America’s Cup Protokoll: 75 Fuß Monohull, 12 Mann Crew, klassisches Match Race, Start 2021

Segeln wie früher

Team New Zealand und Luna Rossa, die neuen America’s Cup-Bestimmer, drehen alles zurück, was die Regatta zuletzt ausgemacht hatte. Die Eckdaten des Protokolls für den 36. America’s Cup.

Das Team New Zealand hat zusammen mit dem italienischen Luna Rossa Team von Patrizio Bertelli die neuen Spielregeln des Protokolls für den nächsten America’s Cup präsentiert.

Das sind die interessantesten Änderungen:

Das Boot

  • 75 Fuß langer Monohull
  • Weitere Einzelheiten zur Design-Regel werden am 30. November veröffentlicht. Die verbindliche Regel steht erst am 31. März 2018 fest
  • Jedes Team darf zwei Boote bauen
  • Die Anzahl der Segler hängt vom Design ab. Es wird mit 10 bis 12 Seglern gerechnet.
  • Es ist nicht klar, ob die Monohulls foilen werden. “Vielleicht”, heißt es. Aber das Design soll “aufregend” sein.
  • Das Boot muss im Land des Herausforderers laminiert sei , der Rest (Rigg, Anhänge…) kann auf dem freien Markt beschafft werden
  • Rad-Grinder werden nicht automatisch ausgeschlossen
  • Teure Tests im Schlepptank oder Wind-Tunnel sind nicht erlaubt
  • Das erste Boot darf ab April 2019 vom Stapel laufen, das zweite ab Februar 2020
  • Two-Boat-Tests sind verboten
  • Dem Verteidiger sind Two-Boat-Test erlaubt während der Herausforderer-Regatta

Nationalität

  • 20 Prozent der Segler sollen mit einem Pass aus dem Land des Teams haben. Das sind etwa drei Segler.
  • Der Rest muss “Residenz-Kriterien” erfüllen, das heißt 380 Tage im Land des Teams leben im Zeitraum vom ab dem 1.9. 2018 bis 1.9. 2020.
  • Die Anmeldefrist für potenzielle Herausforderer dauert vom 1.1.  bis 30.6. 2018

Die Regatta

  • Ab Anfang 2020 soll in Auckland gesegelt werden
  • Direkt vor Auckland reicht der Platz nicht aus. Vermutlich wird vor Takapuna gesegelt.
  • Die Rennen dauern etwa 40 Minuten
  • Das Format: Klassisches Match Race mit Am-Wind-Start aber auch möglichen Raumschots-Strecken
  • 2019 eine oder zwei Vorregatten mit den neuen Yachten, 2020 drei Regatten. Die Ergebnisse sollen eine Bedeutung für die Setzliste der Herausforderer-Serie (neu: Prada Cup) haben
  • Das finale Match ist entschieden, wenn ein Team sieben Siege zählen kann. 

    America's Cups

    Die neuen Hüter des America’s Cups drehen die Zeit zurück. © ETNZ

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Carsten Kemmling

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8 Kommentare zu „America’s Cup Protokoll: 75 Fuß Monohull, 12 Mann Crew, klassisches Match Race, Start 2021“

  1. avatar Ballbreaker sagt:

    Ich feu mich drauf!

    Danke Team New Zealand

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    • avatar a-cat sagt:

      Ich bin schwer enttäuscht von ETNZ. Da haben sie wohl blind vor Rache ihre Seele verkauft. Als ehemaliger Fan fühlt man sich verarscht.
      Bleitransportrennen will keiner sehen. Das ist was für die Mittwochsregatta mitn bier in der kralle, aber völlig ungeeignet als krone unseres Sports!

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  2. avatar Felix sagt:

    Was ein Rueckschritt. Die letzten beiden Cups waren die spannendsten aller Zeiten. Jetzt koennen wir uns wieder 40min gaehnende Langeweile angucken.
    Viele haben ja Larry Ellison vorgeworfen den Cup kaputt gemacht zu haben, ich denke diese Ehre geht jetzt an ETNZ

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    • avatar Backe sagt:

      Und genau so könnte sich diese Meinung wieder um 180° drehen, wenn die Kiwis – wie ich es erwarte – ein richtig geiles Event auf die Beine stellen. 90% der Faszination kommen ja nicht aus der (relativen) Geschwindigkeit, sondern aus der congenialen Video-Aufbearbeitung und Kommentierung. Die wird inzwischen sicher auch bei Einrümpfern funktionieren (siehe das TP-52-Video neulich…)

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  3. avatar Fastnetwinner sagt:

    Langweilige Vorstart-Phasen, langweilige Maneuver …. das ist jetzt vorbei.
    Halten wir doch mal Eines fest: Die Zahl an Seglern hat durch fliegende Cats nicht zugenommen und die Begeisterung steigt nicht linear zu Flughöhe.

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  4. avatar Thomas König sagt:

    Das Format mag Segel-Traditionslisten entzücken, das Millionenpublikum der letzten Veranstaltungen wird wahrscheinlich auf Game of Thrones oder Dr. House umschalten.

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  5. avatar waterman 2000 sagt:

    Alte Männer, die sich für ein antquiertes Bootskonzept entscheiden. Das ist so als würde man die Fomel 1 mit getunten Straßenfahrzeugen betreiben. Hoffendlich nehmen sie nicht irgendwann den Segelsport mit ins Grab.

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  6. avatar Kluchschieter sagt:

    Ich finde die Entscheidung gut!

    Der Cup war eigentlich imer eine Altmänner Veranstaltung im klassischen Sinne, man denke zb an Ted Turner oder Alan Bond. Und die Formel 1 war der Cup auch noch nie, dafür gibts Red Bull, siehe Formale 40 & Co. Ich habe auch nichts gegen die fliegenden Kisten, im Gegenteil, die sind hammerg… aber warum muss unmbedingt der Cup damit ausgetragen werden?
    Beim Cup ging es eigentlich immer um ein Matchrace mit dem ‘Schachspielanteil’ und gibts im klassischen Sinne mit den Kats auf foilen eher nicht. Dazu müssen die Athleten, ähnlich wie Formel 1 Piloten spätestens mit 40aufhören weil sie das Reaktionsvermögen einfach verloren geht.

    Und wer sagt dass Einrümpfer langweilig sein müssen? Da bin ich voll auf Backe’s Linie

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