America’s Cup: Schwedisches Artemis-Team zerlegt Foiler-Katamaran in Bermuda

Böse Erinnerungen

Artemis Crash

Der zerstöte Artemis Katamaran in Bermuda.

Das Artemis America’s Cup-Team hat einen schweren Schaden an seinem Foiling-Katamaran erlitten. Dabei stürzte das Tragflächensegel um und ein Beam brach.

Wenn man ein zerstörtes Boot mit der Aufschrift Artemis auf dem Wasser treiben sieht, werden böse Erinnerungen an den schrecklichen Unfall von Andrew Simpson wach. Der Brite verstarb 2013 in San Francisco, als der AC72 Katamaran zerbrach.

Nun ist ein ähnliches Bild aufgetaucht, das ein Artemis-Boot mit umgestürzter Segeltragfläche und verdrehtem Rumpf zeigt. Beim Training im Great Sound von Bermuda ging ein Foiling-Katamaran zu Bruch.

Das Artemis-Team auf den Trümmern seinen AC45 Katamarans.

Dabei handelte es sich aber nicht um den neuen AC50 Multihull der Schweden, sondern den 45 Fuß Trainingskatamaran, mit dem viele Systeme für den Cupper getestet werden.

Artemis kommentierte den Vorfall nur kurz. Niemand sei verletzt worden, aber ein Beam wurde beschädigt. Ob ein Bruch dieser Querstrebe der Grund für den Unfall war, oder ob er durch das fallende Flügelsegel in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist nicht bekannt. Aber auch diese Beschreibung erinnert an 2013. Damals war ein Beam-Bruch der Grund für das Desaster.

Ein solcher Vorfall nur wenige Wochen vor dem America’s Cup-Start Ende Mai hilft dem Artemis-Team sicher nicht weiter. Ob es aber ein ernsthafter Rückschlag für das Projekt war, dürfte sich erst nach dem Cup beantworten lassen. Der Rennstall von Torbjörn Tornquist gilt als großer Favorit unter den Herausforderern. Zuletzt sahen die Schweden auch bei den Trainingsrennen gegen Oracle schon sehr stark aus.

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Carsten Kemmling

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