America’s Cup: Team New Zealand enthüllt ersten AC72 Katamaran

Gewaltiger Kiwi-Kat

Emirates Team New Zealand präsentiert das erste Exemplar der neuen AC72 Katamarane. © Cameron/ETNZ

Das Emirates Team New Zealand zeigt als erstes Team seinen neuen AC72 Katamaran für den America’s Cup 2013 in San Francisco. Am Sonntag sollen die offiziellen Feierlichkeiten beginnen, aber schon jetzt wurde das Schiff aufgeriggt.

Das Schiff sieht aus wie eine größere Version der bekannten AC45 OneDesigns, die bei der America’s Cup World Series eingesetzt wurden. Das Flügelsegel ist allerdings mit 40 Metern doppelt so hoch und hat die dreifache Fläche. Es ist größer als die Tragfläche einer Boing 747.

Die mächtige Schwinge ist größer als ein Boing 747 Flügel. © Cameron/ETNZ

Die Konstruktion des Rahmens weist Merkmale der “Alinghi5” auf. Im Gegensatz zu den Multihull-Monstern von 2010, bei denen die Segel per Maschine und Knopfdruck bedient wurden durften, sind nun aber wieder Grinder an Bord. Außerdem wird der Kiwi-Kat offenbar mit Steuerrädern bewegt.  Auf die große Frage, ob Hydrofoils eingesetzt werden, gab es noch keine Antwort.

Der AC72 ist der erste von zwei Katamaranen, den die Neuseeländer bauen werden. Grant Dalton sagt: “Nach diesem Durcheinander, das Alinghi und Oracle anfangs angerichtet haben, und die Budgets so extrem gestiegen sind, ist es erstaunlich, dass wir bis hierher gekommen sind. Aber wir wissen, was vor uns liegt. Oracle und Artemis haben keine Limits für ihr Budget.”

In den Design Meetings sei zu erfahren, dass es mehr technische Möglichkeiten gebe, als die Kiwis haben. Aber Dalton sagt, dass sie teilweise durch die Zeit geschützt seien. Es gebe davon einfach nicht genug, um alles auszuprobieren. Jetzt hoffe er nur, dass sich die Bevölkerung von der Kampagne begeistern lasse. In der nächsten Woche solle das Schiff erstmals segeln.

Das 40 Meter lange Profilsegel wird von einem Kran aufgerichtet. © Cameron/ETNZ

Der aufgeriggte Kat auf der Team-Basis in Auckland. © Cameron/ETNZ

Stein mit Winsch? Was hat es damit auf sich? © Cameron/ETNZ

Der Flügel von unten. Wird er auch im Sturm von San Francisco halten? © Cameron/ETNZ

Ein Want wird mit vereinten Kräften an einer Pütting festgelascht. © Cameron/ETNZ

 

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Carsten Kemmling

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25 Kommentare zu „America’s Cup: Team New Zealand enthüllt ersten AC72 Katamaran“

  1. avatar Paul sagt:

    Schon eine Interessante Kiste. Da stellt sich nur dir Frage was für einen Neuheit im Rumpf versteht ist?!
    http://2.bp.blogspot.com/-xBq6D0yUSug/UAYJ0g7Lj-I/AAAAAAAAV48/Xv9yUG-xw54/s1600/CC120718-104_1.jpg
    Sind diese riesigen Schlitze als Lüftung für irgendetwas gedacht oder vllt für ein Wasserballastsystem?

    Hoffentlich werden wir in den nächsten Wochen noch viel erfahren…

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  2. avatar wooling sagt:

    Huii, hoffentlich muss Dalton für seine Oracle kritische Aussage nicht ein paar Trillionen Strafe zahlen.

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  3. avatar CDR sagt:

    Oh Mann, was ein gigantisches Boot. Wieviel Crew sind erlaubt?
    Bin auf die ersten Videos -in Fahrt- gespannt!!

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  4. avatar wooling sagt:

    ach ich erwarte nicht viel von den Dingern, außer Kirmessegeln. Das wird lächerlicher als Truck-Grand-Prix (und das ist kaum möglich). Wie wär‘s wenn die Red Bull Air Series mit Boings 747 ausgetragen würden?

    Immerhin gehts beim AC um Match-Race und nicht um ein Transpac. Wenn ich die Bilder von Venedig sehe, wie es an der Wendemarke staut, kann ich mir lebhaft vorstellen, wie jämmerlich ein Match Race mit 72er wird. Aber es werden ja auch nur 4 Racer am Start sein, statt 12 bei Valencias AC32.

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    • avatar Stefan sagt:

      …immerhin bleiben einem dann die langweiligen Ausscheidungswettfahrten der zweit- und drittklassigen Teams erspart.

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      • avatar AC90 sagt:

        Jaaaa, und die vielen chancenlosen Atlethen die jetzt bei Olympia antreten, wo doch eh nur drei Medallien pro Sportart verteilt werden. Und 12 Teams bei der Formel 1, wo doch auch nur 2 oder 3 WM-Chancen haben. Und nicht zu vergessen die ganzen kleinen und überflüssigen Teams bei der Fußball-WM und in der Bundesliga. Schon komisch, vor einem Jahr waren die Multihullfans stolz wie Bolle das im neuen AC-Zirkus mehr Teams an der Startlinie waren als beim Medcup. Jetzt scheinen diese paar übrig geblieben Teams dann doch OK zu seien. Die Besten der Besten der Besten eben halt.

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        • avatar stefan sagt:

          …du übersiehst dabei aber, dass der LVC nicht der AC ist ….. wer interessiert sich schon für die Teams, die es nicht geschafft haben sich für die Fussball-WM oder für Olympia zu qualifizieren. Der LVC ist nur die Vorrunde. Da kann jeder mitmachen dessen Konto dick genug ist. Mit dem AC selber hat das noch nichts zutun.

          …aber es gibt ja immer noch Leute hierzulande die glauben es hätte mal ein deutsches Team in AC gegeben ;-))

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          • avatar AC90 sagt:

            Es geht mir auch mehr um die “2. und 3. klassigen ” Teams die bei solchen großen Sportevents mitmachen obwohl sie kaum siegchancen haben, aber doch immer mal für eine Überraschung gut sind. Sie sind doch schleißlich das Salz in der Suppe. Eine Formel 1 oder Fußball-WM mit nur 3 oder 4 Teams ist genau langweilig und albern wie ein LVC mit nur 3 bis 4 Teams. Es ärgert mich einfach, wie abfällig du über solle Teams sprichts. Und das ein deutsches Team noch nicht um den Cup gekämpft hat weiß ich auch. Den Spruch hätt´s dir auch sparen können.

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    • avatar Timo sagt:

      bei AC ging es in erster Line noch nie ums Match-Race das ist ein Irrglaube. Um die Kanne haben sich immer nur Leute mit sehr sehr viel Geld gestritten den jedes Mittel recht war/ist. Das Match-Race war nur ein Nebenprodukt, was jetzt nicht zwangsläufig heißen muss das es immer so bleibt.

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      • avatar Stefan sagt:

        Korrekt Timo! Beim AC ging es 150 Jahre um einen Wettstreit aus Technologie und Segeln. Erst als einige Herrn aus Genf Ende der 90er erkannt hatten, das sich mit der Marke “AC” sehr viel Geld verdienen lässt, wurde daraus ein Match-Race-Event kreiert. Von da an war es mit dem Charme der Veranstaltung vorbei und der Kommerz hielt Einzug. Das gipfelte so weit, dass kein Photograph sein Bildmaterial aus den Veranstaltungen mehr frei vermarkten durfte. Jegliche werbliche Nutzung schloss das AC-Management per Klausel aus.
        Natürlich war das ACM daran interessiert, dass möglichst viele Team an den Start gingen. Nicht aus sportlicher Hinsicht, sondern lediglich wegen der best möglichen Vermarktung. Jeder der heute kritisiert das Ellison dem einen oder anderen Team die Teilnahme “versüßt”, sollte nicht vergessen, das das unter der Regide von Alinghi “üblich” war. Gerade die Neuseeländer konnten 2007 nur mit finanzieller Hilfe aus der Schweiz an den Start gehen.

        Natürlich ist der Ausrichter des AC zu kritisieren. Das war aber schon seit Beginn so, denn der Ausrichter bestimmt den Modus und das zu seinem möglichen Vorteil. Das war in den letzten 160 Jahren immer so. Das ist die Natur des AC.

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        • avatar Manfred sagt:

          @Stefan: ich interpretiere das etwas anders. Bis auf das erste Rennen um die Isle of Wight (there is no second, Madam) handelte es sich wohl immer um ein Herausforderer Rennen. Das mündet dann zwangsläufig in ein Match Race. Boot gegen Boot. Nicht Boote gegen Boote. Insofern war auch das Miss Match, Kat gegen Mono in San Diego, 1988, ein Match Race, Nur konnte die Kiwi Maschine den Kat von Dennis Corner in keiner Sekunde stoppen.

          Im Laufe der Zeit entwickelten sich zwangsläufig bestimmte Manöver und Regelauslegungen, wie wir sie heute vom Match Race her kennen. Als es anfing mit mehreren Herausforderern, haben die sich zusammen getan um, zwecks Training und Chancenerhöhung, wiederum ihren Besten auch in “Match Races”, Boot gegen Boot zu ermitteln. Später wurde daraus die Louis Vuitton Serie.

          Auf ein Match zwischen den beiden besten AC72 Yachten im America´s Cup bin ich gespannt. Wer es da schafft in der kurzen Startvorphase den Gegner abzustellen, einen “stall” im Segel zu erzeugen, der hat schon das halbe Rennen gewonnen. Der Unterschied im Speed wird nicht so dramatisch sein, wie zwischen ALINGHI und USA17. Da konnte Jimmi Spithill, mit USA17 trotz Srömungsabriss noch das Blatt wenden. So einfach wird das dieses mal nicht. Mein Tipp: Die gehen sich möglichst aus dem Weg und behalten ihre Geschwindigkeit bei. Ein Stehduell halte ich für sehr kritisch.

          Was meint ihr dazu?

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          • avatar Stefan sagt:

            @Manfred: das ist nicht ganz richtig, denn zum einen war der Event 1851 nicht Teil des AC, da es den AC zu der Zeit noch nicht gab. Zum Anderen war das erste Event nach 1851, ein Rennen im Rahmen des NYYC Queens Cup, in Form eines Fleetrace mit 17 Teilnehmern und einem Vergütungssystem. Erst nach diesem Event wechselte der AC auf Voschlag des 1870 in dem Fleetrace unterlegenen englischen Teilnehmers zu einem Matchrace in der Form “best-of-seven”, weil die Engländer die direkte Herausforderung suchten. Seither ist der AC gezwungener massen ein Matchrace, da sich mit zwei Yachten kaum anders segeln lässt. Mit der Art von Matchrace wie man sich das heute vorstellt, hatte das aber nicht viel Zutun, dazu waren die Schiffe zu groß und zu schwer. Und vor allem waren sie immer zu unterschiedlich, denn der Verteidiger trat immer mit einem größeren Schiff an als der Herrausforderer. Der musste bei der Abgabe seiner Herausforderung die Breite und Länge der Wasserlinie angeben, was dem Verteidigern die Möglichkeit einräumte bei Konstuktion und Bau darauf zu reagieren. Zudem müsste der Herausforderer auf eigenem Kiel anreisen, was dazu führte, dass immer ein sehr schweres englisches (oder gelegentlich kanadisches) Schiff gegen einen amerikanischen Leichtbau antrat. Kaum eines der amerikanischen Schiffe hat länger als 1-2 Jahre gehalten, wogegen eine Reihe der englischen Schiffen sogar heute noch als restaurierte Yachten zu finden sind.

            Beim LVC ging es nie um ein Training, sondern lediglich darum den eigentlichen Herausforderer zu ermitteln, für den Fall das es mehr als einen gibt. Diese Veranstaltung hat nichts mit dem AC zutun und es war vor Dem AC32 dem Verteidiger auch nicht erlaubt, sich in irgend einer Form mit dem oder den Herausforderern zu messen. Auch dieses wurde im Zuge der besseren Vermarktung von Alinghi und dem ACM in den AC integriert und sollte für den ursprünglich von Alighi geplanten AC33 durch einen anderen Modus ersetzt werden. Was ja dann auch zur Verärgerung bei Louis Vuitton und deren zeitweiligem Ausstieg geführt hatte.

            Was heutzutage oft unterschlagen wird und viele vielleicht auch nicht wissen ist, dass wenn es in dem Land das den Cup hat mehr als ein Team gibt, das dann die Verteidiger auch erst einmal klären müssen, wer denn den Cup verteidigen darf. Es ist also grundsätzlich nicht sicher, dass wer den Cup gewonnen hat ihn auch in jedem Fall verteidigen darf.

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          • avatar Stefan sagt:

            …oh, Schande über mich, ich hab natürlich die Schotten vergessen. Natürlich gab es auch schottische Herausfordere in den frühen Zeiten der großen Yachten.

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  5. avatar Flyer2 sagt:

    Wegen der zwei Löcher im Beton könnte ich mir vorstellen, daß sie den Stein als Warnung für alle mit üblen Kronjuwelfantasien mitgebracht haben…

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  6. avatar Claus sagt:

    …ich finde auch, dass das kein America’s Cup mehr ist!

    Larry Ellison hat sich den Cup gekauft/ vor Gericht erstritten und veranstaltet jetzt so ein Kasperletheater! Ein Sportsmann im Sinne der Deed of Gift ist er ganz sicher nicht! Und, kann er auch nie werden….

    Das was da abgeht interessiert mich nicht im Geringsten! Hat auch nichts mit Yachtsport zu tun! Ich selber habe lange Tornado gesegelt; aber Katamarane sind eben keine YACHTEN (!) egal, wie groß man sie baut. Surfen und Kiten; ist auch nicht das Selbe, obwohl man auf einem Brett steht.

    Kann nur hoffen, dass jemand mit ein bisschen mehr Gefühl für den Yachtsport die Kanne gewinnt und diesem Wahn-/ Schwachsinn dann ein Ende bereitet, damit wir endlich wieder Yachtsport auf höchstem Niveau sehen können!

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    • avatar Seven sagt:

      …ach und der Admiralscup ist auch nicht mehr das was er mal war , und die Kirche ist auch nicht mehr das was sie mal war …und erst die Jugend von heute…. auch nicht mehr das was sie mal war….und die Politiker und die Auto’s und der Sommer und meine Haut auch nicht mehr….alles ganz schön traurig !

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      • avatar stefan sagt:

        “Früher war die Zukunft auch besser.”

        …ich finde der “richtige” AC war zu dem Zeitpunkt vorbei, als die Amis aufgehört haben um jeden Preis zu bescheissen. Danach brach die Ära der 12er an und alles wurde so konform.

        …das waren doch noch Zeiten als auf See galt: “Britannia rules the waves but America waves the rules.”

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  7. avatar Chris sagt:

    Off-Topic: Hi Redaktion, vielleicht wurde das eh schon mal gefragt, wenn ja sorry: gehts nur mir so, oder sind mitunter die Fotos in den Artikeln arg in der Vertikalen verzerrt?

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