America’s Cup World Series: Das ultimative Crash Video

Pleiten, Pech und Pannen in Plymouth

Jochen Schümann hat ja Recht. Stürze versteht jeder Idiot. Aber deshalb muss es ja nicht falsch sein, sie zu zeigen. Das America’s Cup Management spielt diese Karte exzessiv. Das neueste Video fasst alle Überschläge und Kollisionen aus Plymouth zusammen. Und es ist wohl sicher, dass dieses Produkt das Potenzial zu einem der meistgesehenen Youtube Video hat.

Fliegendes Wasser bei der America's Cup World Series in Plymouth.

Menschen funktionieren so. Pleiten, Pech und Pannen sieht man sich gerne an. Ein Großteil erfolgreicher TV-Formate funktioniert so. Mit Missgeschicken und Schadenfreude wird Quote gemacht. Es ist lustig, so lange sich niemand verletzt.

Diese Gradwanderung absolviert auch der America´s Cup. Die Action muss glaubwürdig sein nicht aber gemeingefährlich. Sie muss in einem Rahmen untergebracht sein, der ernsthaften Sport bietet. Sonst wird der Wettkampf zum Klamauk.

In Plymouth ging es gut. Menschen, die das seit Jahrzehnten von der Werbung geprägte Bild vom weißen, edlen Segelsport im Kopf haben, denken nach Ansicht dieser Bilder um. Und das ist gut so. Es hilft dabei, ernst genommen zu werden, wenn man sich als Segler outet.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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10 Kommentare zu „America’s Cup World Series: Das ultimative Crash Video“

  1. avatar Astronomy sagt:

    Entschuldigung aber was soll dieser Quatsch?
    Das hat doch nun wirklich nicht mehr mit Segeln zu tun. Die besten Segler der Welt können diese Boote ab einer bestimmten Windstärke nicht mehr beherrschen. Und der America’s Cup soll auf fast doppelt so großen Booten ausgetragen werden. Tut mir leid aber das lässt unseren Sport lächerlich aussehen.

    Trotzdem Danke für den Berich Carsten.

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  2. avatar wooling sagt:

    Stock-Car-Racing schauen auch nur seltsame Menschen. Echte Motorsportfans tun sich einen solchen Quatsch nicht an.

    Der AC ist für mich Stock-Yacht-Racing. Die Ableitung (siehe oben) sehe ich auch hier.
    Lasst mal den Reiz des neuen verflogen sein, dann kann man wieder über segeln reden.

    Man sieht ja auch hier unter uns Seglern, dass die Lager ca 50/50 verteilt sind. Wenn das neue Konzept so überzeugend wäre, müsste dann die Unterstützung nicht viel größer sein?

    Ich wette darauf, dass zum AC 34 max. 5 Teams am Start sind. Und das würde ich mal höflich als jämmerlich bezeichnen.

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    • avatar John sagt:

      Am Start vom AC 34 stehen zwei Schiffe. Der Herausforderer und der Verteidiger.

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      • avatar stefan sagt:

        …tja, das ist das Problem, dass viele die hier pöbeln gar nicht verstanden haben, was der AC für eine Veranstaltung ist.

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  3. avatar Christian sagt:

    Vorschlag zur Güte: Diejenigen 50%, die den neuen AC und die AC45 blöd finden, gucken einfach nicht hin und beschäftigen sich mit dem “echten Segeln” (was auch immer das dann ist).

    Und die anderen gucken hin und haben ihren Spaß am neuen Format.

    Keiner richtet über den anderen und alle habe ihren Seelenfrieden.

    ist doch eigentlich ganz einfach, oder?

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  4. avatar Friedrich sagt:

    Verstehe die Aufregung nicht. Die Action ist ganz überwiegend spannend, nicht nur wegen der Crashs. Und natürlich ist das Regattasegeln, wie 1000e es ständig praktizieren. Man sehe sich doch mal Katamaranregatten, 505er oder 49er Races oder was auch immer keinen Kiel hat bei Wind an. Da gibts auch eine Menge Stürze und Abwürfe und Entscheidungen durch sowas. Bloß weil wir uns an das cleane Fernsehsegeln im alten AC oder mit den TPs gewöhnt haben, bei denen es alle Jubeljahre mal was richtig Aufregendes gibt, ist doch das nicht das einzig wahre (nicht missverstehen, auch das finde ich toll, aber ist eben was anderes mit Blei unter der kiste rumzufahren).

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  5. avatar AC90 sagt:

    Viele finden das dieses neue Format eine tolle Show bietet, und sie haben Recht, es ist ne Show. Mehr aber auch nicht. Hier wird aber eine seriöse Institution des Segels in eine Highspeedfreakshow mit Unfallgarantie pervertiert. Natürlich kann man sagen, wer es nicht mag, brauch nicht hingucken. Das Problem ist aber, dass das Event, auf das sich viele Segler seit 4 Jahren gefreut haben, ersatzlos gestrichen wurde,durch Etwas , was Ellison und Coutts die Zukunft nennen.
    Nur weil Ellison AC auf sein neues Produkt draufschreibt, ist noch lange kein AC drin.

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  6. avatar Florian sagt:

    Ist das nicht die Show die “man” sehen will.
    Ich weiß nicht wieviele Menschen die Formel 1 schauen, weil es spannend ist den Autos zuzuschauen und viel Action geboten ist.

    DIe Technik wird bis fast zu Perfektion gebracht und die Segler haben die Herausforderung diese Boote zu beherrschen. Wieviele Menschen haben angefangen nach Schumachers erfolg GO-Kart zu fahren, vielleicht ist dies auch eine Möglichkeit für den Segelsport.

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  7. avatar AC90 sagt:

    Wenn “man” unbedingt eine Show sehen will, hat “man” die Möglichkeit der Extrem 40 Serie. Die ACWS ist nicht viel anders, lediglich durch eine Machtracekomponente ergänzt. Das der AC für eine derartige Efetkthascherei herhalten muß, halte ich immer noch für sehr fragwürdig.

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  8. avatar Spahl sagt:

    Ja ja, alle AC Yachten waren bis jetzt immer Standardwerftware. Bisher wurden nie die technischen Möglichkeiten ausgelotet. Die ersten Herausforderer segelten auf ganz normalen Haikuttern.
    Die Segelflächen waren immer auf einfaches Handling ausgelegt. Schon die “America” unterschied sich in Nichts von dem, was Onkel Willy auf der Flensburger Förde segelte . . .

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