America’s Cup San Francisco: Spithill zeigt klassischen Verzögerungs-Move

Sieg mit Trick

Die Ausgangssituation auf der letzten Kreuz. Spithill liegt 44 Meter vor Luna Rossa mit Chris Draper.

Die Ausgangssituation auf der letzten Kreuz. Spithill liegt 44 Meter vor Luna Rossa mit Chris Draper.

Die America’s Cup World Series in San Francisco ist am zweiten Tag mit je zwei Match- und Fleetraces fortgesetzt worden. Dabei zeigte sich besonders das einheimische Oracle Racing Team dominant. James Spithill gewann sein Viertelfinal Match Race gegen Luna Rossas Chris Draper und führt in der Fleetrace Wertung nach den Plätzen 2/1. Russell Coutts ist zweiter, nachdem er das erste Rennen gewonnen hat.

Aufgewühltes Wasser bei den Fleetraces an der Luvtonne. © Gilles Martin-Raget

Aufgewühltes Wasser bei den Fleetraces an der Luvtonne. © Gilles Martin-Raget

Die Live Übertragung, die auch heute wieder ab 23 Uhr im Youtube Stream gezeigt wird, war nun nicht das, was man von den ersten aufwendigen Cover-Versuchen gewohnt ist, aber die Organisatoren wollen möglicherweise einen Unterschied zu den TV-Bildern bestehen lassen.

Jedenfalls wurde erneut deutlich, dass die Katamarane es bei den Match Races schwierig haben, die Gunst der Zuschauer zu erlangen. Es fehlen die engen Vorstart-Duelle, die Interaktionen mit den Schiedsrichtern, die Drehung-Strafen, die taktischen Finessen.

James Spithill steckt die Bugspitzen bei der Luvtonnenrundung ins Wasser, behält aber die Kontrolle. © Gilles Martin-Raget

James Spithill steckt die Bugspitzen bei der Luvtonnenrundung ins Wasser, behält aber die Kontrolle. © Gilles Martin-Raget

Immerhin zeigte James Spithill in einer Situation, dass man auch bei den Kat-Duellen den Gegner düpieren kann. Chris Draper ging ihm in die Falle, obwohl er neben sich mit Francesco Bruni einen der besten Match Racer der Welt sitzen hat. (Blöderweise ist die Anbahnung der Szene aus der längeren Video-Version herausgeschnitten. Sie beginnt bei 9:05 min).

Erschreckend schwach präsentierte sich bisher das Team New Zealand bei den Fleetraces. Barker wies schon vor den Rennen darauf hin, dass sich das Team zurzeit mehr um den 72 Fuß Kat kümmere, aber der neunte Platz nach zwei Rennen dürfte ihm dennoch nicht schmecken.

Ergebnisse

Luna Rossa zeigt ein Ruder, übersteht aber größere Schäden. © Gilles Martin-Raget

Luna Rossa zeigt ein Ruder, übersteht aber größere Schäden. © Gilles Martin-Raget

Spithill jubelt nach einem überzeugenden Tag den Zuschauern zu. © Gilles Martin-Raget

Spithill jubelt nach einem überzeugenden Tag den Zuschauern zu. © Gilles Martin-Raget

Das China Team ist erster an der ersten Leetonne und wird dennoch auf den letzten Platz zurückgereicht. © Gilles Martin-Raget

Das China Team ist erster an der ersten Leetonne und wird dennoch auf den letzten Platz zurückgereicht. © Gilles Martin-Raget

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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8 Kommentare zu „America’s Cup San Francisco: Spithill zeigt klassischen Verzögerungs-Move“

  1. avatar Uwe sagt:

    Bin gestern bei der Live-Übertragung eingeschlafen, glaubte jedoch gesehen zu haben, dass BAR (Ben Ainslie) in einem Fleetrace als Letzter über die Ziellinie ging.
    Hab ich das geträumt ?

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 13 Daumen runter 7

  2. avatar matti sagt:

    Ich finde sowohl die Match- als auch die Fleet-Races ziemlich spannend. Danke für die Bilderstory und den Penalty-Trick von JS. Die Jungs in der Fleet rasen im Pulk mit 25 Knoten auf die Gates zu, der große Russell Coutts rammt vierkant das Startschiff, Jimmy Spuckhügel darf nach Frühstart als Vorletzter auf die Bahn und gewinnt das Rennen – also ich hab meinen Spaß.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 10

    • avatar Dein Deutschlehrer sagt:

      “Match Fleet Races story Penalty Fleet Gates – also ich hab meinen Spaß”

      Na, mein Junge. Bin gespannt, ob Du den nächste Woche beim Nachsitzen immer noch hast. 😀

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 8 Daumen runter 14

    • avatar Uwe sagt:

      Der 2. Tag war ja auch spannender mit den Positionsveränderungen im Fleetrace.
      Mich persönlich hat vor allem BAR interessiert. Ich glaube, dass Ben als Vorletzter vor den Chinesen ins Ziel kam.

      Das Matchrace am 1 Tag, bei dem ich eingeschlafen bin, war jedoch sehr langweilig, da es keine Führungswechsel gab. Man fuhr einfach nur hintereinander her. Es wurde so wenig wie möglich gewendet, da die Kats bei den Wendemanövern fast stehen bleiben und sehr viele Meter verlieren. Langweilig eben !

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 7

    • avatar Andreas Borrink sagt:

      stimmt, matti: gute Bilderfolge vom rennen spuckhügel gegen faltenwerfer! heute halbfinals spuckhügel gegen beller – wenn das nichts ist!?

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 3

  3. avatar Andreas Borrink sagt:

    gut, für matchraces taugen die ac45 geräte nicht wirklich. matchraces sind für den zuschauer immer noch am spannendsten mit verdrängern, die schwer sind (viel schwung = wenden kostet nix), einen nicht zu kleinen wendekreis haben (circling am start) und vor allem nicht so schnell fahren (gute regelübersicht). darum waren die matchraces damals mit den 12ern auch bei weitem die spannendsten, finde ich. schaut euch mal im archiv das wendeduell von dennis conner gegen young chris dickson an – das ist matchracing!

    aber die fleetraces sind doch unglaublich dramatisch, wenn man ein wenig durchblickt!?

    was hat den coutts denn da am start geritten? war das nicht 30 sec. vorher schon absehbar? muss wohl ein völliger blackout gewesen sein, vielleicht ist der erwartungsdruck zu hoch?! solche aktionen erwartet man eher auf ‘ner dorfregatta, wo ja immer irgendein depp versucht, sich oben von luv reinzudrängeln und dabei “raum tonne” ruft. absolut grotte.

    bin heute auf jeden fall wieder dabei! mal sehen, wer diesmal ausrastet……

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 2

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