America’s Cup: Team-New-Zealand-Steuermann Peter Burling hofft auf Foiling Katamarane

"Nicht-Foiler wären Rückschritt"

Am Rande der Moth WM hat sich der Peter Burling zur Zukunft des America’s Cups geäußert. An traditionellen Einrümpfern ist er nicht interessiert.

Peter Burling

Burling beim Sprint gegen die Fliehkraft über das Trampolin © ACEA 2017 / Photo Gilles Martin-Raget

Im September will das Team New Zealand mit dem Challenger of Record Luna Rossa das Protokoll für den nächsten America’s Cup veröffentlichen. Dabei ist nicht klar, ob die Parteien wieder zu Monohulls zurückkehren.

Schließlich hatten sich die Neuseeländer als einziges der sechs Cup-Teams nicht für den Bestand des aktuellen Formats ausgesprochen. Und es wird spekuliert, dass die Italiener ihre Finanzspritze für das Kiwi-Team beim 35. Cup an eine Vertragsklausel gebunden hatten, die eine Rückkehr zu traditionellen Einrumpfern erzwingt.

Peter Burling, der Steuermann vom Team New Zealand, der gerade am Gardasee Vize-Weltmeister in der Foiling Moth geworden ist, bezieht erstmals konkreter Stellung zu dem Thema, das der aktuellen Youngster-Generation Angst macht. 

Rückschritt ohne Foiling

Es ist klar, dass die aktuellen Spitzensegler nicht so langsam segeln wollen, wie zuletzt 2007 mit den 26 Meter langen vergleichsweise langsamen IACC Yachten und 17-köpfiger Crew. “Es wäre ein Rückschritt, wenn wir nicht mehr foilen würden”, sagt Burling dem neuseeländischen Sender Radio Sport.

Peter Burling

Peter Burling in America’s Cup Montur. © ACEA 2017 / Gilles Martin-Raget

Er wolle weiterhin schnell segeln und ist sich sicher, dass sein Team eine Klasse benennen wird, die einen Fortschritt für den 36. America’s Cup bringen werde. Dabei muss sich Monohull und Speed nicht ausschließen. Die Motten haben das gerade bei ihrer WM gezeigt und es sind auch Schiffe wie der australische Superfoiler denkbar.

Nationen-Regel

In dem Interview spricht sich Burling auch für eine striktere Nationalitäten-Regel aus, die von den Neuseeländern und Italienern schon angekündigt wurde. “Es geht um einen freundlichen Wettkampf zwischen Nationen, aber ich bin mir nicht sicher, wie extrem die Regel ausfallen wird.”

Mit seinem zweiten Platz am Gardasee hadert er ein wenig. Er habe nicht ausreichend trainiert und wohl am Ende etwas zu viel bei den ganzen Sieger-Paraden in Neuseeland gefeiert. “Am Ende ist mir ein wenig die Luft ausgegangen. Aber bei diesem Feld bin ich mit Platz zwei ganz zufrieden.”

Nun stehe für ihn immer noch die Entscheidung aus, ob er beim Volvo Ocean Race an den Start geht, das schon Ende Oktober startet. Eine Yacht ist noch frei, und die Neuseeländer versuchen, auf den letzten Drücker das nötige Geld zusammen zu bekommen.

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Carsten Kemmling

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