Wimbledon im Teamrace

Amerikaner entführen den Wilson Cup aus England

Aufgewühltes Wasser beim Team Race Finale der Wilson Trophy in West Kirby. © www.wksc.net

Schade eigentlich. Da gibt es eine Disziplin im Segeln, die vermutlich spannender, spaßiger und attraktiver als alles andere in diesem Sport ist. Aber hierzulande wird sie kaum betrieben. Teamrace. Einige Optisegler werden die Mannschaftsrennen kennen. Sie gehören bei ihren Weltmeisterschaften seit vielen Jahren zum festen Programm.

Die Berliner veranstalten jedes Jahr ein großes internationales Opti Teamrace. Und beim Match Race Germany am Bodensee treten die Opti-Teamracer vor Publikum auf. Aber das Wimbledon dieser Sportart findet alljährlich im britischen West Kirby statt. Der Wilson Cup.

Dabei treten überwiegend Universitätsmannschaften gegeneinander an. In diesem Jahr duellierten sich zum 61. Mal 32 Dreier-Teams aus den USA, England, Schottland und Irland. Sie benutzen einfache Zweihand-Jollen vom Typ Firefly, die ohne Spinnaker gesegelt werden. 36 Schiffe stehen zur Verfügung.

Die Segel und Boote der Teams weisen unterschiedliche Farben auf. Die Kurse werden in Fußballfeld-Größe auf einem künstlichen See direkt vor dem Clubhaus des West Kirby Sailing Clubs ausgelegt. An einem langen Wochenende finden 320 Rennen statt. 5000 Zuschauer werden von einem Livekommentator über das Geschehen informiert. Schiedsrichter auf dem Wasser wachen über Regelverstöße.

Am Ende wurde die Trophäe wieder einmal von den Amerikanern entführt. Das Team Extream besteht aus einigen 470er Seglern in San Diego. Sie siegten im Finale gegen die heimischen West Kirby Hawks mit 3:0, nachdem sie die Kollegen vom New York Yacht Club 2:0 besiegt hatten.

Boot 12 stellt eine Falle an der Tonne und bremst die Gegner 7 und 8 aus © www.wksc.net

Event-Seite:www.wksc.net/wilsontrophy/index.asp

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Carsten Kemmling

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