre mit Gilmour die Match Race Szene, gewann 2004, 05, 06 die World Tour und damit den WM Titel. Folgerichtig wurde er für den Cup 2007 von BMW Oracle für den Cup verpflichtet. Insgesamt viermal nahm Fuku am America’s Cup teil. 2012 segelte er noch im TP52 Circuit auf der deutschen “Container” von Udo Schütz. Der Fitness-Fanatiker sammelte zuletzt auch Erfolge im Crossfit Sport.

Zurück im Spiel

“Das ist eine große Chance für Japan und die japanischen Segler, in das America’s Cup Spiel zurückzukommen”, sagt der neue General Manager. Er plane, die World Series zu nutzen, um Japaner für die Crew zu rekrutieren und zu trainieren.

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Teamchef Kazuhiko Sofuku mit dem Club Commodore Ko Watanabe © SoftBank Team Japan / Yoichi Yabe

Ko Watanabe, der Kommodore des Kansai Yacht Club, betont: “Das ist eine große Herausforderung nicht nur für unseren Club, sondern für das gesamte Land. Ich bin sicher, dass wir mit der Unterstützung der Nation Japan mit Stolz vertreten können.”

Die Japaner verkünden, dass sie für die Vorbereitung zur America’s Cup World Series “technische Hilfe” vom Verteidiger Oracle Team USA annehmen werden.

Japanische Segler sind in jüngster Vergangenheit auf der internationalen Bildfläche nicht mehr groß in Erscheinung getreten. Auf olympischer Ebene punkten sie traditionell in der 470er Klasse. Die Zweiten der Weltrangliste bei den Frauen und die Nummer zehn bei den Männern kommt aus Japan. In anderen Klassen sieht es mau aus.

Interesse in Asien verstärken

Harvey Schiller, Commercial Commissioner des America’s Cups, betont: “Die japanische Herausforderung wird das Interesse am Cup in ganz Asien verstärken. Das ist eine gute Nachricht für alle Teams und Partner.”

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Das Branding der Japaner. © SoftBank Team Japan / Yoichi Yabe

Vor wenigen Tagen hatte Harvey auch einen Deal mit dem französischen TV Sender CANAL+ bekannt gegeben, der die Übertragungsrechte für mehr als 50 internationale Territorien kaufte.

Es ist schwer vorstellbar, dass die Japaner in kürzester Zeit ein Team aus dem Boden stampfen, das den Abgang von Luna Rossa vergessen macht. Aber die verringerten technischen Einstiegshürden mögen dazu beitragen, dass auch Späteinsteiger eine Chance sehen, auf Augenhöhe mit der etablierten Konkurrenz zu bestehen. Es sind genügend Cup Profis auf dem Markt, die schnell ein starkes Team bilden könnten. Geld genug scheint bei den Japanern vorhanden zu sein.

Die Frage ist, ob nach der Regeländerung weitere Teams zur Teilnahme bewegt werden können. Am 1. Mai läuft eine weitere Deadline für die Anmeldung aus. Bis dahin müssen eigentlich rund zwei Millionen Dollar gezahlt werden. Aber solche Regeln waren zuletzt nicht mehr das Papier wert, auf dem sie standen.

Die Neuseeländer sind jedenfalls auch noch im Boot. Sie verschifften ihr Material nach England für die erste World Series.

 

 

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Carsten Kemmling

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