Russell Coutts im SPIEGEL-Interview über seine Vision vom neuen America´s Cup

"Die Deutschen verpassen etwas"

Russell Coutts nimmt Stellung beim SPIEGEL-Gespräch. © Oracle

Russell Coutts steht SPIEGEL-Textchef Klaus Brinkbäumer in New York Rede und Antwort über seine Vision vom neuen Cup. Das Interview in der aktuellen SPIEGEL Printausgabe ist jetzt auch online zu lesen.

Die interessantesten Aussagen:

– Wir wollen den Cup popularisieren. Wir möchten Nichtsegler erreichen. Die Traditionalisten mögen jetzt kritisch sein, weil sie noch nicht wissen, was da kommt, aber am Ende werden sie dem Wettkampf folgen, weil auch sie leidenschaftliche Regatten lieben.”

– Ich träume von einem Rennen um die Welt, allerdings um es zu gewinnen.

– Als ich aus Neuseeland fortging, war das richtig: Andere Leute wollten Geld mit dem Team verdienen, wir Sportler sollten nur segeln, das kam mir nicht fair vor. Unterschätzt habe ich, wie leidenschaftlich Sportfans sein können, ich hätte das klüger lösen können.

–  SPIEGEL: Auch die Trennung von Ihrem Alinghi-Partner Ernesto Bertarelli war schmutzig. Bertarelli sagte, dass Sie überall einen Scherbenhaufen hinterließen.
Coutts: (schweigt lange, ehe er antwortet) Sagt dieser Satz nicht mehr über ihn als über mich?

Zum traditionellen Match Race Start: …Fernsehzuschauer konnten nach dem Start ins Bett gehen….Sie hätten auch Gras beim Wachsen zusehen können. Wie wollen Sie mit solch einem Konzept Erfolg haben? So war unser Sport.

– Ich vergesse Siege sofort und fürchte die nächste Niederlage.

– Ja klar (ich bin Geschäftsmann). Aber ich bin nach wie vor mehr Segler als alles andere und als Segler schlicht wiederbelebt. Ich wünschte mir, wir hätten all diese Entdeckungen vor 30 Jahren gemacht.

– SPIEGEL: Ein deutsches Team wird es nicht geben. Coutts: Die Deutschen verpassen etwas.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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