Audi ORCi Offshore WM Helsinki: 127 Yachten und zwei fünfte Plätze für GER

ORCi lebt

`Silva Hispaniola´ kämpft sich durch die Welle vor Helsinki. © Max Ranchi

`Silva Hispaniola´ kämpft sich durch die Welle vor Helsinki. © Max Ranchi

Die Audi ORCi Weltmeisterschaft in Finnland hat gezeigt, dass die Idee des Handicap-Segelns lebendig ist. 127 Yachten aus zwölf Nationen machten die Veranstaltung zur größten ORC WM. Im Vorjahr waren 119 Schiffe im kroatischen Cres an den Start gegangen. Weltmeister wurden in zwei Klassen gekürt. In der Gruppe B war das größte Boot 38 Fuß und der Gruppe A 52 Fuß.

Die deutsche Flotte ging mit guten Chancen an den Start und kämpfte in beiden Divisionen lange Zeit um den Titel mit. In der A-Gruppe lag “Silva Hispaniola” von Heinz Peter Schmidt (FSC) lange Zeit auf Medaillenkurs. Aber ein zehnter Platz im achten und letzten Rennen ließ die Evento 42 auf den fünften Platz zurückfallen.

Ähnlich erging es auch Jürgen Klinghardt mit seiner “Patent”-Crew den Weltmeistern von 2010 in Glücksburg. Die X-332 Sport hielt lange Zeit ganz vorne mit, belegte aber in den letzten Rennen die Ränge 6/13/24 und fiel auf Platz fünf zurück.

Zweitbestes deutsches Boot in dieser Gruppe war die “Chinook” (X-332) von Johann Friedrichsen auf Platz 12. In der Gruppe A segelte die “Veolia” (XP-38, Bastiansen/Christensen) auf Rang 13, und die GP-42 “Imagine” von Holger Streckenbach wurde 14.

An der Spitze der A-Gruppe konnte schließlich die italienische Farr 40 “Enfant terrible” mit ex Shosholoza Taktiker Thomasso Chieffi ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen vor einer schwedischen TP-52 und einer italienischen GP-42.

Auch in der Gruppe B ging der Titel nach Italien. Vincenzo de Blasio aus Neapel gewann punktgleich mit seiner NM 38S “Scugnizza” gegen die holländische Salona 37 “Lenco”. Bronze holte eine modifizierte First 36.7 aus Schweden.

Die Regattawoche war von von wechselhaften Winden zwischen Sturm und Flaute geprägt. Aus deutscher Sicht war besonders der Ausfall der Frauen-Crew auf “Tutima” tragisch. Bei der nächtlichen Zieleinfahrt der ersten Mittelstrecke im Platzregen bei etwa 15 Knoten Wind wurde der Spikurs immer spitzer und das Tuch musste weg. Das Manöver ging etwas daneben, Steuerfrau Kirsten Harmstorf musste abfallen und traf einen Stein am Rande des Fahrwassers.

Das Schiff musste ausgekrant werden. Der Kielschaden verhindert weitere Rennen in dieser Saison. “Wir sind traurig und frustriert”, sagt Harmstorf. “Aber das wichtigste ist, dass sich niemand verletzt hat.”

Ergebnisse Gruppe A

Ergebnisse Gruppe B Gold

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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