America’s Cup World Series Cascais Video: Spithill gewinnt Match Race Serie

Wieder on top

Am Samstag standen bei der America´s Cup World Series die Match Races im Mittelpunkt und endlich konnten auch in Deutschland die Rennen live verfolgt werden.

Meine Meinung: Die Show lieferte durchaus gute Unterhaltung, wenn auch die Neuerfindung des Sports nicht über die Schwäche des Match Races hinwegtäuschen kann: Wenn ein Schiff klar vorne liegt, wird es langweilig. Für die Dramaturgie ist es hilfreich, wenn dann zum nächsten Match gewechselt werden kann. Das gelang den Organisatoren teilweise gut.

Twist im Gennaker. Barker wird im ersten Finalrennen von Spithill überholt. © G. Martin-Raget

Aber die Kurse scheinen kurz genug, um Längen erträglich zu machen und lang genug, um den Teams noch Möglichkeiten zum Aufholen zu gewähren. Beim großen Duell zwischen Team New Zealand gelang den Kiwis auf dem ersten Vorwind das Überholmanöver. Aber sie büßten die Führung ein, als sich der Gennaker verdrehte.

Die Pressemitteilung: James Spithill und seine ORACLE Racing Crew haben das bisher dominierende Emirates Team New Zealand bezwungen. Ohne Niederlage gewann Spithill die im Rahmen der America’s Cup World Series – Cascais am Samstag ausgetragene Cascais AC Match Race Championship.

James Spithill gewinnt mit seiner Oracle Crew das Match Race Event und ringt die Neuseeländer nieder. © G. Martin-Raget

Die Match Races warengekennzeichnet von engen Duellen am Start, Hochgeschwindigkeits-Schlägen zur ersten Tonne und frühzeitigen Überholmanövern. Die Kursbegrenzung war von vielen Zuschauerbooten gesäumt, die Zeuge wurden, wie Spithill und seine Crew fast fehlerfrei segelten und mit guten Starts, starker Crew-Arbeit und perfekter Strategie glänzten.

„Wir haben uns im Verlauf der Woche stetig gesteigert”, sagt Spithill. „Im richtigen Moment haben wir schließlich unsere beste Leistung gezeigt. Ich bin sehr glücklich, es fühlt sich großartig an.”

Beim Emirates Team New Zealand hingegen war nach der Dominanz der vergangenen Tage die Enttäuschung groß. „Wie an jedem Tag gibt es eine Reihe von Dingen, die man viel besser machen kann. Wir haben noch viel Spielraum für Verbesserungen und müssen uns entwickeln”, sagte Skipper Dean Barker. „Wir wollen uns morgen steigern.“

Spithill dominiert das Match Finale gegen die Kiwis, die das erste Rennen durch eine Eieruhr im Gennaker verlieren. © G. Martin-Raget

Artemis Racing war gezwungen, sich mit dem dritten Rang zu begnügen, nachdem das Team im Halbfinale gegen Spithill aufgeben musste. Der gigantische Gennaker des schwedischen Katamarans ging auf das Deck nieder, bevor er eingerollt werden konnte. Um nicht noch größeren Schaden am Equipment zu riskieren, traf Skipper Terry Hutchinson die einzig richtige Entscheidung und gab das Rennen auf.

„Wir hatten ein Problem, wodurch der Gennaker runter kam, und fast auf der Stelle kam es zu Schäden am Boot. Wir haben uns daher entschlossen, nicht mehr weiter zu segeln und unser Material zu schonen”, erklärte Hutchinson. „Aber ansonsten haben wir viele Dinge wirklich sehr, sehr gut gemacht.“

Den vierten Platz belegte ein sehr glückliches Team Korea. Chris Draper und seine Crew begannen den Tag mit einem Sieg über ORACLE Racing Coutts und dem Einzug ins Halbfinale.

Korea gewinnt das Duell mit Coutts um Platz drei. © G. Martin-Raget

„Wir sind im siebten Himmel nach diesem Ergebnis”, sagte Draper. „Das hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Russell Coutts zu bezwingen, ist unglaublich schön, es war also schwer, unsere Emotionen zu kontrollieren, aber wir sind einfach nur glücklich.“

Im Anschluss an das letzte Rennen wurden die besten drei Teams in einer Podiums-Zeremonie geehrt. Der siegreiche Skipper James Spithill erhielt eine Louis Vuitton Uhr aus den Händen von Yves Carcelle, dem Chairman und CEO von Louis Vuitton.

Am Sonntag dreht sich wieder alles um Fleetracing. Alle neun Teams treten in der AC World Series Cascais Championship an. In einem einzigen Fleet Race geht es um alles. Nur anhand der Platzierungen in dieser Wettfahrt werden die Punkte für die Gesamtwertung der America’s Cup World Series vergeben. Der Start ist für 15 Uhr Ortszeit (16 Uhr MESZ) angesetzt.

Cascais AC Match Race Championship – Punkte nach den Rennen am Samstag

ENDSTAND
Rang Team Punkte
1 ORACLE Racing Spithill 10
2 Emirates Team New Zealand 9
3 Artemis Racing 8
4 Team Korea 7
5 ORACLE Racing Coutts 6
6 Team Energy 5
7 Green Comm Racing 4
8 Aleph 3
9 China Team 3


Ergebnisse Matchracing

Finale – ORACLE Racing Spithill bezwingt Emirates Team New Zealand 2:0

Halbfinale 1 – ORACLE Racing Spithill bezwingt Artemis Racing 1:0
Halbfinale 2 – Emirates Team New Zealand bezwingt Team Korea 1:0

Viertelfinale 1 – Artemis Racing bezwingt Team Energy 1:0
Viertelfinale 2 – Team Korea bezwingt ORACLE Racing Coutts 1:0

 

 

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „America’s Cup World Series Cascais Video: Spithill gewinnt Match Race Serie“

  1. avatar Marc sagt:

    Im Fleetrace heute konnte er dann aber weder die Kiwis noch Artemis halten.

    Das tolle: Man hört sogar die Segler schimpfen, dank der onBoard Mikros 😉

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  2. avatar Liese sagt:

    Aber die beiden Ami Kommentatoren gehen ja mächtig auf’n S…. 🙂
    – die scheinen von Larry nen Cocktail bekommen haben und erwähnen ja alle 30sec wie toll das neue Format und die AC45 sind – lol

    Sonst wars heute echt spannend…aber das wärs im Mono auch gewesen – gab ja genug shifts

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    • avatar bowman sagt:

      Für Newcomer: Der Broadcaster ist glaube ich über jegliche solche Kritig erhaben. Wir reden über Peter Montgomerery, der -Kiwi der er ist – wohl wirklich nicht zum LE Fanclub gehört:

      Peter Montgomery is of that rare breed … a broadcaster who is better known than most of the sportsmen and women whose deeds he describes.

      As New Zealand yachting has sailed the waves of unprecedented popularity in recent years it has been the distinctive voice and style of Peter Montgomery that has done more to increase the public perception of sailing in New Zealand than any other individual. He is stirred by the elements and by the intensity of competition.

      New Zealand Sailing and Peter Montgomery – One without the other, just does not sound right. As the voice of New Zealand yachting for over 3 decades, Peter Montgomery has covered all the major events including Nine America’s Cups Seven Olympics Games and all Nine Whitbread/ Volvo races.

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      • avatar Liese sagt:

        OK 🙂
        Sorry Mr Montgomery, sorry New Zealand – mir persönlich ging es trotzdem auf die Nerven. Ist ja rein subjektiv 😉
        DANN überraschen mich die Kommentare umso mehr – lol.

        Für Genies: …immer cool bleiben…:-)

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      • avatar Carsten sagt:

        …der andere ist Geordie Shaver, ex vorschiffsmann von dennis conners team in auckland und kurzzeitig für UITG bei jesper bank im einsatz. also er weiß schon, wovon er spricht.
        ich denke, es ist wohl zu viel verlangt von beiden kritische töne hören zu wollen. wer beißt schon die hand, die einen ernährt. da ist es eben alles “fantastic”

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